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Chavali

Super Moderator

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1

Mittwoch, 23. Juni 2010, 10:55

Im Bodetal

Zwischen Kieseln rinnt das Wasser
durch die Steine fort und fort,
rinnt und plätschert unter Stegen.
Bodetal heißt dieser Ort.

Dunkle Tannenzweige neigen
sich zum nahen Ufer nieder,
Sonnenstrahlen winken zaghaft
durch die Baumeslücken wieder.

Felsgestein ragt auf daneben,
eng die Schlucht der Hexenmacht.
Hier im Tale unten rauscht es.
Wandrer stiefeln durch die Nacht.

Kalt das Mondlicht, hell die Sterne,
klar der Himmel überm Tal.
Dieser Ort ist einzigartig,
gibts auf der Welt nicht noch einmal.

Mythen, Sagen und Geschichten
gibts zuhauf in dieser Gegend.
Der Orte Namen sind uns kundig:
Sorge gibt es und auch Elend.


Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Joame Plebis

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2

Mittwoch, 23. Juni 2010, 11:43

Schönen Tag, Chavali!

Ein idyllisches Gedicht, das prinzipiell auch rhythmisch gefallen kann. Eine kleine Hymne auf Bodetal, das ich leider nicht kenne.
Was mir als erstes ins Auge sprang, waren in den letzten fünf Zeilen gleich dreimal 'gibts'. Mit kleiner Umstellung lassen sich die Taktunregelmäßigkeiten, siehe unten, leicht abändern; das ist Chefsache und Chef bist Du.

Zwischen Kieseln rinnt das Wasser
durch die Steine fort und fort,
rinnt und plätschert unter Stegen.
Bodetal heißt dieser Ort.
XxXxXxXx
XxXxXxX
XxXxXxXx
XxXxXxX

Dunkle Tannenzweige neigen
sich zum nahen Ufer nieder,
Sonnenstrahlen winken zaghaft
durch die Baumeslücken wieder.
XxXxXxXx
XxXxXxXx
XxXxXxXx
XxXxXxXx

Felsgestein ragt auf daneben,
eng die Schlucht der Hexenmacht.
Hier im Tale unten rauscht es.
Wandrer stiefeln durch die Nacht.
XxXxXxXx
XxXxXxX
XxXxXxXx
XxXxXxX

Kalt das Mondlicht, hell die Sterne,
klar der Himmel überm Tal.
Dieser Ort ist einzigartig,
gibts auf der Welt nicht noch einmal.
XxXxXxXx
XxXxXxX
XxXxXxXx
xXxXxXxX

Mythen, Sagen und Geschichten
gibts zuhauf in dieser Gegend.
Der Orte Namen sind uns kundig:
Sorge gibt es und auch Elend.
XxXxXxXx
XxXxXxXx
xXxXxXxXx
XxXxXxXx

Freundlichen Gruß!
Joame

Chavali

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3

Mittwoch, 20. April 2011, 20:05

Lieber Joame,
verzeih, dass ich mich jetzt erst bedanke für deinen Kommentar plus das Durchixen.
Du hast recht, was die dreimalige Verwendung von gibts betrifft:
Das gefällt mir heute auch nicht mehr und und ich werde mich bemühen, den Text ein wenig umzustellen.


Also nochmals herzlichen Dank und lieben Gruß,
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

4

Mittwoch, 20. April 2011, 21:00

servus, chavali,


wie innig klingt und webt er eine melodie, dein lobgesang auf einen sicherlich ganz wunderschönen flecken erde! das schwingt in jeder zeile und strophe mit und gefällt mir sehr, weil doch ganz ohne kitsch und pathos!

das mehrfache "gibt's" hat joame ja schon angemerkt. das zweimalige "orte" ist mir noch aufgefallen...

auch die metrik in der vorletzten strophe, letzte zeile ist - im gegensatz zu dem perfekten, vorangegangenen - nicht ganz lupenrein. vorschläge dazu wären von mir:


Kalt das Mondlicht, hell die Sterne,
klar der Himmel überm Tal.
Dieser Platz ist einzigartig,
existiert nicht noch einmal.

Mythen, Sagen und Geschichten
sind gebor'n in dieser Gegend.
Orte werden durch sie kundig:
Sorge gibt es wie auch Elend.


vielleicht ist ja etwas dabei, das dir zusagt. auf jeden fall ein sehr gelungener text zu einem geliebten ort. gernst gelesen!


lieber gruß,

keinsilbig

kaktusfeige

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5

Donnerstag, 21. April 2011, 09:39

morgen chavali,

gleich , ob man an diesem ort schon war oder nicht : man spaziert gerne mit dir durch die landschaft, so bilderreich hast du sie in worten dargestellt!
mir ist, als würde ich sie kennen.....
zaubrisch, unheimllich, faszineriend und berührend, so entführen deine zeilen den leser in ein märchen -
ein märchen allerdings von dieser welt!

gerne gelesen,
die kaktusfeige

Chavali

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6

Samstag, 7. Mai 2011, 14:10

Servus keinsilbig :)
hab Dank für deine Rezension!
Ich merke, hier muss noch ein wenig was verändert werden. Deine Ideen dazu sind nicht schlecht,
werde ganz sicher davon Gebrauch machen.

Zitat

auf jeden fall ein sehr gelungener text zu einem geliebten ort. gernst gelesen!
Danke nochmal, freut mich!


Hallöchen kaktusfeige :)
auch dir meinen herzlichen Dank für deine Worte zu meinem Bodetal-Gedicht.
Freut mich sehr, dass es dir zusagt und du es auf diese Weise miterleben kannst.


Euch beiden herzliche Grüße,
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)