Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: die Kunstfechter . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Dienstag, 1. August 2017, 09:02

Die gesammelten Schach-Anekdoten von Gonzo von Heydebrand und der Lasso

(Neu herausgegeben von Wolfgang Luley.)

Schon Johann-Wolfgang von und zu Goethe definierte Anekdoten als „kurze Erzählungen ungewöhnlicher Vorfälle, die unerwartet, das heißt in Pointen, enden. Anekdoten stellen historische Persönlichkeiten dar und beleuchten deren Stärken oder Schwächen.“

Soweit Goethe und dessen Anekdoten-Definition, wie sie uns von dessen Sekretär Eckermaus überliefert ist.

Wahren Anekdoten-Freunden braucht Goethes Definition nicht vorgestellt zu werden, da sich die Sammlung aber an einen breiten Leserkreis richtet, muss der Herausgeber auf den unterschiedlichen Bildungsstand der Leser Rücksicht nehmen.

Der ursprüngliche Herausgeber der Anekdoten, der allseits bekannte, verehrte und geehrte Schachhistoriker Gonzo von Heydebrand und der Lasso verlor sein Manuskript in den Wirren des 2. Weltkrieges und fand es später nicht wieder. Der neue Herausgeber, also ich, hatte noch das Glück und die Ehre, Herrn Heydebrand und der Lasso persönlich zu treffen, ehe Herr Heydebrand und der Lasso auf den 64 Feldern der Ehre in die ewige Ruhe fiel.

Wie war ich zu der Auszeichnung gekommen, Herrn Heydebrand und der Lasso besuchen zu dürfen? Dieses Glück verdankte ich einflussreichen Schachfreunden, die auf meine bescheidne Person aufmerksam wurden, und zwar durch eine eigene Sammlung von Schach-Anekdoten. Eine Sammlung, die noch immer so bekannt ist, dass sie der bescheidene Schreiber dieser Zeilchen nicht extra vorstellen braucht. Sie kennt ohnehin jeder, obwohl sie bereits vor über fünfundvierzig Jahren erschienen ist – wie bescheiden angemerkt werden darf.

Bei diesem ersten und einzigen Gespräch kam Herr Heydebrand und der Lasso auf sein eigenes Manuskript zu sprechen, das im 2. Weltkrieg verloren gegangen war und eine Sammlung von Schach-Persönlichkeiten enthielt, die er, Heydebrand und der Lasso, gesammelt habe und für deren Echtheit er sich verbürge.

Auf Schleich- und Umwegen, die ganze Bände füllen würden, soll hier jetzt nicht eingegangen werden. Der bescheidene Herausgeber begnügt sich lediglich mit der Feststellung, das es ihm gelungen ist, das verloren geglaubte Manuskript von der Lassos zu entdecken und nun, der geneigten und zahlreichen Leserschaft aufs Wärmste darreichen zu können.

Nur am Rande sei erwähnt, dass am Gelingen dieses Vorhabens nie ein Zweifel bestand. Zumindest nicht auf der Seite Gonzo von Heydebrands und der Lasso, der mich für einen würdigen Nachfolger hielt. Und so trete ich in die Fußstapfen dieses einzigartigen, unerreichten und universell gebildeten Schach-Historikers.

An dieser Stelle einen großen Dank an die Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes der Russischen Föderation (FSB), die sich als wahrhafte Schach-Liebhaber erwiesen haben und gegen eine kleine Spende von mehreren Millionen Euro, bei der Suche behilflich gewesen sind. Denn wie sich bald herausgestellt hatte, war das von der Lassos Manuskript den Nazis in die Hände gefallen, ein großer Zufall brachte dann als Licht, das es im Archiv des ehemaligen KGB, jetzigen FSB, gelagert war. Ein Umstand, der klar zeigt, wie niederträchtig die Nazis gewesen sind, dass sie das Manuskript extra dort versteckten, nur damit es der KGB und Herr von der Lasso nicht finden konnten. Doch zum Glück wurde nun auch diese Schande aufgedeckt.

Damit kommen wir ans Ende des Vorworts. Dem neuen Herausgeber bleibt nun noch die Pflicht und die Ehre übrig, dem Publikum zu gegen, was des Publikums ist. Und zwar das unveröffentlichte Manuskript Gonzo von Heydebrandt und der Lassos. Möge es in der Schachwelt jene Beachtung und Bewunderung finden, die bereits jetzt die Bücher des neuen Herausgebers alle genießen. (Wie bescheiden angemerkt werden darf!)



Wird fortgesetzt!