Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: die Kunstfechter . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 22. Oktober 2014, 20:20

Die Atheismus-Keule und meine Einschätzung dazu

Die Atheismus-Keule und meine Einschätzung dazu

Wenn man in sozialen Netzwerken kommentiert, sagen wir in Facebook, kann es einem passieren, dass man als Nazi bezeichnet wird. Nicht weil man sich zu Hitler bekannt hätte oder man Nationalsozialismus gut fände, nein, es kann einfach nur daran liegen, dass man eine eigene Meinung hat. Dieses Phänomen heißt „Nazi-Keule“.

Daneben – und das war mir neu – gibt es auch die „Atheismus-Keule“. Und mit der habe ich neulich Bekanntschaft geschlossen.

Dazu einige Gedanken.

Lese ich Kommentare von Gläubigen, fällt mir auf, mit welcher Leichtigkeit sie über ihren Glauben reden, sagt dann aber einer: der Himmel sei leer, wird derjenige entweder ignoriert oder als „fundamentaler Atheist“ bezeichnet. Bitte, wenn es die Gläubigen tröstet, ich bin so ein Atheist. Schreckt mich das? Nein. Ich stehe zu meiner Ansicht: Der Himmel ist leer, die Geburt der Erde und alles Leben auf ihr ist nicht das Werk eines Schöpfergottes, es ist, wenn überhaupt, das gemeinsame Werk von Chemie, Biologie und Physik.

Als einer, der mit Sprache umzugehen gelernt hat, weiß ich, dass der Ausdruck „Gläubiger“, bereits ein beschönigender Ausdruck, ein Euphemismus, ist. Wer sich zu den Gläubigen zählt, wähnt sich im Besitz einer höheren Wahrheit. Er ist erfüllt vom Wort Gottes und somit der Wahrheit näher, als es sogenannte „Ungläubige“ je sein könnten. Auch ist klar, wer ein Ungläubiger ist, besitzt natürlich auch eine Unmoral und ist – womöglich – Lebensunwert. Mag sein, dass ich hier gerade übertreibe. Die Zeiten, als Leute wegen ihres Glauben auf Scheiterhaufen verbrannt wurden, liegt einige hundert Jahre zurück, insofern will ich nicht Gott an die Wand malen. Mir geht es aber um etwas anderes. Mir geht es um die Arroganz der Gläubigen, über Moral oder Unmoral entscheiden zu können. Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit irgendwelchen Zitaten aus der Bibel, dem Koran oder dem Talmud. Diese Bücher wurden von Menschen geschrieben; ich gebe zu, dass in diesen Büchern kluges steht, und doch haben diese Werke Menschen viel Blut, Schweiß, Tränen und Zeit gekostet.

Darüber hinaus sind Religionen totalitär und universalistisch. Totalitär, weil sie das ganze Leben eines Menschen vereinnahmen und ihm Verhaltensregeln aufbürden, die seine ganze Zeit bestimmen; und universalistisch, weil sie vorgeben, überall und ewig zu gelten. Aus der Geschichte wissen wir jedoch, dass es keine ewigen Wahrheiten gibt. Oder glauben Sie etwa, dass die Erde eine Scheibe ist und sich um die Sonne dreht, statt umgekehrt? Wie aber kam es zu diesen Einsichten? Es waren Naturwissenschaftler wie Kopernikus und Galilei, die ihr Wissen hinterfragten. Sie prüften, wogen ab und verwarfen. Und so kamen sie der Wahrheit näher, als es je ein Gläubiger können wird. Ginge es nämlich nach den Gläubigen, würden wir noch immer im Mittelalter leben. Dass wir Fortschritt, Wissenschaft und Zivilisation haben, verdanken wir nicht der Religion, im Gegenteil. Der Gottglaube hat uns Kriege aufgebürdet. Einer wütete sogar 30 Jahre lang. 30 Jahre Mord, Totschlag, Vergewaltigung und Raub. Und weshalb? Weil eine Seite der anderen vorwarf, sie vertrete einen falschen Gottesglauben.

Was mich betrifft, so habe ich nie an Gott geglaubt. Meine Einstellung, schon als Kind, war, wenn es Gott gibt, doch er doch erscheinen! Das aber ist nie geschehen. Ich höre immer nur, wie über ihn geredet wird und was er für einzelne Gläubige für eine Bedeutung haben soll. In späteren Jahren, da war ich vielleicht 16 oder 17 Jahre alt, las ich Ludwig Feuerbach. Bei ihm las ich, dass Gott die Idealvorstellung sei, die sich ein Mensch von sich mache. Ein Gedanke, den ich einleuchtend fand. Woher wollen wir wissen, wer oder was Gott ist, wenn wir ihn nicht mit Erfahrungen verbinden, die wir kennen? So erscheint einem Kind Gott als ein alter Mann mit Bart, der auf einer Wolke sitzt. Ein Erwachsener denkt vielleicht an Gott als einen Vater, der sich um die Menschen, seine große Familie zu kümmern hat; und ein alter Mann glaubt vielleicht, Gott ist ein alter Mann, der wenig ausrichtet, aber viel über den Sinn oder Unsinn des menschlichen Lebens nachgrübelt. Diese Erfahrungen übertragen wir auf ein höheres Wesen, das wir Gott nennen, und schon glauben wir Gott zu kennen.

Ein weiterer Punkt, der mich überzeugt hat, war die Ansicht von Karl Marx, der meinte, die Religion sei das Opium des Volkes. Oder anders ausgedrückt: wer sich über Gott und die Welt Gedanken macht, der hinterfragt keine weltlichen Dinge, etwa, wie Macht zu Stande kommt und auf welchen Fundamenten sie beruht. Auch ist es für Mächtige leichter, ihren Willen durchzusetzen, wenn Gläubige an eine Gerechtigkeit nach dem Tode glauben. Klar, wäre ich Diktator, könnte es mir nur Recht sein, wenn sich keiner wehrt, aber jeder glaubt, ich würde, nach meinem Tod, in der Hölle schmoren. Diese „Last“ wäre ich gerne zu tragen bereit, ja mehr noch, ich würde auch für weitere „Last“ sorgen, etwa, indem ich jeden, der sich wehrt ins Paradies schickte. Und zwar auf direktem Weg. Wenn man etwas im Leben tun sollte, dann die Verantwortung für sein Leben selbst schultern. Und dazu gehört auch, die Welt als Welt zu akzeptieren. Alles was geschieht, sei es Krieg, Mord, Vergewaltigung, Raub, Totschlag oder Liebe, Zärtlichkeit, Frieden, Geborgenheit, dann hat das nichts zu tun mit einem höheren Wesen, sondern mit uns Menschen.

Und als letzter Gedanke: ich beurteile Menschen und Dinge nicht nach Werturteilen wie gut oder böse. Für mich gibt es nur richtig oder falsch. Damit spreche ich den Unterschied von Moral und Ethik an. Ich bin gerne bereit, das Verhalten eines Menschen zu beurteilen, aber, was er denkt? Sicher, nach dem, was ich hier geschrieben habe, könnte man denken, ich halte den Gottglauben für grundsätzlich falsch (das stimmt), würde ich aber – wäre ich ein Richter – jemanden deswegen verurteilen? Ich würde ihn verurteilen, wenn er, einen andren töten würde, mit dem Argument, dieser habe einen „falschen“ Glauben; aber die Tatsache, allein die Tatsache, dass er einen Gottglauben hätte, wäre für mich kein Verurteilungsgrund. Ich bin kein Gläubiger! Das wiederum bedeutet aber nicht, dass ich für meinen Atheismus die Hände in den Schoß lege. Selbstverständlich streite ich für meine Argumente, Einsichten und Ansichten. Und wenn einer meint, ich würde vor der „Atheismus-Keule“ einknicken, dem sage ich: Du kennst mich nicht!

Abschließend sage ich noch folgendes: die Aufgabe des Atheismus, in der heutigen Zeit, kann nur sein, die Menschen wieder an den Gedanken zu gewöhnen, dass man für ein sinnvolles Leben keinen Gott braucht. Das klingt nach wenig. Mag sein. Aber, die Zeit, in der ich diese Zeilen schreibe, finden eher Gläubige gehört als Atheisten. Was also bleibt mir anderes übrig, als jene Zeit vorzubereiten, die wieder eine für Atheisten sein wird!

Heisenberg

Fortgeschrittener

Beiträge: 336

Wohnort: Görlitz/Riga/Deutz

Beruf: Freie Künstlerin.

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 22. Oktober 2014, 22:43

Die Atheismus-Keule und meine Einschätzung dazu

Wenn man in sozialen Netzwerken kommentiert, sagen wir in Facebook, kann es einem passieren, dass man als Nazi bezeichnet wird. Nicht weil man sich zu Hitler bekannt hätte oder man Nationalsozialismus gut fände, nein, es kann einfach nur daran liegen, dass man eine eigene Meinung hat. Dieses Phänomen heißt „Nazi-Keule“.

Daneben – und das war mir neu – gibt es auch die „Atheismus-Keule“. Und mit der habe ich neulich Bekanntschaft geschlossen.

Dazu einige Gedanken.

Lese ich Kommentare von Gläubigen, fällt mir auf, mit welcher Leichtigkeit sie über ihren Glauben reden, sagt dann aber einer: der Himmel sei leer, wird derjenige entweder ignoriert oder als „fundamentaler Atheist“ bezeichnet. Bitte, wenn es die Gläubigen tröstet, ich bin so ein Atheist. Schreckt mich das? Nein. Ich stehe zu meiner Ansicht: Der Himmel ist leer, die Geburt der Erde und alles Leben auf ihr ist nicht das Werk eines Schöpfergottes, es ist, wenn überhaupt, das gemeinsame Werk von Chemie, Biologie und Physik.

Als einer, der mit Sprache umzugehen gelernt hat, weiß ich, dass der Ausdruck „Gläubiger“, bereits ein beschönigender Ausdruck, ein Euphemismus, ist. Wer sich zu den Gläubigen zählt, wähnt sich im Besitz einer höheren Wahrheit. Er ist erfüllt vom Wort Gottes und somit der Wahrheit näher, als es sogenannte „Ungläubige“ je sein könnten. Auch ist klar, wer ein Ungläubiger ist, besitzt natürlich auch eine Unmoral und ist – womöglich – Lebensunwert. Mag sein, dass ich hier gerade übertreibe. Die Zeiten, als Leute wegen ihres Glauben auf Scheiterhaufen verbrannt wurden, liegt einige hundert Jahre zurück, insofern will ich nicht Gott an die Wand malen. Mir geht es aber um etwas anderes. Mir geht es um die Arroganz der Gläubigen, über Moral oder Unmoral entscheiden zu können. Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit irgendwelchen Zitaten aus der Bibel, dem Koran oder dem Talmud. Diese Bücher wurden von Menschen geschrieben; ich gebe zu, dass in diesen Büchern kluges steht, und doch haben diese Werke Menschen viel Blut, Schweiß, Tränen und Zeit gekostet.

Darüber hinaus sind Religionen totalitär und universalistisch. Totalitär, weil sie das ganze Leben eines Menschen vereinnahmen und ihm Verhaltensregeln aufbürden, die seine ganze Zeit bestimmen; und universalistisch, weil sie vorgeben, überall und ewig zu gelten. Aus der Geschichte wissen wir jedoch, dass es keine ewigen Wahrheiten gibt. Oder glauben Sie etwa, dass die Erde eine Scheibe ist und sich um die Sonne dreht, statt umgekehrt? Wie aber kam es zu diesen Einsichten? Es waren Naturwissenschaftler wie Kopernikus und Galilei, die ihr Wissen hinterfragten. Sie prüften, wogen ab und verwarfen. Und so kamen sie der Wahrheit näher, als es je ein Gläubiger können wird. Ginge es nämlich nach den Gläubigen, würden wir noch immer im Mittelalter leben. Dass wir Fortschritt, Wissenschaft und Zivilisation haben, verdanken wir nicht der Religion, im Gegenteil. Der Gottglaube hat uns Kriege aufgebürdet. Einer wütete sogar 30 Jahre lang. 30 Jahre Mord, Totschlag, Vergewaltigung und Raub. Und weshalb? Weil eine Seite der anderen vorwarf, sie vertrete einen falschen Gottesglauben.

Was mich betrifft, so habe ich nie an Gott geglaubt. Meine Einstellung, schon als Kind, war, wenn es Gott gibt, doch er doch erscheinen! Das aber ist nie geschehen. Ich höre immer nur, wie über ihn geredet wird und was er für einzelne Gläubige für eine Bedeutung haben soll. In späteren Jahren, da war ich vielleicht 16 oder 17 Jahre alt, las ich Ludwig Feuerbach. Bei ihm las ich, dass Gott die Idealvorstellung sei, die sich ein Mensch von sich mache. Ein Gedanke, den ich einleuchtend fand. Woher wollen wir wissen, wer oder was Gott ist, wenn wir ihn nicht mit Erfahrungen verbinden, die wir kennen? So erscheint einem Kind Gott als ein alter Mann mit Bart, der auf einer Wolke sitzt. Ein Erwachsener denkt vielleicht an Gott als einen Vater, der sich um die Menschen, seine große Familie zu kümmern hat; und ein alter Mann glaubt vielleicht, Gott ist ein alter Mann, der wenig ausrichtet, aber viel über den Sinn oder Unsinn des menschlichen Lebens nachgrübelt. Diese Erfahrungen übertragen wir auf ein höheres Wesen, das wir Gott nennen, und schon glauben wir Gott zu kennen.

Ein weiterer Punkt, der mich überzeugt hat, war die Ansicht von Karl Marx, der meinte, die Religion sei das Opium des Volkes. Oder anders ausgedrückt: wer sich über Gott und die Welt Gedanken macht, der hinterfragt keine weltlichen Dinge, etwa, wie Macht zu Stande kommt und auf welchen Fundamenten sie beruht. Auch ist es für Mächtige leichter, ihren Willen durchzusetzen, wenn Gläubige an eine Gerechtigkeit nach dem Tode glauben. Klar, wäre ich Diktator, könnte es mir nur Recht sein, wenn sich keiner wehrt, aber jeder glaubt, ich würde, nach meinem Tod, in der Hölle schmoren. Diese „Last“ wäre ich gerne zu tragen bereit, ja mehr noch, ich würde auch für weitere „Last“ sorgen, etwa, indem ich jeden, der sich wehrt ins Paradies schickte. Und zwar auf direktem Weg. Wenn man etwas im Leben tun sollte, dann die Verantwortung für sein Leben selbst schultern. Und dazu gehört auch, die Welt als Welt zu akzeptieren. Alles was geschieht, sei es Krieg, Mord, Vergewaltigung, Raub, Totschlag oder Liebe, Zärtlichkeit, Frieden, Geborgenheit, dann hat das nichts zu tun mit einem höheren Wesen, sondern mit uns Menschen.

Und als letzter Gedanke: ich beurteile Menschen und Dinge nicht nach Werturteilen wie gut oder böse. Für mich gibt es nur richtig oder falsch. Damit spreche ich den Unterschied von Moral und Ethik an. Ich bin gerne bereit, das Verhalten eines Menschen zu beurteilen, aber, was er denkt? Sicher, nach dem, was ich hier geschrieben habe, könnte man denken, ich halte den Gottglauben für grundsätzlich falsch (das stimmt), würde ich aber – wäre ich ein Richter – jemanden deswegen verurteilen? Ich würde ihn verurteilen, wenn er, einen andren töten würde, mit dem Argument, dieser habe einen „falschen“ Glauben; aber die Tatsache, allein die Tatsache, dass er einen Gottglauben hätte, wäre für mich kein Verurteilungsgrund. Ich bin kein Gläubiger! Das wiederum bedeutet aber nicht, dass ich für meinen Atheismus die Hände in den Schoß lege. Selbstverständlich streite ich für meine Argumente, Einsichten und Ansichten. Und wenn einer meint, ich würde vor der „Atheismus-Keule“ einknicken, dem sage ich: Du kennst mich nicht!

Abschließend sage ich noch folgendes: die Aufgabe des Atheismus, in der heutigen Zeit, kann nur sein, die Menschen wieder an den Gedanken zu gewöhnen, dass man für ein sinnvolles Leben keinen Gott braucht. Das klingt nach wenig. Mag sein. Aber, die Zeit, in der ich diese Zeilen schreibe, finden eher Gläubige gehört als Atheisten. Was also bleibt mir anderes übrig, als jene Zeit vorzubereiten, die wieder eine für Atheisten sein wird!


Gibt es eigentlich Demonstrationen dieser ominösen Atheisten? Haben die eine Partei? Oder irgendetwas?



Beiträge: 1 035

Wohnort: Völklingen

Beruf: RnTnR + Ringelroth-Double

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 23. Oktober 2014, 11:32

Zitat

die Aufgabe des Atheismus, in der heutigen Zeit, kann nur sein, die Menschen wieder an den Gedanken zu gewöhnen, dass man für ein sinnvolles Leben keinen Gott braucht


Du könntest ja eine "Kirche der Gottlosen" gründen.

Zitat

Was also bleibt mir anderes übrig, als jene Zeit vorzubereiten, die wieder eine für Atheisten sein wird!


Dann bist du sowas wie ein Johannes der Täufer des Atheismus. Johannes der Täufer hielt es auch für seine Aufgabe, die Menschen auf den Messias vorzubereiten.
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

4

Donnerstag, 23. Oktober 2014, 13:18

Hallo Leute,

ob es eine Partei der Atheisten oder gar eine "Kirche" der Atheisten gibt, weiß ich nicht. Und dass ich eine Art Johannes der Atheisten sein soll, stört mich nicht. Jeder plappert seine Meinung in die Welt, dann mache ich das eben auch. Ich bin Atheist und lasse mich in keine Meinungsschranken zwängen.

Beiträge: 1 035

Wohnort: Völklingen

Beruf: RnTnR + Ringelroth-Double

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 23. Oktober 2014, 13:30

Es lebe die Gedankenfreiheit - und der Glaube der Ungläubigen
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

Joame Plebis

Fortgeschrittener

Beiträge: 475

Wohnort: Wo man mich duldet

Beruf: Strassensänger, der aus Scham nicht singt

  • Nachricht senden

6

Freitag, 24. Oktober 2014, 01:15

Danke Wolfgang

Auf viele Arten und mit vielen Nuancen indirekter oder noch direkter hätte man das schreiben können, was nicht nur Dir ein Anliegen zu sein scheint. Du hast es gut gemacht.

Logiker und Denker, alle jene, die nicht bis ins Mark beeinflusst sind, die abseits von Geisterglauben sind, verschlägt es förmlich die Sprache und die Argumente, gegen ein von Menschen konstruiertes eitles, gütiges und rachsüchtiges Universalwesen vorzugehen, dessen Existenzvorstellung beinahe schon mit den Genen weitergegeben wird.

Wie könnte man ein Defizit der Intelligenz entsorgen, an dessen Erhalt so viele interessiert sind? Kein leichtes Unterfangen. Ginge es nur um das Geschehen oder Glück, das sich in den Vorstellungen abspielt, wäre eine Notwendigkeit dazu nicht gegeben, auch wenn sich Parteien diese Form des Wahns zunutze machen.
Nicht zu dulden ist der Eingriff in das Leben und den Lebensbereich jener, die sich von der Verehrung des Donners und diverse Opferrituale längst distanziert haben.
Dass es schwer ist, dagegen anzukommen, erfahren wir täglich. Mit jedem vernünftigen Argument würde dem heilbringenden Superüberwuzi weitere Fähigkeiten und Tugenden angedichtet werden, die der labilen Masse eine weitere Rechtfertigung wären, solange nur jemand Nutzen davon hat - dieser aber beschränkt sich nicht nur auf ideelle Werte, die doch meist Vorwand sind, um kräftig abzukassieren und Macht auszuüben.

Beiträge: 1 035

Wohnort: Völklingen

Beruf: RnTnR + Ringelroth-Double

  • Nachricht senden

7

Freitag, 24. Oktober 2014, 13:54

Es ist hier, wie bei allen solchen Diskussionen - sie enden in Polemik und und Diskriminierung
Ich werde mich nicht länger daran beteiligen und habe allen Disku-tanten(-und Onkeln) nur noch das Folgende zu sagen - und Ferdinand Raimund wirds mir hoffentlich verzeihen:


Da streiten sich die Leut herum
Um eine Himmelsmacht
Der Eine schimpft den andern dumm
Am End das Böse lacht
Da ist der allerklügste Mann
Dem Andern dumm und weich
Das Schicksal setzt den Hobel an
Und hobelt beide gleich
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

8

Freitag, 24. Oktober 2014, 17:47

Es gibt den IBKA
https://www.ibka.org/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Streusalzwiese« (24. Oktober 2014, 19:57)