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1

Donnerstag, 7. Juli 2011, 17:00

waldpfade

wieder
deine witterung aufnehmen
deinen spuren folgen
deinen noch warmen lagerplatz
im unterholz aufspüren

tasten
unter der laubdecke
wie lange ist es her?
werd ich dich einholen?

zu lange schon
riecht laub nur mehr nach laub
in meinem wald

nicht mehr nach deinem schweiß
nach deinen träumen
und nach uns




.keinsilbig `11

kaktusfeige

Fortgeschrittener

Beiträge: 392

Wohnort: jwd

Beruf: Löwenbändiger

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2

Donnerstag, 7. Juli 2011, 20:08

hallo keinsilbig,
having the blues today?
nevermind: mir gehts grad auch nur durchmischt (und außerdem regnets gleich)

deinem waldpfad bin ich nachgegangen ( wenigstensn bleiben mir da die füße trocken).
seltsam, dass die dinge ihren zauber nicht bewahren wollen - wohin verflüchtigt sich nur deren atmosphärische magie?

der trick dabei ist wohl: du musst deine augen schließen und dich erinnern. dort bleibt sie für immer erhalten! ;)

lg, die katusfeige

3

Donnerstag, 7. Juli 2011, 20:20

ja. irgendwie schon. blues.

der fragt nicht vorher und klopft auch nicht an.
genau so geht er auch wieder.

und teilweise geb ich auch dem wetter die schuld.
das "lauert" auch die ganze zeit so halb-gar, ohne sich zu erkennen zu geben.


die erinnerungen sind es oft erst, die einen alte pfade wiederfinden lassen. und einem dann so schmerzlich bewusst machen, dass man sie viel zu lange schon nicht mehr beschritten hat. wie konnten sie bloß so zuwuchern, fragt man sich dann. und sucht nach gründen für das so empfundene versäumnis. doch auch die werden nie greifbarer als eine erkenntnis im sinne von "that's the way life goes". und manchmal auch "love", wenn das leben stärker war im richtung-angeben.


"durchmischt" als grundgefühl für manche tage ist gar nicht soooo schlecht. immerhin bildet es einen brauchbaren kontrast zu "in sich ruhend" und ist noch nicht so schlimm wie "mies". da lernt man das dann wieder zu schätzen. :rolleyes:


liebe grüße,

keinsilbig

kaktusfeige

Fortgeschrittener

Beiträge: 392

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4

Donnerstag, 7. Juli 2011, 20:26

Zitat

durchmischt" als grundgefühl für manche tage ist gar nicht soooo schlecht. immerhin bildet es einen brauchbaren kontrast zu "in sich ruhend" und ist noch nicht so schlimm wie "mies". da lernt man das dann wieder zu schätzen.

eben!
außerdem kann man durchmischtes ja wieder
sorgsam aufdröseln - und hat dann stoff für minestens drei gedichte! :P

lg, die katusfeige

5

Donnerstag, 7. Juli 2011, 20:28

hihi. oh ja!
wieder einmal hast du treffsicher den vorteil, den man aus einer solchen lage ziehen kann, ausgemacht und festgenagelt.

:thumbsup:


ein hoch auf deinen unverwüstlichen optimismus!


winkegruß,

keinsilbig

Chavali

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6

Freitag, 8. Juli 2011, 09:17

Liebe keinsilbig,

wie melancholisch.... :huh:
Erinnerungen können wehtun oder wütend machen oder eben diese Blues-Gefühle auslösen.
Du hast dich zu Letzterem entschlossen und das ist dir dichterisch fein gelungen.
Das Gute am freien Vers ist ja auch, dass man nicht auf Reimmuster und Metrum und Metrik achten muss...

Gefällt mir sehr gut. Vielleicht sollte ich umsteigen.
Aber ganz so leicht, wie es aussieht, ist das freie Schreiben ja auch nicht.
Auch dafür muss man ein Händchen und eine Ader haben.



Sehr gern gelesen!
Lieben Gruß,
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

7

Freitag, 8. Juli 2011, 16:56

wie freut mich dein schöner kommentar, liebe chavali,


hab ich doch jetzt schon reichlich lange gar nix mehr mit meinem "händchen" zustande gebracht.
es war schlicht und einfach nicht da.

umso schöner, dass es anscheinend trotz langer ruhepause nicht ganz verlernt hat, zu funktionieren - das händchen.


liebe grüße,

keinsilbig