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1

Sonntag, 2. Oktober 2011, 12:33

auherbst

auherbst



augen so weit schließen
dass sonnenrot durch lider tönt
glitzern auf wellen denken löst
herbst das sein durchströmt
wandelt

zu purer freude









.keinsilbig `11


edit: auf anraten des 8. zwergs "dasein" geändert in "das sein". denn der zwerg hat völlig recht.

kaktusfeige

Fortgeschrittener

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2

Montag, 3. Oktober 2011, 19:47

hallo keinsilbig,
hier eine kurze abschrift meiner denkprozesse beim lesen deines gedichtes :

"jetzt stolpere ich schon zum dritten mal über den titel ( weil ich ihn immer so lese: AU! Herbst! ^^ )
die erste zeile kommt mir bekannt vor - ich weiß, von wo: eyes wide shut ..- oder? oh, nein ,verdammt! schon wieder falsch abgebogen! :rolleyes:

dann baue ich mir eine kleine verständnisbrücke:

augen nur so weit schließen
bis sonnenrot durch lider tönt.....

ah! endlich! habs kapiert! :P das nennt man "kalmieren" (ist eine super-übung zur augen-entspannung und zum energietanken)

jetzt eintauchen in das bild - mmm, gleich reichts hier auch ein bissel nach wald im zimmer....
JAU! Herbst! :P Wie schön. "


Ich beneide dich um den Spaziergang!
Lg, die kaktusfeige

3

Montag, 3. Oktober 2011, 20:30

lieben dank, kaktusfeige,

für deine ausführliche auseinandersetzung und das geduldige herantasten an den text.
es war wirklich ein schöner spaziergang in der lobau. (sicher nicht der letzte!)

"kalmieren" - soso. dacht ich mir doch, dass es dafür inzwischen ein fachwort gibt.
ich hab das als kind schon gerne gemacht. im sommer, am see. mit dem geräusch von wellen im ohr.
irgendwann ist alles nur noch rot und warm. total genial!


liebe grüße,

keinsilbig

Der8.Zwerg

unregistriert

4

Dienstag, 4. Oktober 2011, 10:32

Auherbst

Liebe keinsilbig,

schon erfolgt der Gegenbesuch. Denn ich freue mich natürlich, dass ich schon jemanden "gefunden" habe, mit dem konstruktive Textarbeit gut zu machen ist. :)

Dein Gedicht zeigt einen schönen & glücklichen Zustand, der ganz einfach selber durchzuführen ist und ein buntes Kaleidoskop auf die Augen überträgt. Bei Malern, die gern draußen arbeiten, eine beliebte Methode, wenn sie einmal nach Impulsen für eine passende Komplementärfarbe suchen. Aber da sage ich dir bestimmt nix Neues. ;) .

Was mich ein klein wenig "stört", ist, dass du deinen Eindruck quasi in einem vollständigen Satz zusammenfasst. Da könnte ich mir gut noch etwas sperriger vorstellen:


Zitat

augen geschlossen
sonnenrot durch lider tönt
glitzern auf wellen denken löst -
herbst das sein durchströmt
wandelt

zu purer freude


Das Dasein stelle ich zur Disposition, weil es ja auf der ersten Silbe betont wird und deshalb im Zusammenhang mit Herbst nicht so gut klingt. Was meinst du selber dazu?

Ganz besonders schön finde ich übrigens die "glitzernden Wellen, die das Denken lösen."

Liebe Grüße
Der8.Zwerg


5

Dienstag, 4. Oktober 2011, 10:55

lieben dank für die anregung, 8.zwerg!


ich habe auch sofort das "dasein" in "das sein" geändert. ursprünglich hatte ich nämlich auch das "sein" im sinn, hatte aber sämtliche artikel eliminiert im text. und "sein" allein war mir dann zu undeutlich... ich habe also den artikel wieder auf deine anregung hin eingeführt und finde es so auch viel besser. danke!


die konstruktive arbeit an texten hab ich hier nun schon länger vermisst. so ein klein wenig war schon möglich. aber über neue impulse und sichtweisen freu ich mich immer sehr!


lieber gruß,

keinsilbig