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Joame Plebis

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1

Montag, 17. Dezember 2012, 01:57

Schlaraffenland

Lichterketten, Budenreihen,
Weinaroma zieht zu Nasen,
Duftkerzen und Süßigkeiten,
Herpes tobt in Fieberblasen.

Frostnacht schmälert Tageslänge,
zum Klischee verformte Zwänge,
Arbeitssklaven stressgeschunden,
sind mit dieser Zeit verbunden.

Straßen voll belebt, beschallt,
lauter Ruf nach Euro-Spenden
bis in leere Börsen hallt.
Frost kriecht aufwärts über Lenden.

Postfach platzt durch die Reklame,
Irrläufer und Kartengrüße.
Handel macht Bestandsaufnahme:
mancher holt sich kalte Füße.

Straßendiebe - hochzufrieden,
Einbruchsbanden und Konsorten,
reiche Beute ist beschieden,
Navies lotsten sie zu Orten:

Gehsteig ohne Hundekot,
Reichtum ist hier schier bombastisch,
ohne Arbeit Zuckerbrot:
i n t e g r a t i o n s f a n t a s t i s ch !


© Joame

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Joame Plebis« (18. Dezember 2012, 15:50)


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2

Montag, 17. Dezember 2012, 15:59

Hallo Joame,
du beschreibst recht genau den Konsumwahn und seine Begleiterscheinungen in der Adventszeit.
Ich erinnere mich, dass seit mindestens 30 Jahren in allen Medien, zu Hause und am Stammtisch gegen das immer stärker werdende Kaufrauschen und das Vergessen des eigentlichen Sinnes dieses Festes geschrieben, gesungen und gesprochen wird.
Geändert hat sich letztlich nichts. Und auch das wird sich so schnell nicht ändern.
Mit der letzten Strophe berührst du ein heikles Thema: Verbrechen von Leuten mit MHG (ich hasse dieses Wort Migrationshintergrund), also von Ausländern.
In Österreich ist es wohl kaum anders als hier im Lande: sage bloß nix gegen Juden und Ausländer, da stehst du blitzschnell in der rechten Ecke.
Das ist gequirlter Schwachsinn. Seit die Grenzen offen sind, ist der prozentuale Anteil an Delikten von Ausländern begangen, höher als der von Einheimischen. Deshalb werde ich solche Verse wie deinen immer verteidigen
Trotzdem wünsche ich dir, dass du in diesen hektischen Tagen ein paar Glücksmomente genießen kannst.
Gruß
Ringelroth
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

Joame Plebis

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3

Montag, 17. Dezember 2012, 23:31

Freundlichen Tag, Ringelrot!

Dann hat es den Sinn erfüllt, wenn es verstanden worden ist. Eine Änderung des Verhaltens liegt an der Masse, die aus lauter Einzelnen besteht. Also ich habe mich geändert, soferne ich das noch mußte.

Nun zu Deinem Zusatz, von dem will ich auf jeden Fall die Juden ausnehmen. Nicht etwa, weil ich mich einschmeicheln will, sondern deshalb weil sie zu den Anständigen gehören mit gutem Verhalten. Sie sind nicht bestrebt den Glauben zu verbreiten, hierzulande nicht auffällig im Benehmen oder brutal. Nein, ganz im Gegenteil: sehr nette und gebildete Menschen, die wirklich fest in der Wissenschaft und in gehobeneren Berufen, sehr stark in der Kunst zu Hause sind. (abgesehen von einigen lächerlichen harmlosen Typen mit Löckchen und langen Mänteln bis zu den hosenlosen Waden - die sind harmlos, auch wenn ihr Gruppengequatsche oft nervt.)

Die Salafisten, die bei uns öffentlich Werbung betreiben, deren Methoden immer dreister werden, mit denen die Kath. Kirche packelt (nicht offiziell), die sehe ich als eine gewaltige Gefahr. Haben sie doch schon etliche Prozent Stimmbeteiligung bei Wahlen. Sie haben ihren Auftrag, die Welt umzukehren und Andersgläubige nicht zu tolerieren, sie eher eliminieren. --- Aber auch von diesen war gar nicht intensiv die Rede. Wir haben Großfamilien, bestens versorgt und betreut, keiner von ihnen arbeitet, sie fahren BMW neu und Mercedes. Die spucken richtiggehend auf uns herab. Aus welchen Ländern die kommen, überlasse ich Deiner Phantasie, das will ich nicht erwähnen. Für diese ist hier das Schlaraffenland, wo sie nicht nur alle Gesetze bestens kennen, auch sogar die Formularnummern auswendig wissen, mit denen man Geld vom Staat erhält. Hingegen der dumme Einheimische rackert sich 45 Jahre lang durch und erhält die Mindestrente von 800-900 Euro, wenn er vorher schon schlecht bezahlt war.

Ich ließ mich förmlich hinreissen, doch das gehört gesagt. Es laufen viele durch die Gegend, die nicht wissen, was wirklich gespielt wird.
Sie sind reines Stimmvieh, das jetzt bald 2013 bei den kommenden Wahlen, wo es um die Wurst geht, für eine Katastrophe sorgen werden.

Besinnlichen Abend wünscht Dir
Joame mit Dank für Deine Geduld.

Hans Beislschmidt

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4

Dienstag, 18. Dezember 2012, 11:03

Hey Joame,
ich kann nix aber so gar nix anfangen mit Weihnachten und habe nur die schrecklichsten Erinnerungen daran ... Insofern trifft dein Werk auch meinen Geschmack. Abschaffen kann man es nicht mehr, zu groß sind die Gewinne, die dort gemacht werden, Das beste ist, dem ganzen aus dem Weg zu gehen und Märkte und dergleichen großräumig zu umfahren.
In S4 ist der Kreuzreim unterbrochen – das ließe sich doch sicher noch lösen.
Gruß vom Hans

Joame Plebis

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5

Dienstag, 18. Dezember 2012, 12:06

Danke Hans!

Glatt übersehen hatte ich die Stelle, die ich rasch (hoffentlich geht es so) korrigierte.
Für mich zählt nur der 21., wo die Tage länger werden und eine Hoffnung auf einen Frühling gegeben ist.
'Was die Gesellschaft anbelangt, dürften wir so ziemlich einer Meinung sein.

Lieben Gruß!
Joame

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6

Sonntag, 23. Dezember 2012, 17:59

Ich finde es sehr bedauerlich, wenn ihr Weihnachten nicht feiern könnt. Es hängt wohl im Wesentlichen daran, dass es in eurer Kindheit schon kein Thema war, oder eure Familien haben es euch auf irgendeine Art vermiest.
Ich erinnere mich sehr gerne an die Heiligabende, die ich als Kind erleben durfte.
Für mich bedeutet Weihnachten Wärme, Zuneigung und Geborgenheit. Geheischnis, wie wir im Saarland sagen.
Am morgigen Heiligabend sind meine Frau und ich bei unserem jüngsten Sohn und seiner Frau zum Abendessen eingeladen - mit einem schön geschmückten Baum, inklusive Bescherung. Ebenfalls mit uns feiern werden unser ältester Sohn mit Frau und Tochter.
Meine Schwiegertochter Alexandra wird ein einfaches, aber wie immer sehr gut zubereitetes Essen für uns vorbereitet haben. Wir werden essen und trinken, uns gegenseitig kleine Geschenke machen und darum würfeln. Das heißt, jeder, der eine Sechs gewürfelt hat, darf sich eines seiner Geschenke unterm Tannenbaum nehmen und öffnen. Bis jeder alle seine Geschenke „gewonnen“ hat, das dauert erfahrungsgemäß Stunden. Stunden, in denen viel gelacht und über die Geschenke diskutiert wird.
Unsere zweijährige Enkelin wird natürlich der Mittelpunkt sein und wir freuen uns jetzt schon über ihre glänzenden Augen, wenn sie ihre Päckchen aufmachen darf. Sie muss natürlich nicht würfeln.
Wir freuen uns alle darauf, uns wieder zu sehen und noch dazu zu so einem festlichen Anlass.
Es ist schon klar, dass man das „moderne Weihnachten“ kritisch sehen kann und sollte.
Jedoch sind solche Feste immer das, was ich in meinem Umfeld daraus mache, insofern juckt mich das Gehetze und der Konsumrausch, in den viele verfallen nicht die Bohne.
Weihnachten hat man im Herzen – oder eben nicht.
Ich wünsche euch allen ein paar ruhige Tage und friedvolle Gedanken.
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
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