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Chavali

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1

Montag, 16. Juni 2014, 08:59

Der Nomade

Wohin dich deine Wege führen,
ganz sesshaft wirst du niemals sein,
mit Wind und Segel in die Ferne,
mit Pferden über Stock und Stein.

Gesetze kümmern dich nur wenig,
aus starren Zwängen brichst du aus,
in deiner Welt bist du ein König,
es hält dich niemand fest zu Haus.

Verwegen ziehst du deine Straße
hin zu den Bergen und zurück,
das weite Feld und tiefe Wälder,
nur das gehört zu deinem Glück.

Gedankenfrei mit Wolken ziehen,
Verantwortung für dich allein,
ein Morgenrot und Abendglühen -
sag, kann denn etwas schöner sein?

Oh ja, denn keine Schulter bietet
sich an dem müden Wandersmann,
wenn einsam er zur Nacht sich bettet
und wenn er nicht mehr wandern kann.

****************************************

alte letzte Strophe mit trochäischen Auftakten

Ja, denn keine Schulter bietet
sich dem müden Wandersmann,
wenn er einsam nachts sich bettet,
wenn er nicht mehr wandern kann.
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Chavali« (20. Juni 2014, 16:54)


2

Donnerstag, 19. Juni 2014, 20:09

Der Nomade

Lieber Chavali,

ich weiß nicht, ob das Nomadenleben wirklich so romantisch ist, wie du es beschreibst. Herumziehen ja, aber irgendwo muss der Mensch eine Bleibe haben, von der er weiß, hier ist er zu Hause. Selbstverständlich ist das Erlebnis Natur zu allen Jahres- und Tag- und Nachtzeiten ein großartiges Erlebnis, und ich denke, es kam dir darauf an, dies in Worte zu fassen. Dann wäre der Titel zu überlegen. Insgesamt fehlt mir dem Gedicht aber ein wenig an Tiefe.

Was ich nicht ganz verstehe: Warum du die Conclusio in Trochäen gefasst hast. Ansonsten ist das Gedicht sehr sauber gearbeitet, und es macht Freunde, es auch unter diesem Gesichtspunkt zu lesen.

Lieben Gruß, Nachfrager

Chavali

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3

Freitag, 20. Juni 2014, 16:51

Hallo Nachfrager,

nein, eine Schönredung des freien Nomaden- oder Abenteurerlebens soll das nicht sein,
im Gegenteil, wie die letzte Strophe zeigt.

Zitat

Was ich nicht ganz verstehe: Warum du die Conclusio in Trochäen gefasst hast.
Ja, gute Frage.
Das habe ich schon in einem anderen Forum zu erklären gehabt:
Weil ich damit eine andere Person die Frage aus der vorletzten Strophe beantwortet wissen wollte.

Aber da du jetzt auch dafür nicht so recht Verständnis dafür aufbringen kannst,
werde ich die besagte Strophe doch noch umändern mit jambischen Auftakten.

Die fehlende Tiefe: Ja, jetzt wo du es sagst, bemerke ich das auch. Nun, solche Texte dürfen auch mal sein ;)
Mein nächstes ist wieder tiefgängiger, versprochen :rolleyes:

Danke und lieben Gruß!
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)