Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: die Kunstfechter . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

  • »Kirvenhannes« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 41

Wohnort: Saarlouis

Beruf: erlernter Beruf: Steuerfachgehílfin, Marketingagent, Schriftstellerin

  • Nachricht senden

1

Montag, 28. Dezember 2009, 13:07

Rindfleischsuppe mit Sonnenbrille

An einem sehr heißen Samstag beschloss meine Mutter, dass wir heute das Mittagessen im Garten einnehmen sollten.Warum gerade an diesem Tag und nicht an einem anderen, weiß ich auch nicht.Es war, wie gesagt, sehr heiß, und eigentlich wäre es im kühlen Haus viel angenehmer gewesen.Nun gut, Mama’s Wille war Gesetz. Es muss in den Ferien gewesen sein, denn mein Schwager war auch dabei, denn früher zu unserer Zeit ging man auch samstags in die Schule, und er war Lehrer.Wir hatten einen recht schönen Garten, auch nicht zu klein, und es waren viele Plätze vorhanden, an denen man den Esstisch hätte aufstellen können, zum Beispiel eine schöne, vor allem ebene, Rasenfläche mit dahinter liegendem Blumenbeet und auch einem schattenspendenden Birkenbaum, aber Mama entschied sich für den betonierten Hof mit der Wäscheleine und , ganz wichtig, dieser Hof war abschüssig, also einfacher gesagt, es ging bergab!Mein Vater und mein Schwager schleppten also den Esstisch und die Stühle in den Hof, wir waren immerhin sechs Personen, meine Schwestern und ich deckten den Tisch. Viel Geschirr brauchten wir nicht, es gab, wie oft samstags, Rindfleischsuppe. Und diese Suppe machte ganz schöne Probleme.Da der Tisch ja nun nicht gerade stand, sondern bergab, konnte Mama in jeden Teller nur knapp eine Kelle Suppe einfüllen, was bedeutete, dass nach ein paar Löffeln der Teller schon wieder leer war. Also war sie beständig damit beschäftigt, die Teller zu füllen. Papa und meinem Schwager, die in Unterhemden am Tisch saßen, stand der Schweiß auf der Stirn. Ich hatte einen sehr ungünstigen Platz, ich schaute geradewegs in die im Zenit stehende Sonne.Schnüffelnd und blinzelnd, eine Hand vor den Augen, schlürfte ich die Suppe.Womit ich mir auch prompt eine Rüge einhandelte. „Patrizia, setz dich ordentlich hin und nimm die Hand vom Kopf weg!“ herrschte mich meine Mutter an. Mittlerweile fand sie ihre Idee wohl auch nicht mehr so berauschend, konnte es natürlich nicht zugeben, ohne ihr Gesicht zu verlieren. „Die Sonne blendet so, ich kann gar nicht richtig schauen!“ protestierte ich empört. „Nimm dir doch eine Sonnebrille“, schlug meine Schwester Louise vor.Ich also ins Haus und suchte eine Sonnebrille. Meine fand ich logischerweise nicht, also borgte ich mir die von meiner anderen Schwerster Angelika. Diese war aber viel zu groß für mich und rutschte mir ständig runter. Also musste ich sie alle drei Sekunden wieder hochschieben. Dieses ständige Gefummel machte meine Mutter noch nervöser, da sie ja auch kaum zum Essen kam, weil sie laufend die Teller füllen musste.„Hör doch mal mit dem Gefingere auf!“ befahl sie mir. Na gut, dann musste die Brille eben rutschen. Und es dauerte auch gar nicht lange.Mit einem großen Platsch landete die Brille schließlich in meiner Suppe und platsch! hatte ich eine Ohrfeige weg.So eine Ungerechtigkeit!Wir haben nie wieder im Garten gegessen.

2

Montag, 28. Dezember 2009, 13:16

:thumbup: eine begebenheit, wie sie nur das leben so schön und unbarmherzig schreiben kann...


gern gelesen und geschmunzelt. ^^


keinsilbig

Hans Beislschmidt

Administrator

Beiträge: 1 148

Wohnort: Saarbrücken

Beruf: selbstständig

  • Nachricht senden

3

Montag, 28. Dezember 2009, 21:34



Hey Kirvenhannes

eine schöne Sommergeschichte mit einer lustigen Pointe …

Aber! Ich habe hier ein Rechtschreibprogramm installiert und ich sah nur rot unterstrichene Textzeilen. Die Wortdoppelungen wie „denn“ oder „also“ habe ich versucht größtenteils zu ersetzen. Ich habe ebenso probiert endlose Sätze zu unterteilen, das heißt, ich habe öfters einen Punkt gesetzt. Die wörtliche Rede liest sich besser, wenn du einen kleinen Absatz machst. Unten hab ich ein paar Sätze angeführt, die ich noch mal überarbeiten würde. Vielleicht fällt dir ein besseres Adjektiv oder eine griffigere Formulierung ein. So wirkt es halt recht „umgangssprachlich“ …

Lächel, gern gelesen – Gruß vom Hans

Rindfleischsuppe mit Sonnenbrille

An einem sehr heißen Samstag beschloss meine Mutter, dass wir das Mittagessen im Garten einnehmen sollten. Warum gerade an diesem Tag und nicht an einem anderen, weiß ich auch nicht mehr. Es war sehr heiß und eigentlich wäre es im kühlen Haus viel angenehmer gewesen.

Mamas Wille jedoch war Gesetz. Es muss in den Ferien gewesen sein, denn mein Schwager war auch dabei. Früher, zu unserer Zeit ging man auch samstags in die Schule und er war Lehrer. Wir hatten einen recht schönen Garten, nicht zu klein und es gab viele Plätze, an denen man den Esstisch hätte aufstellen können. Zum Beispiel eine schöne ebene Rasenfläche mit dahinter liegendem Blumenbeet und einen schattenspendenden Birkenbaum. Mama aber entschied sich für den betonierten Hof mit der Wäscheleine. Dieser Hof aber war und das ist sehr wichtig - abschüssig. Es ging, einfach gesagt bergab.

Mein Vater und mein Schwager schleppten den Esstisch und die Stühle in den Hof. Wir waren immerhin sechs Personen. Meine Schwestern und ich deckten den Tisch. Viel Geschirr brauchten wir nicht, denn es gab, wie so oft samstags Rindfleischsuppe. Und diese Suppe machte ganz schöne Probleme. Da der Tisch nicht gerade stand, sondern bergab konnte Mama in jeden Teller nur knapp eine Kelle Suppe einfüllen. Das bedeutete, dass nach ein paar Löffeln der Teller schon wieder leer war. Sie war also beständig damit beschäftigt die Teller zu füllen. Papa und meinem Schwager, die in Unterhemden am Tisch saßen stand der Schweiß auf der Stirn. Ich hatte einen sehr ungünstigen Platz, denn ich schaute geradewegs in die im Zenit stehende Sonne. Schnüffelnd und blinzelnd - eine Hand vor den Augen, schlürfte ich die Suppe. Ich handelte mir auch prompt eine Rüge ein.

„Patrizia, setz dich ordentlich hin und nimm die Hand vom Kopf weg!“ herrschte mich meine Mutter an. Mittlerweile fand sie ihre Idee wohl auch nicht mehr so berauschend, konnte es natürlich nicht zugeben, ohne ihr Gesicht zu verlieren.

„Die Sonne blendet so, ich kann gar nicht richtig schauen!“ protestierte ich empört.

„Nimm dir doch eine Sonnebrille“, schlug meine Schwester Louise vor. Ich also ins Haus und suchte eine Sonnebrille. Meine fand ich logischerweise nicht, also borgte ich mir die von meiner anderen Schwerster Angelika. Diese war aber viel zu groß für mich und rutschte mir ständig runter. Also musste ich sie alle drei Sekunden wieder hochschieben. Dieses ständige Gefummel machte meine Mutter noch nervöser, da sie ja auch kaum zum Essen kam, weil sie laufend die Teller füllen musste.

„Hör doch mal mit dem Gefingere auf!“ befahl sie mir. Na gut, dann musste die Brille eben rutschen. Und es dauerte auch gar nicht lange.

Mit einem großen Platsch landete die Brille schließlich in meiner Suppe und platsch! hatte ich eine Ohrfeige weg.

So eine Ungerechtigkeit! Wir haben nie wieder im Garten gegessen.





ganz schöne Probleme.

schaute geradewegs in die im Zenit stehende Sonne

mehr so berauschend

Ich also ins Haus und suchte eine Sonnebrille.

Meine fand ich logischerweise nicht

Also musste ich sie alle drei Sekunden wieder hochschieben

Und es dauerte auch gar nicht lange.Mit einem großen

Mit einem großen Platsch landete die Brille schließlich in meiner Suppe und platsch! hatte ich eine Ohrfeige weg