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1

Montag, 12. Dezember 2011, 14:23

Winterglauben

Kriecht Nebeldampf ganz sacht in sprödes Laub,
wird Moder nun das Blatt in letzter Wandlung
und Wald für Klang von Farben taub,
vollzieht sich so des Jahres letzte Handlung.

Längst birst nichts mehr leis knisternd unter Sohlen,
hat Nacht dem Tag manch lichte Stund gestohlen.
Und wär nicht Wissen - ob ich dies dann glaub:
zu Leben wird, was Fäulnis jetzt und Staub.




.keinsilbig `11

2

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 15:07

Liebe keinsilbig.

Das ist spannend.

Der Reimwechsel zwischen beiden Strophen ist mir in der ersten Zeile der zweiten Strophe aufgefallen.

Längst birst nichts mehr leis knisternd unter Sohlen,

Ich finde diesen Satzaufbau sehr spannend. Das Wort "birst ist eher selten zu lesen, aber sowas mag ich gerne. Die Endungen der ersten drei Worte. "st-st-ts- haben mich beim Lesen stocken lassen. Aber nicht negativ, sondern eher neugieriger Weise..

Ein schönes, bewegendes Gedicht, mit eine sehr passenden Überschrift.

Sehr gerne gelesen

Marion:))
Versuchungen sollte man nachkommen. Wer weiß ob sie wiederkommen!



Oscar Wilde





© Marion Baccarra

3

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 15:45

liebe marion bacarra,

du machst mir mit deinem kommentar eine riesenfreude.
gerade, weil du die erste zeile der zweiten strophe so bewusst wahrnimmst und erwähnst. ich habe hier versucht, das knistern auch sprachklanglich auszudrücken.
vielleicht hab ich es etwas übertrieben? ich bin mir da auch nicht so sicher...

lieben dank für deine schönen zeilen!


keinsilbig

Joame Plebis

Fortgeschrittener

Beiträge: 475

Wohnort: Wo man mich duldet

Beruf: Strassensänger, der aus Scham nicht singt

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4

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 21:00

Schönen Tag, keinsilbig!

Wir sind keine eineiigen Zwillinge, deshalb würde meine Art der gleichen Aussage etwas anders aussehen. Das ist normal.
Aus Deinem Gedicht, das ich nicht nur flüchtig überlesen habe, entnehme ich, abgesehen von der eindeutigen Aussage, daß Du wieder 'groß im Kommen' bist. Du hinterläßt einen guten und starken Eindruck.

Lieben Gruß!
Joame

5

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 23:42

lieber joame,


nicht "ich" bin wieder im kommen, sondern "es". auch nicht "groß", aber erkennbar wachsend.
nach der langen schreibblockade oder -leere fühlt sich das für mich natürlich fein an. noch feiner, dass es anscheinend auch so ankommt, wie ich es empfinde: es wird.

herzlichen dank für die schönen zeilen!


keinsilbig

6

Dienstag, 20. Dezember 2011, 17:50


vielleicht hab ich es etwas übertrieben? ich bin mir da auch nicht so sicher...


Übertrieben? Nein, meiner Meinung nach hast du das nicht. Dein knistern ist angekommen. Gerade das macht dein Gedicht zu dem was es ist...zu etwas besonderem.

:) Liebe Grüsse in deinen Abend wünscht dir

Marion:))
Versuchungen sollte man nachkommen. Wer weiß ob sie wiederkommen!



Oscar Wilde





© Marion Baccarra

7

Dienstag, 20. Dezember 2011, 20:05

lieben dank, marion!


du machst mir eine riesenfreude mit deinen zeilen!


lieber gruß,

keinsilbig

8

Freitag, 10. Februar 2012, 11:11

Hallo keinsilbig,



meinen Vorkommentierern kann ich mich nur anschließen. Allerdings lese ich - die Überschrift mit einbeziehend - auch Zweifel heraus. So eindeutig ist die Aussage dann doch nicht. Ich hoffe, die Schreibblockade legt sich. Vielleicht ist es ein Versuch, einfach den Stift in die Hand zu nehmen und ihn übers Papier tanzen zu lassen. "Automatisches Schreiben" soll bei manchen Autoren Wunder bewirken.



LG



Wolfgang

9

Freitag, 10. Februar 2012, 11:29

Vielleicht ist es ein Versuch, einfach den Stift in die Hand zu nehmen und ihn übers Papier tanzen zu lassen. "Automatisches Schreiben" soll bei manchen Autoren Wunder bewirken.



danke, wolfgang,


jeder glaube wird irgendwann und immer wieder mal geprüft, denke ich.
wenns der glaube an sich selbst ist, schadet das auch nicht - vorausgesetzt, das maß stimmt.

meine schreibblockade ist inzwischen einem "neu-zustand" gewichen, der - im vergleich zu "davor" - sich von früher abhebt, indem ich weit weniger schreibe, das dafür aber mit weitaus mehr "bedacht" auf weitaus mehr ebenen des schreibens. etwas, das ich persönlich als entwicklung und auch fortschritt betrachte inzwischen. neu-ordnung braucht eine gewisse zeit, sich an sie zu gewöhnen und das neue wieder als "seines" zu erkennen.

vielen dank für deine zeilen und die damit bereitete freude.


keinsilbig