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kaktusfeige

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1

Mittwoch, 17. November 2010, 22:52

Nachruf(Für Beate)

Nun gingst du deinen letzten Gang
und hast in Liebe allen noch verziehen.
Dort, wo du hingehst, sollen Rosen blühen,
um deiner Liebe willen, die so duldsam, bang,
ausharrte in vergeblichem Bemühen.

Du lehrtest uns die Tapferkeit -
es füllen sich die Herzen tief in Trauer.
Der Abschied hüllt uns ein wie Regenschauer.
Du bist gegangen, denn es war die Zeit.
Du wusstest vieles längst - und viel genauer!

Ergeben stehn wir, wartend an dem Ufer
und lauschen diesem leisen, fernen Klang.
Denn jeder weiß in sich um diesen Rufer,
der heimholt, nach dem Tag, der schwer und lang.
Dort, wo du hingehst, sollen Rosen blühen!

2

Donnerstag, 18. November 2010, 11:02

ein sehr schöner und inniger nachruf ganz ohne pathos, kaktusfeige.


gelesen und ganz leise geworden.


lieber gruß,

keinsilbig

kaktusfeige

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3

Donnerstag, 18. November 2010, 22:29

hallo keinsilbig,
man kann eigentlich gar keine worte finden für das unaussprechliche - aber es ist meine überzeugung, dass gedanken energie sind, und die darin enthaltenen botschaften ankommen ( wie muss ich gar nicht wissen). in diesem sinne : fare the well, beate! gute reise.


hallo ralfelinchen,
ich denke, dass gott - wenn es ihn gibt- zum leben und sterben eine komplett andere einstellung hat als wir beide. mit unseren vermutungen darüber können wir also nur falsch liegen - egal, in welche richtung sie nun gehen mögen.

beate war eine von den klugen - und erstaunlicherweise sterben die klugendie genauso erbärmlich wie die blöden.
sie allerdings hatte bis zuletzt einen liebevollen blick auf das ganze - obwohl ihr selber gar nicht so viel liebe entgegengekommen ist - vor allem nicht von dem, der sie ihr entgegenbringen hätte sollen.

diesen wert richtig zustellen war mir ein bedürfnis - und ob der liebe gott darüber nun heult oder nicht , ist mir eigentlich scheißegal.

liebe grüße an auch beide, die katusfeige

4

Freitag, 19. November 2010, 19:28

suuuper - wenn das der liebe goddd liest, heult er ne riesenträne!




muss nicht sein, ralfelinchen, oder?
manchmal ist es besser, fallweise abzuwägen, ob man nicht besser durch schweigen glänzt und die klappe hält (gerade auch - wie hier - angesichts eines anlasses für einen text z.bsp.). in dem fall wär das in meinen augen das klügere und lieber gesehene (bzw. nicht-gesehene) gewesen.

hiermit in meiner funktion als mod: verwarnung nr. 1. (dein ureigenstes unterforum hast du ja schon...).


gruß,

keinsilbig

5

Freitag, 19. November 2010, 22:53

sorry - ich denke der tod ist ein geschenk. womit ich nicht unbedingt von trauer beseelt bin und mir vorstelle ob es dann doch vielleicht im kollektiven bewusstsein sowas wie trauer gibt. das wäre dann die riesen träne goddes.


und warum hast du das nicht dann genau SO geschrieben? dann sähe die sache ganz anders aus...

ich denk du bist zu schnell mit deinen verwarnungen. hier geht es um die literarische betrachtung des todes einer person. und in vielen kulturen wird der tod resp das sterben nicht so verknorkst wie im RK betrachtet, sondern fröhlich und nicht selten ironische zelebriert. die antwort liegt im rahmen der künstlerischen aussage, denn sie hat prosaischen charakter. aber du kannst gern mal darüber bei einem espresso mit mir in meinem wiener studio plaudern.

ps.: mach die plattform nicht zum schafott



ginge es hier nur nach mir, ralfelinchen,

hätte ich keine verwarnung ausgesprochen. (ich habs mir auch immerhin bis heute überlegt. dastehen tut deine etwas eigenwillige äußerung zu einem nachruf auf eine sichtlich geschätzte person ja schon länger). aber du und ich (und hans) sind nicht das forum.

und es tut auch nichts zur sache, wie du oder ich mit dem thema sterben umgehen. es geht mir um "sein und sein lassen" in einem forum, in dem sich menschen mit unterschiedlichsten befindlichkeiten zu den diversen lebens-themen wohlfühlen können und mitteilen/ausdrücken können, ohne schräg angemacht zu werden dafür. das seh ich nicht bei vielen themen so. hier allerdings ist es mir wichtig.... und den anders-umgehenden muss man dann nicht immer die eigene ansicht aufs auge drücken und derart "unumstößlich-leicht-wertend" formuliert darlegen. schon gar nicht in einem solchen tonfall. daher meine verwarnung. nichts wildes - ich fands einfach nicht besonders prickelnd.

gern plauder ich mit dir mal über das alles.

leg du nicht immer den kopf auf den block, dann wird das hier auch gar kein schaffott. :P


lieber gruß,

keinsilbig

Hans Beislschmidt

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6

Samstag, 20. November 2010, 11:56

hey,

ich kann nur sagen, dass mich das Gedicht auch sehr berührt hat. Ich selbst habe vor ein paar Wochen auch zwei Trauergedichte aus gegebenem Anlass verfasst. Manchmal denke ich, die betreffende Person hat es im Gegensatz zu uns Lebenden bereits geschafft. Der Tod und die Melancholie hat in keiner Stadt der Welt so eine Bedeutung wie in Wien. Mag sein, dass der unterschiedliche Umgang der Wiener Künstler damit zu tun hat. Die Palette reicht von tiefen Mitgefühl bis hin zur makaberen Intonation ... ich denke grad an Helmut Qualtinger und seine Moritatenlieder. Die Idee mit dem Espresso finde ich bedenkenswert - schade, dass ich so selten in Wien bin.

Gruß vom Hans

kaktusfeige

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7

Samstag, 20. November 2010, 15:25

hi ralfelinchen,

offenbar liegt dir ja daran , andere leute bei jeder sich bietenden gelegenheit vor den kopf zu stoßen -
auf der suche nach gnade, wie du selber sagst. kann sein, dass du sie irgendwann einmal finden wirst.

im allgemeinen spielt das leben aber nicht so. meistens stößt das leben ( oder der von dir gestoßene ) einfach zurück.
wer austeilt, muss halt auch einstecken. C'est la vie! das ist des preis , den man zu zahlen hat.

im falle beates hat ebenso ein "vor den kopf stoßer" bei ihr eine schwere krebserkrankung ausgelöst, die sie letzlich nicht überlebt hat.

und hier treffen sich unsere standpunkte zur deckungsgleiche: auch ich hätte mir mehr respekt für die lebende gewünscht.
wenn dem aber nicht so war, dann kann es sein, dass das bedürfnis entsteht, wenigstens posthum für den ausgleich zu sorgen.

für dich mag eine andere sache viel wichtiger sein: der, der beate vor den kopf stieß, hat in ihren augen gnade gefunden.
allerdings muste sie es mit dem leben bezahlen.
ein hoher preis für die liebe - findest du nicht auch?

ich würde mich nicht zu tode stoßen lassen - von niemandem.
ich würde zurückstoßen, solange, bis der stoßer endlich mal darüber nachdenkt, warum er eigentlich so ein gottverdammtes bedürfnis nach schubsen und stoßen hat.

freisinnige grüße,
die kaktusfeige

8

Samstag, 20. November 2010, 19:23

immer wieder stelle ich die frage nach dem respekt vor den toten in frage. was wollen wir lebenden denn damit ausdrücken? wäre es nicht besser gewesen ihnen genügend respekt zu lebzeiten zu zollen? und ich schliesse mich da dem seligen HELMUT QU an.




mir geht es auch nicht um den respekt vor den toten, ralfelinchen.

sondern um den respekt vor den lebenden (=hinterbliebenen), die ihrer trauer um die toten oder ihrem schmerz über den verlust ausdruck verleihen wollen und müssen. und das auf ihre ureigenste art. egal, ob das nun eine ehrung ist, eine gerade-rückung eines schicksals oder einfach nur ein "das hätt er sicher auch urgeil gefunden"...

ich halte überhaupt nichts von unserer hiesigen "sterbekultur". seit ich meine mutter beerdingen musste vor einigen jahren, weiß ich, welch hilfloses kasperltheater dich da erwartet. da war zum teil wirklich am besten, einfach nur noch lauthals zu lachen - bevor du ausflippst angesichts all der feigen verlogenen hilflosigkeit die sich hinter irgenwelchen zusammengebastelten ritualen und floskeln zu tarnen versucht.

mir wäre gezeigte scheiß-angst, trauer bis hin zum zorn zehnmal lieber - wenn demjenigen danach ist. das "ehrliche" eben. und das sieht für jeden anders aus. da würde ich niemals dreinreden. und möchte auch nicht, dass mir jemand dreinredet. das meinte ich.


zum thema "gnade suchen" hat kaktusfeige ja schon alles gesagt.

ich frag mich eher, wer denn überhaupt in der position wäre, zu begnadigen.... ?(



lieber gruß,

keinsilbig

9

Sonntag, 21. November 2010, 09:28

na lsst mich mal so sagen: ohne es zu wissen, teile ich euch mit, dass ihr keine ahnung habt, wie es iss, wenn der tod an eure oder die schwelle eines geliebten menschen tritt (bildlich) also schiebt keien grosse klappe. ich habe es mehrmals erlebt und durchgemacht. und damit ist dieses völlig überzogene jammerthema für mich abgeschlossen.

gute nacht




dacht ich´s mir doch, dass der wind von da herweht, ralfelinchen.

du bist der einzige, der schon geliebte menschen leiden und sterben sah. und natürlich der einzige, der schon dem tod ins angesicht geblickt hat. alleinberechtigt für das leid der welt im gültigen maßstab, wo man mitreden kann. schon klar.

wie ich es sehe, ist das thema für einen hier definitiv nicht abgeschlossen.
aber das trag auch bitte nicht hier im forum aus, indem du es auf andere ablädst.

ich würde eine kleine pause empfehlen. was meinst du?


gruß,

keinsilbig

kaktusfeige

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10

Sonntag, 21. November 2010, 10:38

zitat ralfelinchen:
"na lsst mich mal so sagen: ohne es zu wissen, teile ich euch mit, dass ihr keine ahnung habt, wie es iss, wenn der tod an eure oder die schwelle eines geliebten menschen tritt (bildlich) also schiebt keien grosse klappe. ich habe es mehrmals erlebt und durchgemacht. und damit ist dieses völlig überzogene jammerthema für mich abgeschlossen."


lass mich es dir mal so sagen: auch an meine schwelle - und an die schwelle von mir geschätzter, geliebter menschen hat bereits der tod angeklopft - mehrmals! manchmal ist er vorübegegangen, manchmal hat er einen mitgenommen. auch ich muss gerade mal wieder lernen, ihm ins gesicht zu sehen.
wenn ich also ein stück trauer um einen menschen mittrage, so ist das kein gejammere, sondern wertschätzung.
wertschätzung für das menschsein, für das menschliche leben, ringen und sterben , die du in deinem gegenwärtigen staduium der entwicklung offenbar noch nicht wirklich begreifen kannst oder willst!
also halt besser selber die klappe , anstatt ständig deinen präpotenten stinkefinger zu erheben!

guten tag!
die kaktusfeige

11

Sonntag, 21. November 2010, 11:58

.... finde ich eine autobio-leidenssache nicht gut in einem lyrisch-prosaischen bereich, weil jede kritik oder ein etwas seichterer kommentar dabei ein wenig oder sehr problematisch werden kann. so jezz bin ich wirklich draussen aus diesem thread.



dann wäre dieser standpunkt ja wohl geklärt.

ich finde gut, wenn solche dinge zur sprache kommen. noch lieber wäre mir, wenn es sachlicher und mit rücksichtnahme geschähe.


gruß,

keinsilbig

kaktusfeige

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12

Sonntag, 21. November 2010, 15:18

hi ralfelchen,

mir tut das persönlich sehr leid, dass du und deine frau so viel kummer hinnehmen musstet . ich kann mir vorstellen, was das für eine achterbahnschaukel an gefühlen ist, weil ich selbst erst vor einem jahr jemanden mir nahestenhenden durch so einen prozess begleitet habe- dass ihr euch entschlossen habt, ihn ohne wehklagen hinzunehmen ,ist tapfer. das ist richtig - manchmal ist jammern und wehklagen aber mindestens genau so sinnvoll.

dennoch kannst du nicht einfach voraussetzen , dass andere menschen am gleichen punkt ihres lebens zu derselben entscheidung gelangen wie du. du kannst es auch nicht von ihnen verlangen. das würde nämnlich bedeuten, dass du sie im grunde deines herzens um die fähigkeit, wehklagen zu können, wehklagen zu dürfen , beneidest....

warum jammerst du nicht auch mal? ich kann sowas durchaus verstehen. schmerz tut weh - warum nicht auch einmal herauslassen, kurzfristig davon loskommen und neue kraft tanken fürs tapfersein?

abgesehen davon habe ich in meinem gedicht gar nicht "gejammert" - das war bloß deine interpretation deinerseits . was ich hiermit richtigstellen möchte.

dass du mir beleidungen unterstellen willst , ist ein anderes kapitel. der titel "präpotent" entstand aus der beobachtung deines kommentars, in dem du sagtest, du wüsstest, was wirkliches leid ist, andere aber nicht-. ( was wisst denn ihr.....? na nichts wissen wir, woher denn auch? aber was weißt du vom elend der anderen? auch nichts!) diese äußerung wirkt auf mich präpotent - und präpotenz mag ich nicht, wurscht aus welcher ecke sie kommt!

der "stinkefinger" ist mein resümee" über die von dir oft - und aus meiner sicht - völlig überzogene verwendung von fäkalsprache. ( auch in anderen threads). so, als dürfte aus deiner sicht der welt nichts schön , nichts sauber bleiben. vielleicht ist es ja für dich so ( schade) - aber warunm wilst du es dann den anderen , für die es(noch) anders ist vermiesen ( aus verbitterung, aus neid?) .

ich weiß zwar nicht , ob es so von dir gemeint ist, aber so wirkt es nach außen. du willst doch rückmeldung darüber haben , wie du als künstler nach außen wirkst? ehlrlche rückmeldung, weil dir schleimer ein greuel sind?

"draußen" musst du gar nirgends sein - mein gefühl sagt mir, dass du vielleicht eher eine tiefe sehnsucht danach hast" drin" zu sein" - aber irgendetwas in dir verunmöglicht dir das. und dann erfolgt eine ( immer wiederkehrende, teils bewusste, teils unbewusste) selbstinszienierung.

mit dem sattsam bekannten ergebnis. lust auf veränderung? ich schon!

liebe grüße

die katusfeige





und noch was : ein seichter kommentar, wenn es um ein tiefes thema geht, wirkt immer unangemessen.

dementsprechend ist dann auch die reaktino.

liebe grüße,

die kaktusfeige

kaktusfeige

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13

Sonntag, 21. November 2010, 23:29

verstehe auch ralfelinchen,

aber eine sterbeanzeige habe ich ja wohl doch nicht geschrieben.

ich sehe die sache auch noch in einem ganz anderen zusammenhang: unserer worte sind der ausdruck unserer gedanken - und gedanken sind energie.
was sollte daran schlecht sein, einem menschen , den mann schätzt, energie zu schicken. es ist meine überzeugung, dass soclhe botschaften ankommen - wo auch immer. und was noch daran meine absicht war, lasse ich mal bei mir, denn das führt wirklich zu weit.

außderdem finde ich: wieviel ich von meinem privat leben zum schreiben nutze und wieviel nicht, könntest du schon mir überlassen (freiheit der kunst?) - es gibt schließlich autoren , die schreiben ganze autobiographien ( die klassiker werden , kommt mir vor , sogar bis zur unterhose durchleuchtet)

was du sagen kannst ist: das gefällt ir nicht, das geht mir zu nahe, das ist mir unangenehm, usw...

mir sind manche deiner kommentar, wenn sie hingerotzt sind, auch unangenehm - es stößt mich von dir ab, und das finde ich extrem schade, weil ich meine, dass du einiges zu sagen hast. da geht doch was verloren - und wozu sollte das gut sein?

im gegensatz zu dir möchte ich nämlich zu den "gewinnern" gehören, womit ich aber nicht sagen will, das mir materielles besonders viel bedeutet oder irgendein fadenscheiniges getue oder irgendeine art von macht und einflussnahme durch ausüben von spielchen.
ich hab manchmal bei dir das gefühl, das passagen deiner kommentare spielchen sind - und das finde ich schon wieder schade,
denn

1.) verhindern sie dich und 2.) verhindern sie ein echtes gespräch - und das ist es, was meiner meinung nach in einem forum zustande kommen sollte.

ich weiß schon: virtuell haben wirs schwer- weil etwa 90 prozent (kein witz!) dessen fehlt, was wirkliche kommunikation ausmacht.

und daher passiert, was passieren kann: shit happens! aber manchmal beschwört man es geradezu herauf durch ungeschicklichkeit.

und ich frage mich dann immer: wozu soll das gut sein?

ich bin davon überzeugt: auch das sogenannte "schlechte" kann zu was gut sein - wenn man das richtige damit macht.

erklär mir also bitte ( wenn du es kannst): wozu sollte diese bemerkung gut sein:


suuuper - wenn das der liebe goddd liest, heult er ne riesenträne!


wenn du darin ein gutes anliegen hattest, dann möchte ich es verstehen können(denn so, wie es dasteht verstehe ich es nicht)

wenn du kein gutes anliegen darin hattest, möchte ich, das du so etwas in hinkunft unterlässt - so wie einen falschen strich bei eine schönen zeichnung.

ich denke, du als maler ( und du kannst sehr ausdrucksstark malen) fühlst dich deiner kunst am meisten verpflichtet.

ich fühle mich - als mensch- einer ganz anderen kunst verpflichtet: der kunst des respepktvollen umgangs miteinander.

bei diesem wort kannst du mich nehmen.

können wir uns auf die liebe zur kunst einigen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaktusfeige« (21. November 2010, 23:39)


kaktusfeige

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14

Montag, 22. November 2010, 17:41

Zitat

mit hingabe, gutes wesen.

^^ du kannst ja richtig charmant sein!

aber im ernst. dass gedanken irgendeine art von energie sein müssen, ist mittlerweile leicht feststellbar: Im EEG als stromfluss.
vermittels diesem können bereits von manchen menschen mechanische prothesen "gesteuert" werden. bis vor kurzem gab es in österreich einen jungen mann, der so eine arm-schuterprothese trug (leider ist er inzwischen tödlcih verunfallt).

man kann auch über einen anderen weg zu diesem schluss gekommen sein: rupert sheldrake (ein englische wisenschafter,) der sich studien über tier und mensch, und da vor allem mit deren "sechsten" sinn beschäftigt.
er spricht in diesem zusammenhang von sogenannten "morphogenetischen kraftfeldern" in denen wir uns alle bewegen - man sieht sie nicht, aber sie scheinen wirksam zu sein. warum auch nicht? radioaktivtät sieht man schließlich auch nicht - aber sie wirkt.

die erste radiosendung hielt man früher für zauberei. wellen , die was weiterleiten - bah! wer wollte das früher glauben?

heute wissen wir, dass wir nur einen geringen teil unseres hirnpotentials wirklich nützen und dass manche buddhistischen mönche kraft ihre konzentration erstaunliche dinge vollbringen können. zauberei? nein - nur dinge, die wir noch nicht verstehen können.

was wissen wir schon wirklich von den geheimnissen des unversums? die sinnlosigkeit der gottesdienge siehtst du - und ich sehe an der gleichen stelle was anderes.

aber wie sagte mal jemand kluger: mit der wahrheit ist es so wie mit einem elefanten in einem dunklen zimmer:

jeder bekommt einen anderen teil von ihr in die hand - und daher beschreibt sie jeder anders.....

und damit wollen wir uns nun endgültig wieder der kunst zuwenden,

mit hingabe, weiser mann.

Hans Beislschmidt

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15

Montag, 22. November 2010, 18:39

die verschiedenen statements habe ich mit großem Interesse gelesen ... das wird ja noch ein Philosophen Faden :) Gruß vom Hans

kaktusfeige

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16

Dienstag, 23. November 2010, 08:42

ich bin der felsenfesten übezeugung: jeder von uns ist ein wunderwesen!

ich bin eins - du bist eins.....

abgesehen davon ist auch jeder von uns ein evolutionssieger. wenn du dir mal kurz überlegst, wie viele milliarden spermien die eine spermie, die dich gemacht hat, austricksen musste,um zum ziel zu gelangen, dann weißt du, dass du ein gewinner bist - und zwar von anfang an! :D

diesem sinne:

the winner takes it all! ^^

kaktusfeige

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17

Dienstag, 23. November 2010, 18:25

das ist allerdings ein ultra-utopischer wunsch!

denn die tiere betrachten einander sicher nicht als "wunder" ( da fehlt ihnen doch wohl das nötige maß an bewussteheit?), sondern als appetithäppchen und /oder fortpflanzungspartner. mehr nüscht.

das "wunder" ist eine erfindung des menschen. er allein kann staunen und sich wundern. ( manche tiere zeigen allerdings ansätze).wenn wir also zu sehr dem tier in uns unterliegen, werden wir einzig fressen, ficken - und ums fressen und ficken kämpfen , sonst nichts.

um für kunst raum zu haben , muss man wegkommen von bloß diesem. tatsächlich haben forscher ja bereits entdeckt, dass sich auch schon frühe menschen mehr oder weniger mit künstlerischem beschäftigt haben, je nachdem, wie ihre überlebensbedingungen gerade waren:

harte zeiten - wenig kunst ( alle energie für den nahrungsgewinnen nötig) mildere zeiten : hochblüten der kunst. und manche "blüten" ( zb.die pyramiden) sind auf dem rücken unzähliger, namenloser individuen enstanden.....

was sich auch gezeigt hat im laufe der geschichte, ist, wie rasch der mensch zurücksinken kann auf seine niederen instinkte, wenns einmal hart auf hart geht. da wird das mensch bleiben verdammt schwer - und manche werden zu untieren..... krieg deformiert die menschen. umso erstaunlicher, dass manche dem krieg auch noch im frieden nachlaufen wollen.... ?(

gerade darum wärs ja so wichtig , wenn die politik imstande wäre, menschenwürdige bedingungen zu schaffen für möglichst alle -was in zeiten wirtschaftlicher engpässe aber auch nicht so einfach ist für die, die es leisten sollten.

ein bisschen verwöhnt haben uns die guten jahre ja schon, wo sich jeder nur auf vater staat verlassen wollte - und wengier auf die eigene klugheit. und andererseits lässt der neoliberalismus die menschen genauso im stich. er nützt nichts. da muss eine neue balance gefunden werden zwischen nicht zu viel staat - und nicht zu wenig staat.

wie das gehen soll, wissen wir noch nicht. der marxismus hats nicht zuwege gebracht und der kaptialismus, wie man derzeit beobachten kann, dürfte auch in eine sackgasse geraten sein. das ist eine herausforderung für uns alle. daher sind unbedachte worte jetzt alles andere als nützlich.

es gibt ja vielleicht doch so was wie einen "gott" in uns - aber er kann nur in unserer klugheit wohnen - nicht im fanatismus.

und was die evolution anlangt, so kann ich sagen: sie hat sich schon immer ihren weg durch die irrtümer gesucht!

ist auch kein problem für sie - die evolution hat ja ewig zeit.....

liebe grüße,

(tolle gespräche kann man mit dir führen!)

die kaktusfeige

norbert

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18

Dienstag, 23. November 2010, 19:53

...je älter ich werde, auf desto weniger wesentliche ansätze reduziert sich mein denken.
allein die tatsache, dass wir als nackthäuter in einer viel zu feindlichen natur leben müssen, hat die sog. "arbeit" erzwungen - und damit die sklaverei.
ein griechischer sklave erreichte ein durchschnittliches lebensalter von 17 jahren!!!
durch die spezielle, hochentwickelbare fähigkeit, m.h. der "engel" (die sind, philosophisch gesprochen nichts anderes als die "hilfreichen gedanken") die zivilisationstechniken zu entwickeln, haben wir die zahl der sklaven verkleinern und ihre lebensumstände verbessern können: die anzahl der "letzten, die von den hunden gebissen werden" wird kleiner - leider wird die zahl mediokrer dummschwätzer, die uns per geistes"wissenschaften" u.ä, mit eristischer dialektik das hirn vollscheißen, größer...
was "beate" angeht, kann ich mich nicht äußern, da ich ihr schicksal nicht genauer kenne - frage mich jedoch, warum sie sich nicht frühzeitig von dem getrennt hat, der sie so gequält hat...
lieber gruß
norbert

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19

Dienstag, 23. November 2010, 22:04

ihr lieben - seht ihr das nicht ein wenig zu technisch?

auch wenn man sich von jemandem trennt, kann der schaden, den dieser verlust bewirkt ja noch immer weiter wirken.

oder könnt ihr beiden etwa eure emotionen einfach so abdrehen wie den suppentopf am herd?

tztz - ich kann mich nur wundern.

sicher gehts beate jetzt "besser". das heißt aber für mich noch lange nicht, dass man ihr posthum das mitgefühl in abrede stellen muss!

womit wir wieder beim anfang wären, ich denke, nun lassen wirs aber wirklich....

männer sind halt anders - und frauen auch.

liebe grüße, die kaktusfeige

norbert

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20

Dienstag, 23. November 2010, 22:37

nee, kf,

männer sind halt anders - und frauen auch.

damit würgst du eine dringend notwendige fortführung des gesprächs ab. das führt zum rückzug aus dem dialog, der dringend notwendig ist...
wir haben tatsächlich relativ sehr gute jahre hibter uns, in denen wir uns gemächlich an sophistischen weltbildern vollgesoffen haben.
die rolle der männer (ich meine jetzt nicht die kleine teilmenge der macht- und wohlhabenden)ist heute ziemlich jämmerlich: ihre kleinen, aber selbstständigen domänen - der hof, die werkstatt, das geschäft etc. - sind wegtechni- bzw. -globalisiert. ihre körperkraft, die in der vorindustriellen zeit wichig und anerkannt war, wird nicht mehr gebraucht...was kann man von einem desperado erwarten?

lieber gruß
fragbert

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