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Dienstag, 27. Dezember 2016, 21:19

Der Trost der kleinen und der großen Leute

Winterliche Gedanken nach dem Mittagessen: „Dein Vater wurde nur 64 Jahre alt. Kaputte Knochen und eine kaputte Lunge haben ihn das Leben gekostet. Er hat immer hart gearbeitet, war nicht mal ein Jahr in Rente und aus war `s.“

Ich reiche meiner Mutter ein Taschentuch, damit sie sich die Tränen abwischen kann. Im Hintergrund läuft das Radio mit einem Jahresrückblick, welcher Prominente 2016 alles gestorben ist. Es wird eine Liste von Namen genannt aus den Bereichen Politik, Film und Musik. Etwa: der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel oder Carlo Pedersoli, der als Bud Spencer bekannt geworden ist, oder der Popsänger George Michael.

Es kommen auch Angehörige zu Wort, denen es ein Trost ist, was für einen Erfolg die Verblichenen bei ihren Wählern und ihrem Publikum hatten; ein Erfolg, der noch lange nachhallen wird, so ihre Hoffnung.

Wir hören andächtig zu, da sagt Mutter: „Immerhin kann sich dein Vater damit trösten, dass er sein Schicksal mit bekannten Namen teilt.“

Wie ich darüber nachdenke, wird mir klar, dass Trost – je nach gesellschaftlicher Schicht – anders ausfällt, was mir wiederum einen Kälteschauer über den Rücken treibt.

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