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norbert

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  • »norbert« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 14. Februar 2010, 18:43

Der Troll

Der Troll

In einer sanften Sommernacht
gezeugt - als Kind der Liebe -
war ihm die Sonne zugedacht,
die Schönheit wär durch ihn erwacht
in ungeheurer Blütenpracht,
auf dass sie ewig bliebe.

Doch seine Taufe war der Krieg
der unerlösten Väter.
Nur den Verrätern bleibt der Sieg,
sodass sein Herz in Fesseln schwieg,
bevor sein Lied zum Himmel stieg
in freien, klaren Äther.

Das Lied ertrank in Bitternis
und erdenkalter Schwere.
Sein Herz fand keinen Kompromiss
und nach dem letzten Schlangenbiss
versteckte er sich als Narziss
vor seiner dunklen Leere.

So zog er lächelnd durch das Land
und liebte es, zu sprechen -
brillant, charmant und elegant,
doch es war Säure im Krokant,
denn nichts war ihm so amüsant,
als Menschen zu zerbrechen.

















Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »norbert« (14. Februar 2010, 18:57)


Hans Beislschmidt

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2

Donnerstag, 18. Februar 2010, 12:33

Hey Bitterbert,

nachdem ich mich über das unübliche Reimschema gewundert habe, dachte ich im ersten Augenblick an eine mephistophelische Deutung. Der letzte Schlangenbiss führt aber auf eine andere Fährte. Die letzte Strophe ist klar und unmissverständlich. Dieser Typus Mensch ist weit verbreitet, doch was hat ihn zu dem gemacht? Die unerlösten Väter? Sehr verkryptet und bedeutungsschwanger.

Gruß vom grübelnden Hans

norbert

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3

Samstag, 20. Februar 2010, 17:04

hallo grübelhans,
die "unerlösten väter" (können auch mütter sein) sind die erste orientierung für ein kind.
ist der vater ein verletzter, belastet das ein sensibles kind, schwächt es, fördert die wehrlosigkeit.
das meinte ich.
liebe grüße
norbert