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81

Samstag, 26. Juli 2014, 15:02

Nun haben wir mal was geschafft.

Wir hatten eine Scheiß-Freude an unserem Erstlingswerk, der Streusel und ich. Und Scheiße ist kein Dreck, wage ich zu behaupten. Teilt diese Meinung wer?



LHNGaKv ...

Hans Beislschmidt

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82

Samstag, 26. Juli 2014, 20:34

oha .... dreilagig und saugstark ... eine ars vivilleroy :)

83

Sonntag, 27. Juli 2014, 22:18

Die saugt nicht, auch nicht dreifach, die sticht.

oha .... dreilagig und saugstark ... eine ars vivilleroy :)


Hans, die Ars Villeroy ist für den Zweck für mich zu flach. Für Dich etwa nicht ???

http://www.ebay.com/itm/Kuchenteller-22-…h-/400384016858

Aber Du bekommst von mir ein Bienchen, weil ich gerne nachschlage. Und Du bringst mich dazu.

. .. Mein Gartenbienchen im Anflug. Ich habe es Bertha genannt. Und mein Gartengegenübernachbar ist Imker. Ich hoffe, ich erkenne Bertha beim nächsten Angriff wieder.

Liebe Grüße aus Berlin von Claudia


84

Mittwoch, 30. Juli 2014, 18:47









Libelle (erste Fassung)

Die grüne Totenmaske sahst du nie;
dies Erlebnis bleibt dem Menschen vorbehalten.
Der Tod war deine Sache nicht;
wie überhaupt wenig deine Sache war.
Deine paar Neurönchen pressten
sicher keine großartige Wieheit (1)
in die Welt hinaus.
Gengeleitet bliebst jungfräulich in
allen Angelegenheiten.
Was gut ist.

Zu (1): Da könnte auch „Wie-es-ist-heit“ oder „aboutness“ stehen.




Meine Neurönchen, keineswegs Neuröschen, haben soeben eine grüne Totenmaske an mein Objektiv gepresst, die ich auch gesehen habe.



Wieheit ist ein wunderbares Wort und erinnert mich an Heidegger.

Wie ist das also mit der Wieheit von Libelle UND Wismuth? (3 x W)



Wismuth, das ist das hier und das hat was, hab ich aus einem Naturalien-Kabinett in Weimar:



LHNGaK, bin jetzt zu träge für kyrillische Buchstaben


Wismuth und libelle passen gut zueinander finde ich. Beide stehen für Vergänglichkeit.
Wismuth hat kein stabiles Isotop. Zumindest ist keines bekannt.
Instabil ist auch der Name:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bismut

Zitat

Der Name des Metalls, der im Deutschen 1390 als wesemut und lat. 1450 als wismutum,[15] 1530 als bisemutum[13] erscheint, kann auf die in einer arabischen Dioskurides-Übersetzung des 9. Jahrhunderts belegte Form bsīmūtīyūn zurückgeführt werden, die selbst wohl eine Transliteration von altgriechisch ψιμύθιον psimýthion ‚Bleiweiß‘ darstellt. Auch Entstellung aus arabisch iṯmid ‚Antimon‘ wurde angenommen; oft wird außerdem auf die angeblich erste Mutung in der Zeche St. Georgen in der Wiesen bei Schneeberg im Erzgebirge im 15. Jahrhundert verwiesen,[16] oder auf die Variante wis(se)mat, die ‚weiße Masse‘ bedeuten soll.[17]


Vielleicht ringt man sich angesichts der Vampirwelle zu einer weiteren Änderung durch? "Bissmut" wäre doch nicht schlecht, oder?

85

Montag, 4. August 2014, 19:53

Libelle zweitgefasst

Die grüne Totenmaske sahst du nie;
dies Erlebnis bleibt dem Menschen vorbehalten.
Der Tod war deine Sache nicht;
wie überhaupt wenig deine Sache war,
als du in Schilfrohrbraun und Erdbleiweiß
deinen Verrichtungen nachgingst.

Deine paar Neurönchen pressten
sicher keine großartige Wieheit
in die Welt hinein.
Oder aus der Welt heraus?
Diese Überlegungen beschwerten dich nie.
Gengeleitet bliebst du jungfräulich in
allen Fragestellungen.
Was gut ist.

86

Samstag, 9. August 2014, 08:34

Deine Fassungen

Libelle zweitgefasst

Die grüne Totenmaske sahst du nie;
dies Erlebnis bleibt dem Menschen vorbehalten.
Der Tod war deine Sache nicht;
wie überhaupt wenig deine Sache war,
als du in Schilfrohrbraun und Erdbleiweiß
deinen Verrichtungen nachgingst.

Deine paar Neurönchen pressten
sicher keine großartige Wieheit
in die Welt hinein.
Oder aus der Welt heraus?
Diese Überlegungen beschwerten dich nie.
Gengeleitet bliebst du jungfräulich in
allen Fragestellungen.
Was gut ist.


Ich mag Deine Fassungen, Streuselchen!


Dafür gibt es eine noch "zue" Seerosenknospe von gestern Nachmittag aus dem Garten-Teich, von der ich nicht weiß, in welcher Farbe sie blühen wird - weiß, gelb, rosa oder weinrot?



Was meinst Du, in welcher Farbe geht sie auf?

LHNGvCaK

87

Sonntag, 17. August 2014, 09:13

Die Erste: annähernd Weinrot

Hier das erste Ergebnis der Seerosenblüherei.
Die zweite Pflanze zieht schon mit einer Knospe nach - rosa oder gelb oder weiß...

Streuselchen, kannst Du Dir nicht mal etwas Lyrisches zum Thema ausdenken ? - Ich male dann etwas dazu.

Nun versenke ich mich gleich im Gartenteich und wünsche Euch allen einen prächtigen und regenfreien Sonntag !

1. Tag:

2. Tag:

3. Tag:

88

Dienstag, 26. August 2014, 21:02

Da blüht nichts auf und Du bummelst.







Guck mal - florale Zellteilung.

Mich hat früher im Unterricht in Biologie gaaanz (!) fürchterlich die Entwicklung des Farnpflänzchens genervt. Vom haploiden Schizophyt zur diploiden Zygote, das hat mich nicht begeistert. - Aber so einen Kürbis im eigenen Garten, den ich als Riesenkürbis und Zweikeimchen in eigenem Schenker-Mulch (Mulch ist ein merkwürdiges Wort.) von einem lieben Menschen (Danke, Conny!!!) geschenkt bekomme, den finde ich als Pflanzenentwicklung sehr interessant.

Entwicklung ist überhaupt interessant.

So, säume nicht, Streusel, sondern schreib``was!

LHNGvCaK

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Anja« (26. August 2014, 21:16)


89

Samstag, 20. September 2014, 14:35

Ausgefallenes Gedicht

Ich habe lange auf einen Einfall gewartet;
Aber mehr als „Schrödingers Knospe“
- eine Anspielung auf die Unklarheit der Farbe in der die Seerose zu blühen habe -
gaben meine Neuronen nicht her.
Ein dürftiges Ergebnis,
das mir auch noch um die Ohren gehauen hätte werden können,
da ja makroskopische Gebilde wie Seerosenblüten aber auch so was von dekohärent sind.

Wobei Physiker einen Hang zur kitschigen Poesie haben,
statteten sie doch Quarks mit Farbladungen (rot, grün, blau)
und Antiquarks mit Antifarben (Antirot, Antigrün, Antiblau), aus.

Also habe ich mich entschlossen,
nicht mit Halbwissen herumzuprotzen,
sondern zu meiner Unfähigkeit zu stehen.
Das Aufblühende gehört nicht zu meiner Welt,
die auf das Ende ausgerichtet ist;
die Welkendem und Verwesendem Aufenthalt gewährt.

90

Samstag, 18. Oktober 2014, 18:27

Alles OK mit Dir?

"...Das Aufblühende gehört nicht zu meiner Welt,
die auf das Ende ausgerichtet ist;
die Welkendem und Verwesendem Aufenthalt gewährt..."

Wie kommst Du von Seerosen auf Neuronen?





Mit Dir ist halt nicht jederzeit Lyrisches zu machen.

Egal! Abendgruß!

(Nun hab`ich gebummelt.)

91

Sonntag, 19. Oktober 2014, 19:14

"...Das Aufblühende gehört nicht zu meiner Welt,
die auf das Ende ausgerichtet ist;
die Welkendem und Verwesendem Aufenthalt gewährt..."

Wie kommst Du von Seerosen auf Neuronen?



Erste Erklärung:
Ohne Neuronen gäbe es keine Seerose. Nur Unbestimmtes. Gut, das kann man von fast allem behaupten.
Deshalb eine zweite Erklärung:
Als bequemlicher Mensch kommt mir beim Thema Uninspiriertheit zuerst das Gehirn in den Sinn.
Ein tatkräftiger Mensch hätte nach dem Motto: "Was man nicht im Kopf hat muss man in den Beinen haben" gehandelt; wäre aufs Rad gestiegen
und so lange geradelt bis er entweder ein Gedicht zustande gebracht, oder aber Wadenkrampfgeplagt andere Sorgen als das Verfassen von Gedichten hätte.

92

Dienstag, 21. Oktober 2014, 19:20

Draht versus Esel

Mein lieber Streusel,

wen der Wadenkrampf plagt, der sollte an Alternativen denken:



Meine Neuronen transmittern in Richtung Eselvieh.

Abendgruß!

Hans Beislschmidt

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93

Mittwoch, 22. Oktober 2014, 08:39

Links ne Burg und rechts ein Schlossgemäuer,
dazwischen Herakles, die Hand am Esel.
Grauschimmel denkt, das ist mir nicht geheuer,
steig lieber auf das Rad, du Muskelschnösel.
:thumbsup:

94

Samstag, 25. Oktober 2014, 09:11

Da steht etwas bevor...

Da droben lockt ein and'rer Steuerknüppel,
der Weg ragt steil zum Tor.
Das Eseltier hat ausgedient,
der Jüngling will Motor.



95

Sonntag, 26. Oktober 2014, 16:16

Der selbstbestimmte Mensch

Selbst –bewusst, –bestimmt und -sicher,
den Steuerknüppel fest in der Hand,
reist er auf den Wegen des Lebens.
Im Blick das Ziel seines Strebens,
umweht von Staub und Sand,
begleitet von animalischem Gekicher.

96

Sonntag, 26. Oktober 2014, 19:07

Na, mal sehen, wohin und wie lange der Jüngling reist...

Das Verhältnis der Länge der Reise zur Dauer des animalischen Gekiechers wird interessant.



Abendgruß!

(Na, Hans, woran erinnert Dich das ? :) )

Hans Beislschmidt

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97

Montag, 27. Oktober 2014, 20:22

Huch, das is ja man en Ding,
sieht glatt aus wie ne Silver Wing!
:D

98

Dienstag, 28. Oktober 2014, 18:39

Die heitere Stimmung, die mich zu Beginn meiner Reise ergriffen hatte, ist dahin.
Nichts mehr ist bestimmt. Das Ziel kam mir anhanden. Es ist so, als hätte ich mich auf diesem Weg, der doch keine Abzweigungen hat, verlaufen. Ich weiß nicht wie lange meine Wanderung schon dauert. Es ist so verwirrend.
Ich muss trotzdem vorwärts; ins Warme, denn es ist kalt geworden. Und einsam; keine Tiere säumen mehr die Straße; nur noch garstige Kreaturen. Tauben bedenken mich mit höhnischem Gelächter. Schreckliche Viecher; zu nichts nutze. Man sollte ihre Taubenbauten ausräuchern.

Meine Selbstsicherheit hat einer Ahnung von der Machtergreifung durch etwas Fremdes Platz gemacht. Die Welt ist drohend geworden. Und lauernd.
Ich muss ins Warme kommen und in Sicherheit.

99

Dienstag, 28. Oktober 2014, 19:51

Ja, Hans, es ist Deine Maschine, nur zart verzerrt. Es sind gestreckte Silberflügel.

Die heitere Stimmung, die mich zu Beginn meiner Reise ergriffen hatte, ist dahin.
Nichts mehr ist bestimmt. Das Ziel kam mir anhanden. Es ist so, als hätte ich mich auf diesem Weg, der doch keine Abzweigungen hat, verlaufen. Ich weiß nicht wie lange meine Wanderung schon dauert. Es ist so verwirrend.
Ich muss trotzdem vorwärts; ins Warme, denn es ist kalt geworden. Und einsam; keine Tiere säumen mehr die Straße; nur noch garstige Kreaturen. Tauben bedenken mich mit höhnischem Gelächter. Schreckliche Viecher; zu nichts nutze. Man sollte ihre Taubenbauten ausräuchern.

Meine Selbstsicherheit hat einer Ahnung von der Machtergreifung durch etwas Fremdes Platz gemacht. Die Welt ist drohend geworden. Und lauernd.
Ich muss ins Warme kommen und in Sicherheit.



Etwas hat sich verändert.

Noch ahne ich die Rhythmik in den Lenden des mich empor tragenden Lasttieres
und Wärme zwischen meinen Schenkeln.

Das Grau ist kaltes Rot.
Ein silberner Flügel bedeckt meine Lider.
Wimpern schmieren über die Brauen. Meine Augen halten fest an der Farbe des Kaisers, umhüllt vom Fleisch meiner Beine.


(Horror mag ich, bin beim Selber-Schreiben dafür jedoch zu albern. Streusel, ich mach das immer nur kurz.)

100

Sonntag, 2. November 2014, 08:45

Dekadente Zombies

Das Schicksal ereilte sie gleich zu Beginn der Seuche.

Sie wurden gebissen von einem alten Mann, der sich seinerseits auf dem Friedhof angesteckt hatte, als er am Grab seiner toten Frau trauerte und nicht bemerkte, dass aus der Aussegnungshalle ein Toter auf ihn zugekrochen kam.

Sie wurden also der Reihe nach gebissen. Das ist nicht verwunderlich, denn gazellenhaft waren sie noch nie und zudem berauscht von einem Gelage. Nicht, dass es Pech gewesen wäre, ausgerechnet in diesem Zustand von der Seuche überfallen zu werden. Es wäre ein seltener Glücksfall gewesen, wenn die Seuche an einem nüchternen Tag angeklopft hätte.

Auch kann man nicht sagen, dass die Verwandlung in Zombies zu einem radikalen Bruch geführt hätte.

Sie blieben gute Esser, die Tischmanieren wurden besser.

Auch die Tisch- Konversation wurde gehobener und Körpergeräusche seltener.