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Doro

Fortgeschrittener

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1

Sonntag, 26. August 2018, 17:14

Nachtgedanken

Wie viele Schritte noch
ohne Hilfsmittel?
Wie lange noch
die relative Sicherheit
morgens aufzuwachen
und den Tag zu gestalten
autonom?

Wozu noch Wissen anhäufen
in einem Speicher,
dessen Schlüssel verloren geht.
Bis nur der Blick
auf die Kindheit noch bleibt,
der zu entkommen
des Lebens Anstrengung war.

2

Sonntag, 26. August 2018, 20:31

Warum statt: autonom - nicht: selbständig oder eigenständig? Du verwendest bildhafte Ausdrücke, daher könnte man das autonom ersetzen. Ansonsten gut be- und umschrieben.

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3

Donnerstag, 30. August 2018, 15:43

Hallo Doro,

diese Fragen kenne ich nur zu gut.
Diese Zweifel am Sinn des Ganzen können einen ganz massiv runter ziehen, wenn man es zulässt.
Es ist nicht außergewöhnlich, dass sich Menschen in unserem Alter solche Fragen stellen, aber wir tun gut daran, dies nicht allzu oft zu tun.
Denn ich denke nicht, dass es von Vorteil für uns ist, dass wir uns zu sehr in depressiven Gedanken verlieren.
Versuchen wir, das Beste aus dem Rest der Zeit herauszuholen.
Mit Neugierde, Interesse und Trotz.
Seien wir trotzig wie kleine Kinder und wehren wir uns mit Händen, Füßen und Gedanken.

Liebe Grüße
Rolf
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

Doro

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4

Freitag, 31. August 2018, 10:05

Hallo Wolfgang,

entschuldige meine späte Antwort, aber aktuell bin ich täglich mindestens 7 Stunden im Krankenhaus bei der Begleitung eines Sterbenden.
Warum "autonom"? Die Bedeutung des Wortes passt hier meiner Meinung nach, und es geht mir darüber hinaus um Klang (mehr klingende Vokale) und Rhythmus.

Hallo Rolf,

herzlichen dank für Deine Rückmeldung. Lyrisches Ich und Autorin vertreten hier nicht denselben Standpunkt. Ich selbst bin weit weg von depressiven Stimmungen wegen meines Alters.
Es geht mir hier um den Versuch die Haltung eines Menschen darzustellen, der gelegentlich (also nur in seinen "Nachtgedanken") den Mut hat, statt zu verdrängen hinzuschauen und sich Fragen zu stellen. Der eigenen Sterblichkeit kann man in zweierlei Hinsicht "gelassen" begegnen. In der philosophischen Haltung der Stoa, oder in der Spiritualität eines Auferstehungsglaubens. In beiden Fällen gehört es dazu das Leben, solange es währt, intensiv zu leben, und natürlich auch, es zu genießen.

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5

Freitag, 31. August 2018, 15:30

Hallo Doro,

dann bin ich ja froh und muss mir keine Gedanken machen.

Apropos Auferstehungsglauben: seit Tagen denke ich über folgenden Dialog nach:
Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Antwort: Ja. Dieses.

Liebe Grüße
Rolf
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Doro

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6

Samstag, 1. September 2018, 12:10

Hallo Rolf,
das kann man durchaus so sehen. Der andere Standpunkt ist nicht verstehbar, beweisbar, er ist quasi ein "Sprung" in ein Vertrauen hinein, und wird von vielen als reines Wunschdenken abgelehnt. Aber diese Diskussion sprengt und übersteigt bei weitem die Diskussion meines kleinen Gedichts.
Danke für die Anmerkung dazu.

Liebe Grüße, Doro.

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