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Montag, 24. November 2014, 12:27

Wie eine erfolgreiche Politikerin heute sein muss

Wie eine erfolgreiche Politikerin heute sein muss

Über eine gute Bekannte von mir kann ich mich regelmäßig aufregen. Besuchen wir eine Veranstaltung mit rechten Politikern, weiß ich im Voraus, was ich mir wieder anhören muss: „Diese gepunktete Krawatte des Politikers X. passt nicht zu dessen grauem Anzug“, so oder ähnliche Kommentare muss ich über mich ergehen lassen. Frauen und Politik! Zum Glück sind Männer, in der Politik, anders! Neulich las ich einen Bericht über die Familienministerin Manuela Schwesig (SPD); sie wurde 1974 in Frankfurt an der Oder geboren und trat 2003 der SPD bei. 2009 wurde sie vom damaligen Kanzlerkandidaten der SPD, Steinmeier, entdeckt, der sie in sein Schattenkabinett für das Familienressort holte. Die Begründung: Frau, jung, Osten. Seit 2013 ist sie Familienministerin und gilt als gescheit, pardon: als gescheitert. Von ihr höre man nur: „Ich will dies… Ich will jenes… Ich! Ich! Ich!“ Anders verhalte sich da ihre Parteikollegin aus dem Arbeitsministerium: Andrea Nahles. Die Formel: Frau, jung, Westen gelte für sie nicht, dafür werde sie aber als „Pragmatikerin“ gelobt. Sie nähere sich leise dem Koalitionspartner CDU an und kungele Kompromisse aus. Wo also Nahles geht, da steht die Schwesig unverrückbar. Verhandlungen, Kungeleien, sind ihre Sache nicht. Dafür gilt sie aber als herausragendes, weibliches Gesicht der SPD. Steinmeiers Formel: Frau, jung, Osten passt noch immer, mehr aber auch nicht.

Denke ich an den Rat meiner Eltern, nicht auf Äußerlichkeiten zu achten, so scheint das für Politiker nicht zu gelten. Wer laut: Ich! Ich! Ich! ruft, kommt bis an die Spitze des Staates. Das mag für jene Politiker ein Gewinn sein, für das Land ist es ein Verlust. Und wer hat uns die Schwesig eingebrockt? Die linke Socke Steinmeier.

So verdanke ich die Vorträge meiner Bekannten einem Mann. Wenigstens sind die Politiker der Linken auch keine Koryphäen in Kleidungsfragen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang« (24. November 2014, 12:33)


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Montag, 30. März 2015, 20:33

Zitat:
"[...] Wer laut: Ich! Ich! Ich! ruft,kommt bis an die Spitze des Staates. Das mag für jene Politiker ein Gewinn sein, für das Land ist es ein Verlust. Und wer hat uns die
Schwesig eingebrockt?
[...]"


Erinnert sei auch an
"Hoppel-Heide" ("Bild"): ".... Und was wird jetzt aus mir!?"

"Ich, ich, ich",
Ja, das ist es, was Politiker gluecklich zu machen scheint.
Und es genuegt, um maennliche oder weibliche Bundeskanzlerin ;-) zu werden - und zu bleiben.

"Eingebrockt" hat es (sich) der, sich "muendig" nennende, "Waehler".
Moege sie ihm also delizios munden - die Suppe.