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1

Mittwoch, 11. Juni 2014, 11:40

Erkenntnis

Als die Tage auf Flügeln kamen,

wir nicht wussten, dass Leben das Leben

kosten kann, als wir dachten, für uns

gäbe es nie ein Ende – damals,

wie jung wir waren.



Wir lernten. Das andere Dasein brachte

uns einiges bei, doch mehr, als wir

lernen konnten, vergaßen wir. Die Bäume

wurden zu Schatten, geeignet,

den hohen Mut abzukühlen.



Unsere Hände sind leer. Wo der Himmel

aufhört, sprechen wir in nie gehörten Sprachen,

nicht kompatibel. Nichts schreckt uns,

wir setzen aufs Hoffen: Kann ja

so schlimm nicht werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nachfrager« (11. Juni 2014, 11:49) aus folgendem Grund: Gedicht wurde in Vollzeilen gesetzt. Wie kann ich das ändern? Außerdem erscheint das Gedicht 2-zeilig, ist aber engzeilig geschrieben worden. Ich habe das jetzt manuell in Ordnung gebracht, aber der Zeilenabstand ist immer noch zu groß.


Hans Beislschmidt

Administrator

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Wohnort: Saarbrücken

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2

Mittwoch, 11. Juni 2014, 11:59

Willkommen bei den Kunstfechtern - Nachfrager ...

dein Einstandsgedicht lenkt mein Denken auf meine eigenen leeren Hände.
Jetzt, mit 60 Jährchen, nicht sonderlich kompatibel, hat sich deine Conclusio auch meiner bemächtigt.
Und ... ich seh es ganz gelassen: So schlimm wird es nicht werden.

Gerne gelesen.
Gruß vom Hans

3

Mittwoch, 11. Juni 2014, 18:54

Erkenntnis

Danke, Hans. Du kennst das ja: Hoffen und Harren ...

Aber wie kann ich das Äußere verändern? Was ist da eigentlich passiert? Liegt es an meinem PC? Oder muss ich den Text manuell eintippen und kann ihn nicht einkopieren?

Lieben Gruß, Nachfrager

Hans Beislschmidt

Administrator

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Wohnort: Saarbrücken

Beruf: selbstständig

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4

Mittwoch, 11. Juni 2014, 19:41

Du hast oben im Beitrag zwei Fenster. Du musst den Editor anklicken und danach
deinen formatierten Word Text eingeben. Dann hast du den richtigen Zeilenabstand....hmm ... bei mir ist der Zeilenabstand auch größer als sonst. Womöglich liegt es am Ausgangstext, den ich auch nicht umformatieren konnte ...


Erkenntnis



Als die Tage auf Flügeln kamen,

wir nicht wussten, dass Leben das Leben

kosten kann, als wir dachten, für uns

gäbe es nie ein Ende – damals,

wie jung wir waren.



Wir lernten. Das andere Dasein brachte

uns einiges bei, doch mehr, als wir

lernen konnten, vergaßen wir. Die Bäume

wurden zu Schatten, geeignet,

den hohen Mut abzukühlen.



Unsere Hände sind leer. Wo der Himmel

aufhört, sprechen wir in nie gehörten Sprachen,

nicht kompatibel. Nichts schreckt uns,

wir setzen aufs Hoffen: Kann ja

so schlimm nicht werden.

5

Donnerstag, 12. Juni 2014, 10:01

Erkenntnis

Lieber Hans,

aha, habe ich nicht gewusst, das mit dem Editor. Ich probiere es gleich mal mit einem anderen Text. Jetzt habe ich auf Quellcode gedrückt, und alles ist, wie es sein soll. Wunder geschehen eben immer wieder. Sogar die ursprüngliche Schriftart Time New Roman erscheint.

Danke für deinen hilfreichen Hinweis.

Lieben Gruß, Nachfrager

Chavali

Super Moderator

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Wohnort: in der Heimat

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6

Sonntag, 15. Juni 2014, 16:20

Als die Tage auf Flügeln kamen,
wir nicht wussten, dass Leben das Leben
kosten kann, als wir dachten, für uns
gäbe es nie ein Ende – damals,
wie jung wir waren.

Wir lernten. Das andere Dasein brachte
uns einiges bei, doch mehr, als wir
lernen konnten, vergaßen wir. Die Bäume
wurden zu Schatten, geeignet,
den hohen Mut abzukühlen.

Unsere Hände sind leer. Wo der Himmel
aufhört, sprechen wir in nie gehörten Sprachen,
nicht kompatibel. Nichts schreckt uns,
wir setzen aufs Hoffen: Kann ja
so schlimm nicht werden.




Hallo Nachfrager,

wie du siehst, konnte ich die Zeilen in die richtige Form bringen 8)

Dein Text zu dem Thema gefällt mir sehr gut!
Es muss nicht immer gereimt werden - gerade die freien Texte bieten ja viele Möglichkeiten,
die bei einem Reimkorsett nicht immer gegeben sind.

Erkenntnisse zu haben, ist immer gut. Das bewahrt uns davor, in eingefahrenen Gleisen zu verharren....

Sehr gern gelesen!

Lieben Gruß,
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)