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Mittwoch, 16. August 2017, 19:07

Gefährlich für die Seele – gut für den Körper

Auch im Mittelalter wurde Schach gespielt, doch galt es da als Glücksspiel, als Sünde. Geändert hat diesen Ruf erst Giovanni de Medici, der spätere Papst Leo X.

Giovanni de Medici war ein Günstling Papst Julians II. Als die Franzosen, in der Schlacht von Ravenna, gegen Julian Krieg führten, geriet Giovanni in ihre Hände. Und ausgerechnet seine Leidenschaft zum Schach, das damals einem Kirchenbann unterlag, half ihm bei der Flucht. Giovanni verlockte nämlich seine Wachen zum stundenlangen Spiel, bis sie müde und unachtsam wurden und er fliehen konnte.

Als er im darauf folgenden Jahr (1513) zum Papst Leo X. gewählt wurde, rief er seine Berater zu sich.

„Ich will“, sagte er, „den Kirchenbann aufheben, der auf dem Schachspiel lastet.“

„Das können Eure Heiligkeit nicht“, empörten sich alle. „Schach verdirbt die Seele!“

Leo nickte: „Aber es rettet den Körper und ohne den säße ich heute nicht im Vatikan.“