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Chavali

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1

Dienstag, 13. April 2010, 22:38

Hab Dank

Hab Dank, dass du mir Brücken baust
und mit mir in die Sterne schaust,
die Sonnenstrahlen mit mir teilst
und ohne Klag am Strand verweilst.

Hab Dank für tausend Tage Freude
und auch für tausend Tage Spaß,
dass ich nicht meine Zeit vergeude
und halte jedes Lebensmaß.

Hab Dank für alle deine Treue,
für Grenzen, die du mir gesetzt,
für Liebe jeden Tag aufs Neue,
für Krallen, die du mal gewetzt.

Ich danke auch für dieses Haus,
wo Wände aus Vertrauen sind,
in dem nun endlich meine Reise
ein wundersames Ende findt.
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Joame Plebis

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2

Freitag, 16. April 2010, 01:44

Schönen Abend!

'Für Krallen, die du mal gewetzt.
Ein schönes Gedicht, in dem das 'mal' etwa salopp wirkt. Das mit den 'Krallen wetzen mag zwar stimmen, aber gefühlsmäßig paßt es für mich nicht ganz hinein (eher so etwas, wie : wenn du die Lippen mir benetzt . Ich hoffe Du verstehst, was ich meine. Über die letzte Strophe müßte ich ein andermal noch nachdenken.

Freundlichen Gruß!
Joame

Chavali

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3

Freitag, 16. April 2010, 19:55

Hab Dank, Joame

für deinen Kommentar.
Stimmt, mal wirkt salopp in Zeile 4 von Strophe 3.
Wie ersetze ich es? Ich denke darüber nach. Dein Vorschlag gefällt mir im Prinzip,
aber ich habe Bedenken, dass der Text dann zu kitschig wirkt (?).

Zitat von »Joame«

Über die letzte Strophe müßte ich ein andermal noch nachdenken

Ja, mach mal ^^

Also dann ebenfalls schönen Abend,
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Joame Plebis

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4

Samstag, 17. April 2010, 02:06

Schöne Nacht oder schönen Morgen!
Bereits zu enem anderen Gedicht von Dir, wo es um eine weitere Strophe ging, drückt mich etwas das Gewissen.
Nicht daß ich etwas zurücknehme, sondern der Zeitpunkt ist mir ungünstig, da ab morgen Vormittag die Pferde vor meiner Kutsche scharren.
Üblicherweise kann ich flott sein, nur heute ist es mir zu spät, wollte ich doch eine Spur früher an den Daunen schnuppern. Es war das Gedicht mit dem baldigen Wiedersehen, zu dem, so ist es bei mir, ich mich in die Situation hineinversetzen muß, die Stimmung brauche, dann drängen sich die Worte selbst auf. - Nur heute gelingt es nicht so schnell, vergessen ist es keinesfalls.

Ähnlich verhält es sich mit diesem 'Hab Dank', bei dem ich von Grund auf einiges zu erwähnen habe:
die Ausdrucksweise, die spontan und herzlich wirkt, mit seine nahezu volkstümlichen Ausdrucksweise, durch Worte wie 'Hab' und 'findt' .
Ebenso das Reimschema, das sich in der ersten Strophe leicht umstellen ließe von AABB auf ABAB wie in den anderen. Schwierigkeit die letzte Strophe, wo in der dritten Zeile vom System abgerückt wird, was auch verständlich ist (Reimwort auf Haus).
Statt dem 'mal' bei Krallen gewetzt wäre zwar leicht ein 'oft' zu geben, nur prinzipiell wirkt mir die Reimung auf gesetzt .... Krallen gewetzt, nicht schön (ist nur meine Ansicht).

Beim Dank für das Haus, scheint das Haus symbolisch zu stehen. Überhaupt die letzte Strophe würde mich nicht zufriedenstellen, nicht nur weil das Reimschema nicht durchgehalten ist. Es ließe sich wahrscheinlich durch Umstellung - ein neues Wort muß auch her - ungefähr hinbiegen. Oft ist der Zeitaufwand und die geistige Investition bei so einer Renovierung größer als ein Neubau.

Die Gedanken und Ausdrücke als Bausteine - 'Dank für dieses Haus', insbesondere der Vergleich 'Wände aus Vertrauen' sind sehr schön, nur wenn sie nicht ideal zusammengefügt werden können, ist das bedauerlich. Nich ganz neu, aber auch schön, das endlich Ende finden der Reise.

Interessanterweise hegst Du die Befürchtung, es könnte kitisch werden? Du machst Spaß oder doch nicht? Dann müßtest Du zu allererst herausnehmen 'Brücken baust .... Sterne schaust.
Eben, weil es ein schönes Gedicht ist, leider noch nicht fertig, solltest Du es nicht aufgeben, sondern daran arbeiten. Wenn es heute nicht geht, dann vielleicht morgen oder irgendwann. Einfach wegwerfen würde ich den guten Gedanken keineswegs.
Du kannst in dieser Angelegenheit besser denken als ich, durch Deine Gefühle, deren Nuancen Du viel besser kennst als ich, entstand diese schriftliche Aussage. Sie hat vielleicht nicht die Form, die Du wolltest, Du hast 'das Eisen erkalten lassen', ehe es richtig geformt war. Da hilft nichts, nochmals glühend machen und schmieden, solange es glüht.

Hoffentlich habe ich jetzt nirgendwo den Fehler gemacht, eine Frechheit oder Unverschämtheit zu schreiben. Wenn, dann war es sicher nicht so gemeint. Aber jetzt muß ich wirklich zu den Daunen, denn wie erwähnt, die Pferde sind schon eingespannt.

Freundlichen Gruß bis bald! :)
Joame

Chavali

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5

Donnerstag, 16. Juni 2011, 11:47

Hallo Joame,

lange habe ich nix von mir sehen lassen und auch dich hab ich lange nicht hier gesehen.
Nun aber bin ich am Aufarbeiten der Themen.

Unser Forum hier ist ja nicht so überbelastet, so dass ich mich einfach mal traue, hierauf noch eine Antwort zu geben :)

Deinen Beitrag habe ich studiert und finde ihn sehr interessant.
Vielleicht mache ich mich wirklich noch einmal daran, das Gedicht zu überarbeiten.

Manchmal habe ich Ideen im Kopf, die ich möglichst schnell umsetzen muss und dabei kann dann schon mal ein Ausdruck oder
eine Wortgruppe daneben gehen.

Aber ich hab ja euch, die mich dann auf den rechten Weg zurück führen ^^


Hab ganz herzlichen Dank für deine Mühe, dich so intensiv mit dem Text zu beschäftigen!


Liebe Grüße,
Chavali
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(Marie von Ebner-Eschenbach)

Joame Plebis

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6

Donnerstag, 16. Juni 2011, 14:18

Schönen Tag, Chavali!

Wäre ich Du, wäre mir viel verständlicher, den Kern zu erfassen, auf den es Dir ankommt, wüßte ich dann auch von Deinen Gefühlen, die Dir treibende Kraft für Deine Zeilen waren. So muß ich mich auf erahnen beschränken oder vage herumfaseln, denn wissen, worauf es Dir ankommt, werde ich als Außenstehender nicht.
So ist nicht verwunderlich, wenn dann komische Vorschläge angeboten werden - von einem der absolut nichts weiß -, so wie nachstehender:

- - - (Zitat Chavali, abgeändert - Anfang)

Hab Dank!

Hab Dank, dass du mir Brücken baust
die Sonnenstrahlen mit mir teilst,
bei Nacht mit mir zu Sternen schaust,
bis sie verblassen, bei mir weilst.

Hab Dank für tausend Tage Freuden
für all die Tage reich an Spaß,
mit Dir ist nichts ein Zeit vergeuden,
ist Rausch der Sinne noch voll Maß.

Hab Dank für alle deine Treue,
für Grenzen, die du mir gesetzt,
für Liebe jeden Tag aufs Neue,
auch für den Haß, der nicht verletzt.

Ich danke auch für dieses Haus,
Vertrauen wird die Wände tragen;
hier ruhe ich mich endlich aus,
nach wundersamen Reisetagen. - - - (Zitat Chavali, abgeändert - Ende)

Freundlichen Gruß!
Joame

Chavali

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7

Dienstag, 12. Juli 2011, 08:12

Guten Tag, lieber Joame,

(schön, dich mal wieder zu lesen :) )

hallo Ralfchen,

Zitat von »Joame«

Wäre ich Du, wäre mir viel verständlicher, den Kern zu erfassen, auf den es Dir ankommt, wüßte ich dann auch von Deinen Gefühlen, die Dir treibende Kraft für Deine Zeilen waren. So muß ich mich auf erahnen beschränken oder vage herumfaseln, denn wissen, worauf es Dir ankommt, werde ich als Außenstehender nicht.
So ist nicht verwunderlich, wenn dann komische Vorschläge angeboten werden - von einem der absolut nichts weiß -, so wie nachstehender:

Wundert mich jetzt etwas, denn ich dachte, die Botschaft, auf die es mir ankommt, verständlich rübergebracht zu haben.
Dass das nicht der Fall ist, ersehe ich aus den Reaktionen meiner Leser.
Anscheinend ist mir das Dichten abhanden gekommen :huh:

Deine Variante allerdings, Joame, - das muss ich schon sagen - gefällt mir sehr gut und es ist für mich mittlerweile wirklich ein Rätsel,
warum ich nicht selbst auf diese nageliegenden Dinge komme.
Wahrscheinlich denke ich viel zu kompliziert.
Warum man nun aber nicht in die Sterne schauen kann, enthüllt sich mir nicht - man kann doch auch in den Mond schauen.


Habt Dank für alle eure Zeilen,
will gern zum Lernen dort verweilen.... ^^



Liebe Grüße,
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
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