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  • »Bermudara« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 73

Wohnort: Spreeathen

Beruf: Blonde Tippse

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1

Donnerstag, 27. Mai 2010, 15:32

Freundschaftsdienst

Nach Südamerika wollen wir fliegen
sagtest du grinsend, ludst mich ein
- zum Cocktails schlürfen
- relaxen dürfen
glaube mir: gerne(, um dort rein
in Freundschaft mit dir nur am Strand zu liegen).

  • Dein Leben willst du mir erzählen
  • du denkst an mich, mein erstes Buch
  • und die Pointe, die ich such'
  • Du sagst, den Stil kann ich frei wählen

(wir seh'n uns auf nem Sofa wippend
mich glühend wild ins Laptop tippend)
wir zögen nicht nur eine Spur

es könnte unser Leiden lindern
uns immerhin am Grübeln hindern

schon frage ich: Wie konnt' ich nur

noch zweifeln, alles liefe rund
die Sonne wird zum Rampenlicht
- enttäuschen wirst du mich ja nicht

doch dann verrätst du mir den Grund:

du wünschst dir, dass ich bei dir bin
~ in diesen allerliebsten Stunden ~
ein Buch von mir, das mache Sinn
~ ich käme gut über die Runden ~
... erhoffst dir für mich Lob und Lohn
als Weg aus langer Depression

und kaufst nur Ein Ticket zurück
- es läuft allein auf meinen Namen
ich würde dich nie wiedersehen
du willst dort aus dem Leben gehen

Du suchtest nur ein wenig Glück
Projekte, Menschen, die nicht kamen.



(ein neuerlicher Versuch zu reimen .... Von den geschulten Reimern würde ich mir - wenn ich dürfte - das Aufzeigen der Fehler wünschen.)

Chavali

Super Moderator

Beiträge: 385

Wohnort: in der Heimat

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2

Donnerstag, 15. Juli 2010, 10:19

Hallo Bermudara,

Zitat

[...]- das Aufzeigen der Fehler wünschen.)


Reimfehler in dem Sinne kann es nicht geben.
Du hast deinem Gedicht diese Struktur gegeben und damit es es gut so, wie es ist.

Wenn du aber ein metrisch reines Gedicht schreiben willst, dann stimmt natürlich das Versmaß nicht.

z.B. vierhebiger Trochäus mit weiblicher (unbetonter) Silbe am Ende

XxXxXxXx

oder fünfhebiger Jambus

xXxXxXxXxX (männlich endend - betont)

Aber das ist meiner Meinung nach alles nicht so wichtig.
Heutzutage vermischen sich die Schreibstils.

In deinem Text hast du auch verschiedene Reimformen drin: Paarreim, Kreuzreim, umarmender Reim.
Z. B. Strophe 1:

fliegen - liegen = umarmender Reim
schlürfen - dürfen = Parrreim


Was Rechtschreib- und Interpunktionsfehler betrifft:
Auch bei der Zeichensetzung kann man machen, wie man will, man sollte allerdings in einem Gedicht
bei einem Stil bleiben.
Im vorletzten Abschnitt würde ich ein (bei Ticket) klein schreiben.


Das war mein Senf dazu - ehrlich: ich habs auch erst hier in den Foren glernt (wenigstens so ein bisschen ^^ )
Übrigens: dein Gedicht gefällt mir sehr gut - vor allem Inhalt und Aussage.


Liebe Grüße,
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

  • »Bermudara« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 73

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3

Freitag, 24. September 2010, 12:20

Liebe Chavali,
*menno* - ganz lieben Dank, dass Du Dich so ausführlich beschäftigt hast mit dem Gedicht und mir ein paar Dinge klar gemacht hast (wenn ich auch nicht glaube, dass das in meinem Fall reicht, um besser reimen zu können *lach*), aber zum Glück überkommen mich solche Gedanken nicht allzu oft.
Dass Dir der Inhalt gefällt - das freut mich. Ich fragte mich dabei nach Sinn und Grenz/überschreitung/en von Freundschaftsdiensten und ... so halt :)
Ja ... DANKESCHÖÖÖÖN :)
LG
Bermubürste :)