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Montag, 28. September 2015, 19:11

Dichter sammeln Augenglicke

Dichter sammeln Augenblicke, die ihnen begegnen, und bewahren sie in ihren Texten auf, die so zu Augenblicksarchiven werden. Zugleich geben die Texte Auskunft über den Sinn der Augenblicke, der von jenen Dichtern unterstellt wurde. Als wüsste ein Dichter über das Leben Tieferes zu sagen, als ein anderer Mensch! Ein Dichter mag Augenblicke sinnlich überzeugend beschreiben können, er mag uns die jeweilige Stimmung nachempfinden lassen, in der er sich befand, nur kann er sie uns nicht restlos erklären. Das ist ihm nicht möglich. Dieser Rest ist wie ein Guckloch, der anderen Menschen andere Einsichten bietet, die ebenso überzeugen. Im Grunde zeigt uns ein Dichter sein Allerlei mit all seinen Irrtümern und Vorurteilen. Der Dichter Goethe nannte es: "Bruchstücke einer großen Konfession". Da liegt die Vermutung nah, so werde aus einer Not eine Tugend gemacht. Literatur zeigt die Welt in der Ordnung, die aus ihr ein imposantes schillerndes Nichts macht. Es sind Augenblicke eines Dichters, ob nun Goethe oder nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang« (28. September 2015, 19:18)


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