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Hans Beislschmidt

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1

Donnerstag, 30. April 2015, 11:32

Das hamma glei - die Stadtführung

Das hamma glei – die Stadtführung

(Vortrag im Kostüm eines Schaffners)

Herzlich willkommen meine Damen und Herren …. (winkt Teilnehmer zu sich)
Ich begrüße ganz besonders unsere Delegationsteilnehmer aus Peking, Budapest und Saloniki. Ich begrüße sie zu unserem außergewöhnlichen Rundgang kommunalen Organversagens.

Beginnen möchte ich mit dem Herz und Prunkstück unserer Exkursion, dem sogenannten Museumspavillon, DAS Paradestück kommunalen Totalversagens. Für diesen hässlichen, zur Straße hin fensterlosen Betonquader sucht man immer noch nach einem geeigneten Namensschriftzug an der Ostwand, um dem Vorwurf zu begegnen, es handele sich vermutlich um einen vergessenen Flakgeschützbunker aus dem 2. Weltkrieg. Ursprünglich wurde der Bau für 12 Mill. Ausgeschrieben – mittlerweile haben wir durch anhängige Gerichtsverfahren einen Baustopp und sind bei 45 Mill. Euro angekommen. Ein Großteil der unabsehbaren Kosten wurde von Ministern, Planungs- und Entscheidungsträgern in französischen Sternerestaurants verfressen. Und man wundert sich im Nachhinein, dass niemand durch eine Fettleber zu Schaden gekommen ist.

Werfen sie nun einen Blick einen Blick auf das gegenüberliegende Saarufer. Dort drüben, so haben sich ein paar Mathegenies ausgedacht, könnte man eine Untertunnelung der Autobahn, mit gleichzeitiger Hochwasserversiegelung realisieren. Gott sei Dank wurde der Brüsseler Geldhahn abgedreht und das Projekt eingestampft. Jeder einfache Betonbauer hätte sagen können, dass die angesetzten 80 Mill. nicht mal die Hälfte der Kosten abdecken. So bleibt der Steuerzahler nur auf 120 000 Euro Gutachten und Planungskosten sitzen. Puhhh – noch mal Glück gehabt.

Wir kommen nun zur symbolästhetischen Manifest der Aktionsgemeinde „Stadt am Fluss“. Die berühmte Berliner Promenaden-Freitreppe und Bobbahn für besoffene Mülltonnerodler, besser bekannt unter dem Namen Wandertreppe. Wandertreppe deshalb, weil die Sandsteinstufen bedenklich wackeln und sich die komplette Treppe schon 30 cm in Richtung Saar bewegt haben. Sie können sich gerne mal drauf stellen meine Damen und Herren und den Skateboardeffekt ausprobieren.

So, und nun alle zurück in Richtung Geschäftsmeile - der berühmten Bahnhofsstraße Stop, bitte beachten sie noch kurz das unbekannte Denkmal der abgesägten Birkenstämme gleich vor uns. Nein, die sind nicht echt. Aber endlich ein mal ein Künstler, der auch an unsere Hunde gedacht hat.

Hier, in der viel gelobten Bahnhofsstraße kann man die berühmten Kaugummisteinplatten mit der eingebauten Sollbruchstelle bewundern, die immer dann zerbrechen, wenn ein LKW – also Zubringer oder Müllauto darüber fährt. Aber notdürftig geflickt - oder mit formschönen Asphalt ausgegossen, stellt sich der Saarbrücker Patchwork-Effekt ein. Ein Bild des Jammers. Jeder angelernte Friedhofsgärtner hätte das besser gemacht. Und werfen sie auch einen Blick nach rechts auf die per Dezernatsdekret installierten form- und baugleichen Brezelhäuschen, „Model Wandel Höfer“. Das rundet den Gesamteindruck einer diktatorischen Planungswut richtig ab.

Als nächstes darf ich sie in den angrenzenden Bürgerpark entführen mit desolater Freilichtbühne und dem von Müll und Alkoholleichen übersäten Freizeitangebot für Randständige und Schulverweigerer.

Von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick über die Saar auf das gegenüberliegende Gebäude der HTW Saarbrücken. Ein beispielloser Fall von gelungener Totalentkernung mit anschließender Rückbebauung dieses 14 Stockwerke hohen Kolosses. Einziger Wermutstropfen dabei: Das Gebäude wurde nur für 400 Studenten feuerpolizeilich geplant und abgesichert. Bei Fertigstellung des Baus wurde dann auf unerklärliche Weise doch bekannt, dass es über 2000 HTW Studenten in Saarbrücken gibt. Und weil von dieser einfachen Tatsache niemand etwas gewusst habn soll, muss die schöne Uni bis auf weiteres leer stehen. Alles weitere entscheiden – wie so oft in diesem Miniland – die Gerichte.

Danke, meine Damen und Herren – wir haben auf dieser sehr kurzen Wegstrecke am Beispiel der Stadt Saarbrücken gesehen, wie man es nicht machen sollte oder wie man ohne große Mühe 280 Mill. Euro innerhalb kürzester Zeit …. In den Sand setzen kann.

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2

Donnerstag, 30. April 2015, 16:06

Hallo Hans,

was soll ICH da sagen?
ICH WOHNE IN FISHCITY !
X(

Übrigens: Wie geht's dem lädierten Huf? Bist du wieder zu Hause, oder lässt du dich noch von den leckeren Karbolmäuschen verwöhnen?
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

Hans Beislschmidt

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3

Donnerstag, 30. April 2015, 21:02

hehehe - Die Fischzuchtanlage Völklingen hat natürlich auch ihren Charme. Was ist mit den 180 Tonnen Lebendfisch? Gibts da wenigstens eine Bürgerverkostung????
Ja ich bin noch im KH in NK und hoffe nächste Woche hier raus zu kommen. Scheint alles gut zu heilen - werde bald wieder einsatzfähig sein.
Gruß vom Hans
»Hans Beislschmidt« hat folgendes Bild angehängt:
  • hans roost2.jpg

4

Donnerstag, 30. April 2015, 21:46

Hans, bist Du also nicht als Fallpauschalist drin?
Ich meine nur, denn in jenem Fall haette man Dich wohl schon gestern rausgeworfen. :D

Hans Beislschmidt

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5

Donnerstag, 30. April 2015, 22:11

Ok, in dem Fall musst du dir selbst helfen ;)

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6

Freitag, 1. Mai 2015, 15:41

Hans im Glück!
Ist das nicht eine glückliche Fügung, dass du jetzt, wo das Wetter denkbar ungeeignet ist,
um mit deimem Mopped durch die Lande zu cruisen, mit deinem Rolli nur das Linoleum der
Krankennausflure quietschen lasssen kannst?
Stell dir vor, du wärst nicht gehandicapt, und hättest für heute eine geile Maitour mit der K 100 geplant, und dann dieses Mistwetter, nicht auszudenken, wie hoch dein Frustlevel läge.
Also, nimm es positiv - es hätte alles noch viel schlimmer kommen können.
Gruß
Rolf
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