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Samstag, 14. März 2015, 19:24

Wie der Islamische Staat Lücken im Schutzschild vor eigenem Terror schließt (Zum Tode von Abu Jaafar al-Hattab)

Wie der Islamische Staat Lücken im Schutzschild vor eigenem Terror schließt
(Zum Tode von Abu Jaafar al-Hattab)


Die Morde des Islamischen Staates (IS) haben eine gute Seite: sie zeigen, dass Terror immer Terror bleibt, egal unter welcher Flagge.

Schadenfreude ist aber unangebracht!

Sieht man die Videos im Netz, die zeigen, wie der Islamische Staat sogenannte Ungläubige tötet, ist der Besuch in einem Gruselkabinett eine Erholung. Es scheint, als sei der IS kein Staat, sondern eine Todesfabrik. Fast kein Tag, an dem nicht bekannt wird, dass der IS wieder jemanden erschossen oder gekreuzigt oder enthauptet hat. Nicht bloß sogenannte Ungläubige (Christen, Schiiten, Jesiden) tötet der IS, auch eigene Leute bleiben unverschont.

Was unter der Zeit Robespierres als "Tugendterror" berühmt und berüchtigt wurde, findet im Islam seine Zwillingsschwester: die Takfir. War einer, unter Robespierre, nicht tugendsam genug, landete er unter dem Fallbeil. Ist einer, im Islam, nicht islamisch genug, landet er unter dem Schwert. Das ist vielleicht einer der Gründe, warum Linke gegen Islamisten nicht auf die Straße gehen? Zumindest in Deutschland bleiben Schiiten und Jesiden von Linken verschont, wenn sie gegen Islamismus auf die Straße gehen. Deutsche Christen - oder deutsche Bürger - hingegen, die gegen Islamismus Gesicht auf der Straße zeigen, werden als Faschisten diffamiert und blockiert. Und wer schützt Linke dabei? Linke Parteien (SPD, Grüne, Linkspartei) und die Gewerkschaft Verdi. Auf der anderen Seite gehen in Deutschland Islamisten auf die Straße und rufen: "Juden ins Gas", so wie letztes Jahr auf einer Demo in Essen. Wobei die Kritik der Linken an dieser Demo verhalten ausfiel. Selbst in der Partei die Linke, ist Kritik an Israel normal. Aber wehe, einer kritisiert den Islam! Das ist intolerant und rassistisch! Mal dumm gefragt: Seit wann ist der Islam eine Rasse? Wenn einer den Islam kritisiert ist er - was? Er ist für mich, falls religiös, ein Islamkritiker; falls A-religiös, ein Atheist. Bei uns diskutieren aber Linke so, als seien Islamkritiker und Atheisten Rassisten und Faschisten. Gag am Rande: Karl Marx, der Erfinder des Marxismus, war Atheist. Sich auf Marx berufen und den Islam verteidigen. Das sind Deutschlands Linke! Kein Wunder, dass Sozialismus nirgends funktioniert.

Aber selbst Islamismus funktioniert nicht. Das sieht man derzeit am Islamischen Staat, der im Nahen Osten seine Blutspur zieht. Eines der jüngsten Opfer ist kurioserweise jener Mann, der für den Terror des IS mitverantwortlich ist. Ich spreche von: Abu Jaafar al-Hattab, war einer der höchsten Richter im Staate des IS. Nun fiel er selbst unter das Schwert, bzw. wurde mit dem Messer enthauptet. Als der Leiter der Scharia-Kommission, hatte er die Rechtsgrundlage des IS zu erarbeiten. Er war das, was bei uns der Präsident des Obersten Gerichtshofs ist, nur mit dem Unterschied, dass er Todesurteile fällen konnte. So konnte er zum Beispiel festlegen, dass ein Moslem als Abtrünniger oder Ungläubiger galt. Auf der einen Seite ist das nützlich, etwa gegen die Feinde des IS; auf der anderen Seite jedoch auch gefährlich. Richtet sich die Takfir gegen andere Moslems, etwa Schiiten, die gegen den IS kämpfen, ist Takfir eine behilfliche Maßnahme. Man erklärt sie zu Abtrünnige und kann sie dann erschießen oder kreuzigen oder enthaupten - ganz nach Lust und Laune! Heikel wird es, wenn sich Takfir gegen eigene Leute richtet. So kann ein IS-Bürger selbst Opfer jenes Blutrausches werden, dem er selbst frönt. Es gilt die Regel, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schütze. Verstößt man gegen ein Gebot des Koran, ohne es zu wissen, gilt man als Abtrünniger. Und weg ist der Kopf. In der Zeit von Robespierre war es ähnlich: Auch da herrschte Willkür. Heute köpfte man und morgen wurde man geköpft. Das galt für Robespierre im selben Maße wie für andere, etwa seinem Terror-Bruder Danton.

Der Tod von Abu Jaafar al-Hattab dürfte weniger auf eine Abkehr des Terrors beruhen, als vielmehr auf der Furcht, irgendwann selbst Opfer des eigenen Terrors zu werden. Selbstschutz vor Gesinnung!
Der Tod von al-Hattab, gibt weder Anlass zur Schadenfreude noch zur Beruhigung. Im Gegenteil: Es zeigt, wie der IS zukünftig seinen Terror ausdehnen will: gegen andere, ohne dabei selbst gefährdet zu werden. Weh, es gelingt!

Wird der IS nicht bald zerschlagen, wird er länger wüten als Robespierre und Danton zusammen.