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reinhard52

unregistriert

1

Samstag, 15. Januar 2011, 18:24

Landscape oder der verlorene Koffer 100 x 150 cm 2007

Leider

Leider links einige starke Lichtreflexe...sorry!

reinhard52

unregistriert

2

Sonntag, 16. Januar 2011, 10:07

Danke ralf
ich weiß nicht wer rudi ist. Aber schicks ruhig.
Ich habe es Landscape genannt, weil die erste reaktion die ist, dass mann glaubt eine schöne Landschaft vor sich zu sehen, um dann in dieses Schlachtfeld gezogen zu werden Un der verlorene Koffer...ohne Arm kein koffer halten.
Lieben Gruß
+reinhard

..ach ja, das hast du in der replik auf True Face gut erkannt. ich bin weder ein guter Maler, noch bin ich ein guter dichter. Ich bin wohl ein ganz guter Geschichtenerzähler-auch in meinen Bildern :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »reinhard52« (16. Januar 2011, 10:24)


3

Montag, 17. Januar 2011, 10:18

Ich bin wohl ein ganz guter Geschichtenerzähler-auch in meinen Bildern :)



allerdings, reinhard!

das trifft es schon ziemlich exakt. das prädikat "guter maler" oder "guter dichter" halte ich für den verzweifelten versuch, etwas in wort zu fassen, das man selbst anders für sich nicht einordnen kann. man kann ein akademisch (handwerklich ausgebildeter) guter maler sein - aber dann ist man zb. nicht auch automatisch ein künstler, sondern ev. auch nur ein perfekter kunsthandwerker. dasselbe beobachte ich bei schreibend schaffenden. nicht jeder germanist ist auch ein guter dichter.

das "erzählende", das dich auszeichnet, spielt da m.E.eine entscheidende rolle. du hast etwas mitzuteilen und es gelilngt dir auch, das wesen dessen mit-zutransportieren. nicht nur eine perfekt gemachte oberfläche oder verpackung.

und DAS macht für mich das künstlerische element aus.

gruselig finde ich deine landschaft. katz und maus und eine eierlegende ente und der bunte fußball verstärken das eher noch, anstatt fröhlichkeit reinzubringen. ich als betrachter frage mich, wie hat der mann nur überhaupt hierherwollen?

die reduzierte form der darstellung tut ihr übriges, um einem den inhalt um die augen zu schlagen...


gern betrachtet. wieder mal *gg


lieber gruß,

claudia

reinhard52

unregistriert

4

Montag, 17. Januar 2011, 11:44

Liebe Claudia
und da ich kein Handwerker bin, der einfach nur die sichtbare Welt reproduzieren vermag, was nicht immer schlecht ist, im gegenteil mag ich viele naturalistische Werke, wenn sie mit Herzblut gefüllt sind, habe ich immer wieder die Angst, dass mir die Geschichten ausgehen. Sie entstehen beim Malen und springen mich sozusagen nach einigen Strichen oder Farbflächen geradezu an. Habe dann das gefühl, dass mir etwas mitgeteilt wird und ich es nur noch umzusetzen brauche. Zur Zeit habe ich einen Black Out und die Tür scheint zugefallen. Das ist kein gutes Gefühl, denn ich kann nicht auf herkömmliche Formen der malerei zurückgreifen.
Danke Dir für deine Worte, die ich, wie du weißt, überaus zu schätzen weiß
reinhard

5

Montag, 17. Januar 2011, 12:24

....was nicht immer schlecht ist, im gegenteil mag ich viele naturalistische Werke, wenn sie mit Herzblut gefüllt sind,


schön gesagt, das mit dem herzblut, reinhard.

das sehe ich auch so. ich finde es (um nur eins zu nennen) z.bsp. in (bevorzugt flämischen) stillleben, in die ich mich genüsslich versenken kann. auch diese "erzählen" durch ihr herzblut etwas hinter der oberfläche.

... Angst, dass mir die Geschichten ausgehen. Sie entstehen beim Malen und springen mich sozusagen nach einigen Strichen oder Farbflächen geradezu an. Habe dann das gefühl, dass mir etwas mitgeteilt wird und ich es nur noch umzusetzen brauche. Zur Zeit habe ich einen Black Out und die Tür scheint zugefallen. Das ist kein gutes Gefühl..


so kenne ich das auch. beim schreiben vor allem. dieses gefühl "ich bin nur ausführende einer mitteilung, die sich über mich ihren eigenen weg sucht". (und diese "durststrecken" fühlen sich wirklich auch beängstigend an. stimmt. aber mittlerweile hab ich damit besser umzugehen und sie als "input-phasen" zu akzeptieren gelernt). diesen zustand, wie du ihn für dein malen beschreibst, würde ich gerne auch einmal im bildnerischen erreichen. nicht nur im schreiberischen. dort will ich hin.

denn selbst akademisch betriebene studien sind dann nur fingerübungen und nicht dasselbe. also kein wirklicher ersatz.


lieber gruß,

claudia

reinhard52

unregistriert

6

Montag, 17. Januar 2011, 13:32

Hallo Ralf
habe mit 15 oder 16 dürer zeichnungen ziemlich gut kopiert.
Habe sehr genau portraitieren können..sehr genau sogar.
Habe auch gute karrikaturen gemacht.
Die zeichnungen sind im Besitz meiner Eltern, die mich enterbt haben und nichts von dem mehr rausrücken.
Ansonsten sind mir all diese Versuche, meisterlich zu malen, egal. Es gibt viele, die es besser können. Ich konnte es und kann es, wenn es gefordert wird, wohl immer noch.
Eine kleine Übung hänge ich hier an.
War und ist eine Hommage an Frida Kahlo."Frida und die Reiter der Apokalypse". Wenn man sich die Bildelemente ansieht, ergibt alles aber wieder eine Geschcihte.
Da ist zum Beispiel die Michelangelo Adaption (Erschaffung Adams) unten rechts, bloß als Umkehrung etc..... (Ist nicht übermäßig naturalistisch, was ich auch nicht wollte, denn mir fehlt die Geduld ;) Gemalt vor 3 Jahren...ein Ausrutscher...war so sehr von Frida beseelt...
Ach, noch ein paar mehr: alle sehr alt, bis auf Frida
r

Zitat

rechts unten habe ich Leonardo eingebaut. Auch etwas weniger abstrakt. "Sakrileg" 2006. Leider bei Transport zerstört

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »reinhard52« (18. Januar 2011, 06:52)


Hans Beislschmidt

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Beruf: selbstständig

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7

Montag, 17. Januar 2011, 16:33

hey Reinhard,

das letzte Bild hats mir angetan ... wow - eine Strumpfmaske? Anonymität? Kokon? Gefangensein?
(wie kommt es, dass die meisten Enterbten, die ich kenne Künstler waren? Das geht wohl nicht mit elterlicher Fürsorge zusammen ... schade)

Gruß vom Hans

reinhard52

unregistriert

8

Montag, 17. Januar 2011, 17:05

Hallo hans
vielleicht ist das mit ein Grund, warum sie Künstler wurden ;)
Das Bild, hat es Dir bestimmt nicht nur wegen seiner "strumpfmaske" angetan...was mag Dir da wohl durch den Kopf gegangen sein?Hhabe ich in einer technik gemalt, die so niemand vor mir angewendet hat. habe sie selbst erfunden. Leider sehr aufwendig und daher für mich. als schnelllebiger Mensch, kaum noch anwendbar.
Lieben gruss
reinhard

Liebe Claudia
eine meiner tiefsten "spirituellen" Erfahrungen hatte ich beim Malen, als ich plötzlich spürte, dass ich sozusagen gar nicht da war, sondern alles einfach nur geschah. Ich hatte keinen Einfluss auf das geschehen und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich gerade dann, wenn ich (mein Verstand) etwas will, mein Tun zum Scheitern verurteilt ist. Manchmal ist so das gefühl von einer Dimension da, zu der ich im normalen Leben keinen Zugang habe und ich kann die Tür nicht nur, weil ich es so will, öffnen. Du siehst, ich kann nur hoffen, dass ein gutes Bild entstehen will...mehr nicht :(
Lieben gruß
reinhard

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »reinhard52« (17. Januar 2011, 17:56)


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