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Donnerstag, 26. April 2012, 15:47

Die Legende von David und Goliath

Nicht umsonst weiß die Bibel zu berichten, dass der Glaube Berge versetzen kann. Auf überzeugende Weise belegt dies die Legende von David und Goliath.

In jener Zeit, war Saul König von Israel. Ihm Gegenüber standen die Heere der Philister, mit Goliath an ihrer Spitze. Goliath, ein Berg von einem Mann, der feindliche Krieger mit einem Schwerthieb in Stücke hauen konnte. Und auf der Seite der Israeliten? Da stand David, ein schmächtiger Hirte, der bewaffnet war mit einer Steinschleuder und auf Gott vertraute. Würde das für Goliath reichen?

Am Tage ihres Zweikampfs, waren sich die Philister siegessicher, mit Goliath, als ihrem besten Kämpfer, würden sie leicht den Sieg erringen. So stand Goliath David gegenüber. Er trug einen Helm aus Bronze, sowie einen Schuppenpanzer und Beinschienen aus Bronze. Auch sein Schwert glänzte bronzefarben in der Mittagssonne. Und David? Er trug eine Wolljacke und Sandalen.

Als die Philister David sahen, schütteten sie sich vor Lachen, auch Goliath konnte vor Lachen kaum stehen. Aber David war sich seines Sieges sicher. Er nahm seine Schleuder aus der Jacke, hob einen Stein vom Boden und begann gefährlich zu schleudern.

Da gefror Goliaths Lachen zu Eis, er sah David mit blitzenden Augen an und stampfte auf ihn zu. David überlegte nicht lange und schleuderte den Stein an Goliaths Kopf. Die Israeliten Jubelten. Der Stein hatte aber nur den Helm getroffen. So musste David seine Steinschleuder nachladen, was er auch tat. Goliath kam indessen immer näher, da traf ihn der zweite Stein. Die Israeliten jubelten. Der Stein hatte aber nur den Schuppenpanzer getroffen. So musste David erneut seine Steinschleuder nachladen, was er auch tat. Goliath kam indessen immer näher, holte mit dem Schwert aus und hieb David entzwei. Die Philister jubelten.

Dann folgte eine Schlacht zwischen den Israeliten und den Philistern, die denkbar knapp ausging. Denn Saul war ein kluger General, der seine ausgebildeten Krieger in die Schlacht lenkte und die Philister besiegen konnte. Mochten sie auch Goliath an ihrer Seite haben, so verstanden sie von taktischen oder strategischen Überlegungen wenig. Ihre Strategie und Taktik bestand darin den Gegner platt zu machen.

Am Ende des Tages war die Schlacht dann entschieden. Die Philister mussten sich zurückziehen. Danach gedachten Saul und seine Krieger der Toten. Auch für David beteten sie und dankten ihm für seinen Mut und seine Opferbereitschaft.

Im Gefolge Sauls, war auch ein gewisser Samuel, der ebenfalls Stimmen von Oben zu hören glaubte, und er überredete Saul dazu, über die Schlacht einen Bericht verfassen zu dürfen. Er wolle dabei vor allem David in den Mittelpunkt rücken, der, wie er meinte, dem israelischen Volk dadurch weiter nützlich sein könne. Saul gab seine Zustimmung und der Bericht wurde verfasst.

Zu erwähnen bleibt nur noch, dass dieser Samuel kein wirklicher Chronist war, würde er heute leben, müsste man ihn unter die Fantasy- und Mystery Autoren einreihen. Aber sein Machwerk fand die Zustimmung der Gläubigen und wird auch heute noch gerne gelesen. Und Goliath? Niemand weiß, was aus ihm wurde. Aber, er lebt weiter, als Prügel-August für David. So versetzt der Glaube Berge.

Hans Beislschmidt

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Freitag, 27. April 2012, 09:09

Hey Wolfgang,
eine hübsche Fantasy Geschichte, die mich an die Fußballweisheit vom geschlossenen Mannschaftsspiel erinnert, die manche Trainer höher bewerten als die Selbstinszenierung der Stars. Man braucht aber die Stars, um die Massen zu mobilisieren (Real gegen Bayern).
Doch zurück zu dem biblischen Hintergrund. Was geschichtlich überliefert und beweisbar ist, ist dass die Stadt Bet She´an (und andere) von den Israelis zerstört wurde und König Saul dort sein Ende fand, zusammen mit Jonathan. David hätte helfen können aber er konnte sich so seines Widersachers entledigen.

David war nicht nur ein mutiger, listiger Feldherr -
... er war ebenso ein gewiefter Geschäftsmann (Handel mit Saul vor dem Kampf mit David)
... er scheute sich auch nicht sich mit dem schwulen Jonathan einzulassen, um eine Allianz gegen Saul zu bilden
... er war ein gewissenloser Mörder (siehe Batseba/Uria)
... er war ein Kopfgeldjäger (siehe Vorhäute der Phillister)
... er war ein Sexmaniac (300 Frauen im Harem)
... er war ABER auch ohne jegliche Furcht und jederzeit bereit sein Leben zu riskieren
... man könnte sagen: - der ideale Söldner.
Ob diese zweifelhaften Vorzüge notwendig sind, um ein Volk zum Sieg zu führen, sei dahingestellt aber es handelt sich ja nur um eine Legende. Genau wie deine interessante Geschichte.

Gruß vom Hans

3

Freitag, 27. April 2012, 12:17

Hallo Hans,

welche Vorzüge notwendig sind, um ein Volk zum Sieg zu führen, ist eine interessante Frage. Ich weiß aber, dass wir alle Menschen sind, also Fehler haben. David, so er denn gelebt hat, hatte mehrere Seiten, die sich alle in den Texten von Samuel widerspiegeln.

Auch die Frage, was historisch richtig und falsch ist, ist knifflig. So habe ich auf der Seite von Wikipedia erfahren, dass David vielleicht keine reale Person war, sondern die Bezeichnung "Heerführer" meinte. Heerführer, jüdisch: dawidum. Und daraus könnte die Figur David entstanden sein. Du schreibt ja auch richtig: alles nur Legende.

Der Grund, warum ich diesen Text geschrieben habe, war, dass mich der Ausspruch: Der Glaube versetzt Berge, aufregt. Er regt mich ebenso auf, wie der Spruch: Jeder ist seines Glückes Schmied. Wenn man so will, habe ich die David-Geschichte nur als Vehikel benutzt, um zu zeigen, wie der Glaube Berge versetzten kann - nämlich auf dem Papier.

LG

Wolfgang

4

Samstag, 25. April 2015, 01:20

Wolfgang,

Du schriebst, Dich rege der Spruch
"Glaube versetzt Berge"
auf.
Wo er sich doch ueberpruefen laesst.
Im ganz alltaeglichen.
Karger Teer, dahinter hochgezogen eine Betonmauer.
Eine winzige Ritze genuegt einem, einst, Loewenzahnsamen
zu wachsen. Bis Gruen und die Blume sichtbar. Nicht Teer, nicht Beton,
vermochte es, das vermeintlich so schwache Pflaenzchen, aufzuhalten.
Auf seinem Weg zum Lichte.
Mit einem Baum, auch winzig im Anfang,
im Grund,
ist es ebenso:
Und es sei ein Berg ueber der Wurzel;
eines Tages wird der Baum
- sein Sein -
den Berg "versetzen".

Und, was der Baum vermag ...
wieso sollte der Mensch solches,
mit "seinen" und Seinen Mitteln,
nicht vermoegen(?!).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kain« (25. April 2015, 01:26)


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