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Dienstag, 20. September 2016, 02:28

Was einem Pfau passiert, der uneitel ist

Ein Pfau erregte bei den Pfauen aufsehen, weil er sich als uneitel bezeichnete. „Ich bin nicht eitel“, sagte er. Manche Pfaue lachten darüber und hielten es für einen Scherz. Andere hoben misstrauisch ihre Köpfe und sagten: „Wenn das einer extra betonen muss, ist er dann noch uneitel?“ Wo auch immer der Pfau auftauchte lachte oder verspottete man ihn. „Na gut“, sagte er, „dann bin ich eben so wie ihr, ein eitler Pfau.“ Da stockte allen der Atem und sie riefen mit einer Stimme: „Seht, ein Lügner!“

Und seit diesem Tag erzählten Pfauen-Mütter ihren ungehorsamen Pfauen-Kindern, wenn sie nicht aufhörten, würden sie wie der Pfau enden, den alle immer als Lügner beschimpfen.

Ein philosophischer Pfau indessen betonte, dass der Lügen-Pfau es zu einer Sehenswürdigkeit im Reich der Pfauen gebracht habe, die andere Pfauen weit in den Schatten stellte. Und er prägte das Sprichwort: „Das Uneitle ist das wahre Eitle.“

Der uneitle Pfau starb einige Jahre später an seinem Gram. Das aber fiel kaum einem auf, da sein Leben, als Legende, bereits ein Eigenleben führte und bis heute weitergesponnen wird.

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