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Freitag, 9. Juli 2010, 11:58

Bouillabaisse

Wenn aalglatte Worte, gereimt, metrisch edel,
im Strom mich schnell mitziehn und reißen dahin,
dann bleibt gar nichts hängen vom Inhalt im Schädel,
schießt tempogeladen vorbei auch der Sinn,

schwappt über mein Denken vor lauter Gewiege
und Wogen der Wellen in zu gleichem Takt.
Kein Wunder, wenn so ich dem Rythmus erliege -
der schwemmt das Gerüst jeden Inhaltes nackt.

Zu deutlich erkennbar sind mir oft die Gräten,
die stützen das Fleisch, solln verleihen ihm Halt.
Unmöglich zu sehn, welchen Fisch wir erspähten -
zu rasch riss der Fluss ihm hinfort den Gehalt.

Es bleiben Karkassen, am Haken verfangen.
Die Muster der Haut, Form, Duft, Schuppen, sind fort.
Nie kann ich den Blick auf die Art so erlangen.
Zu stark wirken Strömung und Erosion "Wort".

Zu sehr ähnelt derart ein Wortfang dem andern,
zu gleich, zu beliebig, zu sehr nur noch "Fisch".
's soll Vielfalt mir Auge und Zunge bewandern,
Bouillabaisse anstatt Wasser mit Wort auf den Tisch!




.keinsilbig ´ 10

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