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1

Mittwoch, 14. September 2011, 14:42

Hundeglück, die erste

Wenn Hundezähne selig Pansen
und Schweineohr kiefelnd zerfransen,
verbreitet sich bald holder Duft,
der weckt auch Opa in der Gruft.

Noch schöner; wenn für harte Zeiten
man Vorratslager muss bereiten,
die unter Kuscheldecken, Kissen
und Kleidung sich befinden müssen!

Will Frauchen sich dann abends räkeln,
muss sie am Sofa erstmal mäkeln:
"Herrjeh, was müffelt denn hier nur?
Brauchen die Achselhaare Schur?

Vergaß ich Käse zwischen Zehen?
Hab ich den Waschtag übersehen?
Starb jemand unlängst unterm Bett?
Es duftet hier höchst un-adrett!

Und worauf lieg ich hier so hart?
Achsooo, der Hund hat angespart
und direkt hinterm Lümmelkissen
sein Bankkonto eröffnen müssen.

Damit der Pansen sich vermehrt,
den er nun mal so gern verzehrt."
Nicht nur, dass das nun mal nicht klappt -
das Zeug auch noch vorzüglich pappt

an dem, worin es "eingegraben".
Warum musst ich so'n Vieh nur haben?
Doch wenn es dann treuherzig schaut,
hat es mir - schwupps - mein Herz geklaut.






.keinsilbig `11

Joame Plebis

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2

Mittwoch, 14. September 2011, 14:59

Schönen Tag, keinsilbig!

Hier mitzureden sollte ich nur, wenn ich es besser könnte. Diese Tiere stehen uns so nahe, dabei sehen sie uns gar nicht ähnlich (nur einigen von uns, was selten vorkommt).
Für Freunde der Vierbeiner ist das Thema naheliegend; sogar ernstzunehmenden Beschreibungen werden zur Quelle des Humors. Ich kann mir Erlebnisse, die der Schreiber hatte, samt den geschilderten Situationen gut vorstellen.

Als Gedicht gefällt es mir weniger, mir scheint Du hast überhaupt nicht viel daran getüftelt. Ich habe es aber gerne gelesen. Es hat einige Erinnerungen in mir wachgerufen.

Freundlichen Gruß!
Joame

3

Mittwoch, 14. September 2011, 17:09


Als Gedicht gefällt es mir weniger, mir scheint Du hast überhaupt nicht viel daran getüftelt.



hab ich auch nicht.
betrachte das gedicht wie einen schnappschuss, der nicht perfekt, aber dennoch eine liebevolle momentaufnahme sein soll.

ich hab zur zeit und schon länger keine freude mehr am tüfteln. ich gestehe, ich weiß nicht, weshalb und woher das kommt. mein kopf ist irgendwie anders drauf - da ist im moment - seit jahren - eher leichtigkeit angesagt und das genieß ich in vollen zügen. ernst wars lang und dicht genug...

die metrik geht aber auf - ich hab mir den text innerlich laut vorgetragen und da klappt es mit der betonung. falls du das meinst.
wenn du mit deiner anmerkung meinst, dass das gedicht jetzt nicht besonders aufwändig oder kunstvoll gemacht ist, geb ich dir recht.
das war nicht die motivation dahinter.

vielleicht hätte ich es gar nicht einstellen sollen.
es war eher als plauder-anregung gedacht oder als ein "guck mal, was hier grad los ist".
ist wohl schiefgegangen.


halb so wild. ich kann schon länger nix mehr schreiben, das irgendwie vor mir selbst bestand hat.
daher liest man auch schon lange nichts mehr von mir. es "will" einfach nicht.
vielleicht sollte ich es dann auch ganz lassen.


ebenso liebe grüße zurück,

keinsilbig

Joame Plebis

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4

Mittwoch, 14. September 2011, 17:17

So wie Du beschreibst, habe ich es auch aufgefasst.

Beim Thema Hund passt Bissigkeit gut dazu, deshalb hier ein kleiner bissiger Spruch:

:D Wenn das Können beim Schreibens nachlässt, muß es sich beim Betonen steigern. :D

Lieben Gruß
Joame

5

Mittwoch, 14. September 2011, 17:37



:D Wenn das Können beim Schreiben nachlässt, muß es sich beim Betonen steigern. :D




:rolleyes: na, dann brauch ich mir ja keine sorgen zu machen. im betonen war ich schon immer kreativ.

ich bitte, meine euphorie des ersten (noch jungen) hunde-besitzerin-stolzes zu ertragen und verzeihen. wird nicht wieder vorkommen.
(aaaber: ist sie nicht süß, die hundemaus? hm? HM?)

Joame Plebis

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6

Mittwoch, 14. September 2011, 17:44

Das Bild zu bewundern - gute Aufnahme - habe ich verabsäumt. Lieb sieht er aus, hat eine dankbare Farbe, weil man die Flöhe leichter findet. Für die winzigen Milben würde ich eine Maschine von Siemens empfehlen mit 1600 U/M Schleudergang. :P

Hans Beislschmidt

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7

Donnerstag, 15. September 2011, 21:04

aha - die schöpferische Pause hat nicht lange angehalten und ist der Liebe zur Natur gewichen. Dem Hundchen sieht man an, dass er/sie sich wohlfühlt. Wenn so ein Hundeleben der Anstoß zur neuen Kreativität ist, bin ich gespannt, wieviele Verse es letzlich werden. Gebrieft durch die umtriebigen Katzendichterinnen, schließe ich, dass das Potential nach unendlich strebt :D ... gut geknurrt ist halb gebellt und so fügt sich alles zusammen, was im im Kopf geschwanzwedelt werden darf. Gruß und Wuff vom Hans
ps. Pansen ist übrigens sehr lecker und als Pansensuppe (dünn geschnitten) - eine Delikatesse.

Joame Plebis

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8

Donnerstag, 15. September 2011, 21:19

Nur auf dem Bild ist das Hündchen so brav,
des Nachts streunt er wild durch die Gassen.
Er frißt jede Katze und reißt manches Schaf,
ist flink und mit nichts zu fassen.

Das Bild zeigt ihn, wie er gewaschen war,
ist eventuell retuschiert,
ansonst ist er graubraun und und mistig sein Haar,
sein Maul ist meist blutverschmiert.

Er spielt mit den Ratten, schleckt denen das Fell,
frißt sich an Kadavern satt,
stört nachtsüber Menschen mit wildem Gebell,
weil er viele Bandwürmer hat.

9

Freitag, 16. September 2011, 08:46

, joame!!!!!


wenn, dann ist unser hündchen ein schaf im wolfspelz, aber sicher nicht umgekehrt.
was sonst könnte man mit knapp 25 cm größe auch sein....


naja, hans,


die schöpferische "gewaltigkeit" seh ich ja in dem hundgedichtchen nicht wirklich. es zählt also nicht als das, was ich normalerweise unter "schreiben" verstehe, wie es mich erfüllt und befriedigt.
(im forum des tierrettungsvereins, aus dem wir bluna geholt haben, ist das gedicht natürlich deeeer burner. aber da wird ja alles niedlich gefunden, was nur irgendwie mit vierbeinern zu tun hat, die irgendwann mal gerettet wurden und nun "ihr glück gefunden haben". die maßstäbe da sind schon ganz anders... hihi.

allerdings, wenn man dann da berichte liest über tierrettungen, wo du dich fragst, welches exemplar mensch es schafft eine alte hündin geteert in einen abwasserschacht zu werfen und noch ein paar holzpaletten obendrauf, damit sie auch ja gründlich von der bildfläche radiert wird, ist dir der überschwang auf der anderen seite doch lieber....)


liebe grüße,

keinsilbig (goes bluna)

Joame Plebis

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10

Freitag, 16. September 2011, 09:16

Richtig soll es in meinen Zeilen heissen: ...streunt es ... .
Das nur so nebenbei, für die Rechtschreibung aber wichtig. Ich lasse es als abschreckendes Beispiel stehen?
Vermehrt werde ich nach diesem Riesen Ausschau halten, von dem Du nicht weit entfernt sein wirst. So könnte ich Dich persönlich sehen.
Vielleicht sollte ich vor jede Besitzerin eines solchen Hundes hintreten, ihn wegnehmen und fragen "Bist Du jetzt keinsilbig?"

Für einen Ableger von ihm wäre ich Dir dankbar, könnte diesen noch rechtzeitig vor Weihnachten mit Glitzerkram schmücken, damit auch ich einen Hauch eines festlichen Gefühls habe. Danke im vorhinein. :P

Gruß
Joame

11

Freitag, 16. September 2011, 18:55


Vielleicht sollte ich vor jede Besitzerin eines solchen Hundes hintreten, ihn wegnehmen und fragen "Bist Du jetzt keinsilbig?"




da es nur genau einen einzigen, sooo entzückenden hund geben KANN, kann das dann auch nur ich sein, joame.

also keine falsche scheu! :D


und ableger produziert m.W. doch nur die pflanzenwelt, oder? 8|
bluna wird definitiv weder ableger noch nachkommen produzieren.
du musst also für weihnachten umdisponieren, fürchte ich. ;(


vorweihnachtliche grüße,

keinsilbig

kaktusfeige

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12

Freitag, 16. September 2011, 19:40

hallo keinsilbig,

gratulation zum neuen mitbewohner!

was die müffel -sache anlangt, so kann ich sie um eine weitere anekdote erweitern: wir hatten mal nen schwarzen kater, dessen magen war irgendwie empfindlich. er hat sich darum immer wieder mal erbrochen.

einmal haben wir uns sehr gewundert, warum es im wohzimmer so eigentümlich roch. erst nach längerem suchen entdeckten wir die ursache: katerchen hatte ( wohl oben auf der lehne der wohnzimmerbank liegend) durch die obere abdeckung des heizkörpers "gebröckelt"! das material war dann klammheimlich zwischen heizkörper und bank "verschwunden" - und da es dort ein bis zwei tage unbemerkt geblieben war, entwickelte es ganz schön "odeur"...... 8|

der hund ist süß! genieße die heiterkeit!

was hast du von der kunst,
wenn dich das leben hunzt?
ein bisschen spaß im hier und jetzt
bestimmt den "weltruhm" dir ersetzt.
jetzt bist du auf den hund gekommen:
die freude sei dir unbenommen!

lg, die kaktusfeige

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