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Chavali

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1

Dienstag, 14. Oktober 2014, 19:26

Die Posaunen von Jericho

sieben Priester bliesen
beim Einzug ins gelobte Land
ein Lied auf den Posaunen
sie hatten vor den Toren
die Öffnung in der Hand

und die Mauern bebten
vom Soldatenkriegsgeschrei
man hörte Menschen raunen
die Mauer stürze heute ein
nach sieben Nächten Mondenschein

geschlossen war die Pforte
im frühen Abendrot
und als der Morgen aufging
trat ein der schwarze Tod
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

2

Freitag, 17. Oktober 2014, 17:16

Die Zeile mit der Öffnung in der Hand gefällt mir. Es ist doppeldeutig. Allerdings verstehe ich den Schluss nicht. Wenn die Mauern einstürzen, stürzen dann nicht auch die Pforten ein? Und selbst wenn die stehen bleiben, warum sollte man durch sie hindurch, wenn man einfach über die Schuttreste der Mauer steigen kann.

Heisenberg

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3

Freitag, 17. Oktober 2014, 21:34

... warum sollte man durch sie hindurch, wenn man einfach über die Schuttreste der Mauer steigen kann.


Wegen der Verletzungsgefahr.




Chavali

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4

Sonntag, 19. Oktober 2014, 12:00

Die Zeile mit der Öffnung in der Hand gefällt mir. Es ist doppeldeutig. Allerdings verstehe ich den Schluss nicht. Wenn die Mauern einstürzen, stürzen dann nicht auch die Pforten ein? Und selbst wenn die stehen bleiben, warum sollte man durch sie hindurch, wenn man einfach über die Schuttreste der Mauer steigen kann.



Hallo Wolfgang,


danke für deine Rückmeldung, freut mich!

Dass die Mauern beim Einzug ins gelobte Land einstürzten und nur die Pforten stehen blieben, habe ich aus irgendeiner Quelle (wiki o.ä.)
Deshalb ist das nicht meine Erfindung ^^
Hat sicher auch irgendeinen "göttlichen" Ursprung ;)

LG Chavali
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Heisenberg

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5

Sonntag, 19. Oktober 2014, 18:37

... Dass die Mauern beim Einzug ins gelobte Land einstürzten und nur die Pforten stehen blieben, habe ich aus irgendeiner Quelle (wiki o.ä.)
Deshalb ist das nicht meine Erfindung ...




Ich habe früher mal auf dem Bau gearbeitet; Pforten sind stabiler gebaut als Mauern.


6

Montag, 20. Oktober 2014, 10:14

Gerade fällt mir auf, dass die Pforten geschlossen, aber der Tod eintritt. Das soll schrecklich wirken (Schutt und Tod). Aber der Tod ist ja personifiziert, da passt es nicht, dass die Pforten zu sind. Zumindest bei mir entseht das Bild eines Sensenmannes, der mit dem Kopf gegen die Tür knallt.

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7

Montag, 20. Oktober 2014, 12:48

Zitat

Zumindest bei mir entseht das Bild eines Sensenmannes, der mit dem Kopf gegen die Tür knallt.


Du bist unsensibel Wolfgang. Wie sagt schon das alte Sprichwort:

Weder die Pforten, noch ihr Knauf
halten Tod und Teufel auf
.
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

Chavali

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8

Sonntag, 21. Dezember 2014, 19:27

@ Heisenberg, @Wolfgang, @Ringelroth,

schön, dass ihr euch mit dem Text beschäftigt habt - in der einen oder anderen Weise ^^

Das zeigt doch, dass man gelesen wird :P

Danke dafür!

LG Chavali
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Heisenberg

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9

Sonntag, 21. Dezember 2014, 20:07

@ Heisenberg, @Wolfgang, @Ringelroth,

schön, dass ihr euch mit dem Text beschäftigt habt - in der einen oder anderen Weise ^^

Das zeigt doch, dass man gelesen wird :P

Danke dafür!

LG Chavali


Haben Sie das echt so nötig, gelesen zu werden? Hier, von drei Figuren? Das war ernst gefragt.




Chavali

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10

Montag, 22. Dezember 2014, 11:18


Zitat

Haben Sie das echt so nötig, gelesen zu werden? Hier, von drei Figuren? Das war ernst gefragt.



oje, @Heisenberg,

schon mal was von Ironie gehört? Begriffsstutzig? Die Antwort macht mich schmunzeln 8o
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