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  • »Ringelroth« ist der Autor dieses Themas

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 19:51

Rache im Namen Allahs

Im Namen Allahs wurden heute in Paris mindestens zwölf Menschen ihres Lebens beraubt. Einige wurden verletzt, und wer weiß,
wieviele davon in den kommenden Tagen noch sterben werden.
Es schien unausweichlich, dass es dazu kommen wird. Trotz der Drohungen in der Vergangenheit, haben die Redakteure ihre
Attacken auf den Islam im Namen der Pressefreiheit fortgeführt.
Wie nun die französische Regierung und die Regierungen der befreundeten Länder reagieren werden, wird zur Zeit noch debattiert.
Wie die französische Bevölkerung, die Menschen in Deutschland und in anderen westeuropäischen Ländern reagieren, bleibt abzuwarten.
Ich ahne nichts Gutes.
Ich möchte vorwegstellen, dass ich diesen Mordanschlag nicht gutheiße. Andersdenkende umzubringen ist ein Zeichen von Idiotie,
Dummheit und einfach nur krank.
Aber dennoch bin ich der Meinung, dass weder die vielbeschworene Pressefreiheit, noch die verbreitete und immer aufs Neue vorgebrachte Ansicht, dass Satire alles darf, ganz unschuldig an dieser neuerlichen Eskalation sind.
Weder eine freie Presse, noch Satire darf Menschen, die nicht deren Bild vom aufgeklärten Menschen entsprechen, verunglimpfen.
Es ist richtig: im Namen von Religionen, insbesondere der christlichen, sowie des Islam, wurden und werden menschenverachtende, widerliche Taten begangen. Anstatt die Ursachen dieser Verbrechen zu bekämpfen, schlägt man hirnlos um sich. Das ist kein Zeichen für Aufgeklärtheit und Intelligenz.
Und auch kein Freibrief dafür, allen Anhängern dieser Glaubensrichtungen Häme, Spott und Beleidigungen entgegenzuschleudern.
Von Klugheit weit und breit keine Spur.

Hier zur Erinnerung Artikel 3 des Grundgesetzes Absatz 3:
Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft,
seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Artikel 4 Absatz 1 + 2
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Ich weiß nicht, ob in anderen Ländern solche, oder ähnliche Worte in deren Verfassungen steht, aber für mich ist klar,
dass diese Regeln für alle, die sich zivilisiert nennen gelten sollten.
Für mich gehört die Verunglimpfung von Gläubigen, egal welcher Religion, auf die gleiche Stufe gestellt, wie der Rassenhass,
und Verstöße gegen unser Grundgesetz sind nicht durch das Gesetz der Presse- und Meinungsfreiheit gedeckt.
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)