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Donnerstag, 8. Dezember 2016, 21:53

Braucht Deutschland Asylanten, weil die auch nicht anders morden als Deutsche?

Kommentar zur Maischberger-Sendung: Angst vor Flüchtlingen: Ablehnen, ausgrenzen, abschieben.


Sogenannte Talk-Sendungen im Fernsehen meide ich. Gemeinhin ist mit "Talk" ein seichtes Gerede über Allerweltsthemen gemeint. War das auch so bei der gestrigen Maischberger-Sendung am 07. Dezember 16?

Geladen waren: Paul Ziemiak von der Jungen Union, SPD-Politikerin Gesine Schwan, Grünen-Politiker Boris Palmer, AfD-Politikerin Alice Weidel sowie der ARD-Moderator Ranga Yogeshwar. Titel: "Angst vor Flüchtlingen: Ablehnen, ausgrenzen, abschieben". Was kam denn bei ihrem Talk heraus?

Die Gästeliste verriet bereits, dass es Frau Maischberger nicht um eine tiefgründige Debatte ging, die Gäste besaßen dazu zu unterschiedliche Positionen, die man schon aus anderen Talk-Shows kannte. Insofern war auch klar, wer für den "Eklat" zu sorgen hatte. Diese Rolle fiel Alice Weidel zu. Während die übrigen Gäste die entsetzten Bürger spielten, die sich auf Kosten der AfD profilieren durften. Was ihnen nicht wirklich gelungen ist. Das lag aber weniger an ihrer Empörungs-Bereitschaft, sondern an einem Sondergast, einem ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, der ungeschönt von seiner Arbeit sprach.

Der Gast hieß Hans Lehmann aus Freiburg, unter anderem, sagte er: "Wir müssen schauen, dass wir die Kultur unseres Kulturkreises - und die doch sehr männlich dominierte Kultur des Kulturkreises der Leute aus Syrien, Afghanistan, Irak - schnellstmöglich deckungsgleich kriegen." Und dann erzählte er, wie er männliche Flüchtlinge, etwa am Buffet erlebte, wo sie sich zuerst bedienen würden, während Frauen nur Reste übrig blieben. Eine Lösung konnte Herr Lehmann aber nicht anbieten, ehrlich gab er seine Ratlosigkeit, angesichts des Mordfalls in Freiburg, zu.

Da war der Skandal aber bereits geschehen. Wie von Frau Maischberger kalkuliert, hatte Frau Weidel der Kanzlerin eine Mitschuld an dem Verbrechen gegeben, woraufhin sich Herr Ziemiak pflichtgemäß aufregte und alle Schuld von Kanzlerin Merkel zurückwies. Das passte zum schrägen Talk, der immer von der These ausging, dass auch "Deutsche" vergewaltigen und morden, ganz so wie jener Flüchtling aus Freiburg. An dieser Stelle dachte ich unwillkürlich: Da können wir Deutsche froh sein, dass diese Studentin aus Freiburg von einem Asylanten getötet worden ist, so haben wir den Beweis, dass auch sie nicht anders als Deutsche sind. Vielen Dank für diese Erkenntnis - liebe Asylanten!

Die anderen Gäste haben ihre Rollen prima gespielt: Sie alle haben Asylantenverbrechen beschönigt und relativiert und sich tapfer über Frau Weidel aufgeregt, die Kanzlerin Merkel eine Mitschuld gab und von Asylanten verlangte, die sollten weniger kriminell sein als Deutsche. Womit sie den anderen Gäste nur wieder einen Vorwand lieferte, sich über sie aufzuregen. So wähnten sich alle Gäste stets auf der moralisch guten Seite. Und im Glücksgefühl ihrer vermeintlich höheren Moralität blickten sie auf Frau Weidel herab.

Für meine Begriffe hat ARD-Moderator Ranga Yogeshwar den Vogel abgeschossen, als er sogleich zu Beginn meinte, man müsse den Asylanten "in die Augen schauen", um so feststellen zu können, dass sie "Geschenke" für unsere Kultur seien. Nun, sieht man Bilder des freiburger Mörders, dann blickt er unschuldig in die Kamera. Aber Herr Yogeshwar hat Recht: Der freiburger Mörder ist ein Geschenk, er hat eine Deutsche getötet und das ist, laut antideutscher Antifa "gut".

Natürlich töten und vergewaltigen auch Deutsche - was aber besagt das? Angela Merkel betreibt eine falsche Asylpolitik und ist nicht bereit dafür die Verantwortung zu übernehmen. Und wer darüber zu diskutieren versucht, so wie Frau Weidel bei Maischberger, der muss sich anhören, er habe nicht alle Tassen im Schrank. Sollen Asylanten weniger kriminell sein als Deutsche? Nehmen wir an, geneigte Leser, sie ließen einen Gast in ihre Stube, dürfte er sich dann so ausgelassen wie bei sich zu Hause benehmen - oder müsste er sich an ihre Regeln anpassen? Ich finde es normal, wenn Fremde, die in unser Land kommen, sich uns anpassen und wir sie mit anderen Maßstäben beurteilen, als unsere eigenen Kinder. Die Fremden sind in der Pflicht - nicht wir!

Was der Talk bei Maischberger gezeigt hat? Echte Diskussionen sind nicht möglich. Es wird sich lieber über vermeintlichen Rassismus und Intolleranz aufgeregt, als Verantwortliche zu nennen, die Politik gegen das eigene Volk betreiben und dafür, von jemen Volk, auch noch gewählt werden möchten.

http://www.ardmediathek.de/tv/Maischberg…mentId=39403572