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Doro

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1

Samstag, 1. September 2018, 12:26

Freiheit (2)

Ein Zwischenraum,
nicht zu eng,
nicht zu groß
und nicht leer,
zwischen dir
und jedem
Gegenüber.

Es bewegen
sich darin
Respekt und
Empathie
wie flinke,
scheue Vögel.

Es wächst darin,
wenn du
sie hegst,
deines Lebens
Liebe.

2

Samstag, 1. September 2018, 20:20

Gut. Du verbindest Gedanken mit konkreten Bildern. Du hast verstanden, wie es geht.

Doro

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3

Sonntag, 2. September 2018, 10:57

Hallo Wolfgang,

herzlichen Dank für Deine positive Rückmeldung.
Bilder, oder generell Metaphern, tragen zur Wirkung eines Gedichts sicherlich viel bei. Manchmal denke ich, es müsste aber auch reine "Gedankengedichte" geben. Aber das wäre wohl eine Kategorie, die nicht vielen gefallen würde.
Dir noch einen schönen Sonntag, Doro.

4

Sonntag, 2. September 2018, 21:39

Dann empfehle ich Dir Schiller, er war Experte für Gedankenlyrik.

Doro

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5

Montag, 3. September 2018, 11:31

Danke für den Hinweis. An welches Gedicht hast du da speziell gedacht?

6

Montag, 3. September 2018, 14:08

Seine späte Lyrik. Eigentlich hat er immer nach abstrakten Ideen Ausschau gehalten, egal ob in seinen Dramen oder seinen Gedichten. Sicher kennst Du die Glocke oder das Lied an die Freude. Das sind typische Gedankengedichte. Die Machart ist aber immer gleich: Ideen mit konkreten Bildern verknüpfen.

Chavali

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7

Montag, 3. September 2018, 22:56

Hallo Doro,

das gefällt mir wirklich gut, vor allem wegen der Metaphern.

Was mir nicht so gefällt, ist die Form.
Warum ziehst du die Zeilen so stark auseinander? Die Lesepausen wirken störend.

Wäre es so nicht lesbarer?

Ein Zwischenraum,
nicht zu eng, nicht zu groß
und nicht leer,
zwischen dir und jedem
Gegenüber.

Es bewegen sich darin
Respekt und Empathie
wie flinke, scheue
Vögel.

Es wächst darin,
wenn du sie hegst,
deines Lebens
Liebe.



LG Ch
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Doro

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8

Dienstag, 4. September 2018, 11:10

Hallo Chavali,

herzlichen Dank für Deine Rückmeldung. Über "das gefällt mir wirklich gut" habe ich mich natürlich gefreut.
Nun zu deiner Kritik. So, wie du die Zeilen umbrichst, kann man es selbstverständlich auch machen. Zeilenumbrüche dienen aber nicht nur der Lesbarkeit. In der Lyrik sind sie konstitutiv für ein Gedicht, das keine feste Strophenform hat. Durch das Vereinzeln, z.B. der folgenden beschreibenden Zeilen

Zitat

nicht zu eng,
nicht zu groß
und nicht leer,
erhält jedes Attribut des Zwischenraums sein ganz eigenes Gewicht. Das war jedenfalls meine Absicht dabei.

Liebe Grüße, Doro.

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