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Donnerstag, 10. Juli 2014, 21:02

Diskussionen um Österreichs Bundeshymne oder: mit altem Schwung in die Zukunft!

Was tun verpasste Diskussionen? Sie rennen einem nach. Nichts Anderes geschieht derzeit in Österreich. Da haben tatsächlich einige Söhne und Töchter Österreichs erklärt, sie würden mit der neuen Bundeshymne, die seit 2012 gilt, keinen Bund fürs Leben eingehen. Unerhört! Nein, das tun sie hörbar und einige sogar mit Gesang. Gemeint ist der Sänger: Andreas Gabalier und seine Ankündigung, er werde die alte Version der Bundeshymne singen. Mit Verlaub: das ist nicht unwitzig; Herr Gabalier singt nämlich mit viel Herzblut über das hübsche Geschlecht, aber, in der neuen Bundeshymne lässt er sie fort. Wer nun ein Sommertheater vermutet, den kann ich beruhigen; der Streit, ob nur die Söhne oder auch die Töchter besungen werden sollen, brennt seit Jahrzehnten. Eine Volksabstimmung darüber hat es aber nie gegeben! Im Gegenteil: die Politikerin Maria – Rauch - Kallat (ÖVP) hat als Abgeordnete des Parlaments diese Änderung durchgesetzt. Auch das ist, für eine Politikerin einer Volkspartei, ein Gag. Wie kann man sich als Volkspolitikerin bezeichnen, wenn man das Volk nicht fragt! Insofern hat Herr Gabalier gut daran getan, für jene zu singen, die glauben, die Bundeshymne sei im Bund mit den falschen Leuten. (Gemeint ist sein Auftritt bei dem Autorennen der Formel 1 in Spielberg). Seither ist eine neue Diskussion im vollem Gange. Ist das demokratisch? Mit Sicherheit. Was für ein Verständnis von Demokratie Frau Rauch - Kallat hat, beweist sie jedenfalls in einem kürzlich erschienenen Interview mit dem Kurier, der es Ende Juni im Netz veröffentlichte. Darin erklärte sie den Wirbel um Herrn Gabalier für beendet. Sie sagte: „Schluss mit dieser Debatte!“ Dazu erkläre ich kurz: Schluss mit der Debatte, die meint, die Debatte um die Bundeshymne, für beendet erklären zu müssen. Herr Gabalier hat nicht unrecht, wenn er darauf beharrt, auch in Zukunft die alte Version der Bundeshymne singen zu wollen. Einen weiblichen Anhänger hat er schon mal sicher: Koschka Hetzer – Molden, die Erbin von Paula Preradovic, von der die Bundeshymne stammt, hat in einem Leserbrief an die Wochenzeitschrift „Falter“ ihre Sympathie zu Andreas Gabalier bekundet.

Wäre Frau Rauch – Kallat tatsächlich jene Vorkämpferin in Sachen Frauenrechte, die sie vorgibt zu sein, müsste sie nicht über den Kopf so mancher Tochter Österreichs entscheiden.