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Hans Beislschmidt

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1

Donnerstag, 14. Januar 2010, 12:27

Die ersten Schritte

Jetzt geht's zur Sache

Unzählige Male habe ich schon in verschiedenen Foren über dieses Thema gelesen und mich auch an der Diskussion beteiligt. Jetzt werde ich anhand des Leitfadens von Manfred Plinke einen Kleinverlag gründen und hier regelmäßig über den Fortgang der Dinge berichten. Dieses Thema habe ich bewusst ausgewählt, weil kaum einer über dezidierte Erfahrungen berichten konnte oder wollte. Nichtsdestotrotz taucht dieses Thema immer wieder auf, weil die Wunsch nach einer Veröffentlichung kann ein virtuelles Forum nur zum Teil abdecken. Das „haptische“ Gefühl etwas Greifbares in der Hand zu halten ist doch ein ganz anderes, als von einem Bildschirm Texte zu lesen. Ich habe es in den offenen Bereich gestellt, so dass auch die Gäste-Besucher dieser Seite mitlesen können. Ich hoffe auf regen Austausch auf Seiten der User.

Gruß vom Hans

Ich wollte nie so lange leben

Wie akribisch genau warst du,
hast alles gezählt, errechnet,
gewogen, gemessen, verfügt,
kalkuliert, angedacht, verworfen,
deine Logik war umwerfend,
so entwaffnend, unwiderlegbar
und du hattest meistens Recht,
das war ja das Schlimme daran.

OK, du hattest auch Fehler:
- du warst nicht schwindelfrei
- Wasser konnte leicht anbrennen
- dein Rad hatte meistens nen Platten
- dein Pass war stets abgelaufen
- kein Schuh wollte dir je passen
- Sex? Ach ja, ich kann mich erinnern.

Was wolltest du eigentlich hier,
in diesem chaotischen Leben?
- Pandoras Büchse öffnen?
- aus dem goldenen Gral trinken?
- den Stein der Weisen finden?
- Archimedes’ Gesetze widerlegen?
- die Angst vor dem Tod überwinden?
- oder doch nur ein bisschen Glück?

Ich mag nicht mehr die Lehren hören!
- kein moralinsaurer Kostgänger sein
- im Pflichtbewusstsein zergehen
- keine frommen Lieder mehr singen
- ich will mich wieder im Dreck wälzen
- will mich prügeln und besaufen
- will Gefahr im Magen verspüren
- ich wollte doch nie so lange leben.


BKA-Trojaner (Ukash-Trojaner/GVU-Trojaner/BSI-Trojaner) entfernen
1.Starten Sie den mit dem Ukash-Trojaner (BKA-Trojaner) infizierten PC.


2.Sobald nach der Anmeldung der Desktophintergrund sichtbar ist, drücken Sie die Tastenkombination [Strg] + [Alt] + [Entf]. Machen Sie dies mehrmals hintereinander: Solange, bis sich der Taskmanager öffnet. Unter Windows 7 klicken Sie auf Task-Manager starten.


3.Wechseln Sie in den Karteikartenreiter Prozesse.


4.Der Ukash-Trojaner beziehungsweise BKA-Trojaner versteckt sich hinter teils zufallsgenerierten Namen wie eloxor.exe und jashla.exe. Stoppen Sie alle verdächtigen Anwendungen, indem Sie den Eintrag markieren und auf die Schaltfläche Prozess beenden klicken.


5.Im nächsten Schritt starten Sie die Systemwiederherstellung von Windows. Das heißt, Sie setzen Ihr System auf ein Datum vor der Infizierung mit dem Ukash-Trojaner (BKA-Trojaner) zurück.


6.Klicken Sie im Taskmanager auf Datei und wählen Neuer Task (ausführen). Klicken Sie auf die Schaltfläche Durchsuchen und hangeln Sie sich über das Suchfenster zur Datei rstrui.exe durch (unter Windows 7 in der Regel unter C:\Windows\system32; in Windows XP unter C:\Windows\system32\Restore). Bestätigen Sie die Eingabe mit einem Klick auf Öffnen und OK.


7.Folgen Sie den Anweisungen des Systemwiederherstellungsassistenten, um den Ukash-Trojaner (BKA-Trojaner) zu entfernen.



Achtung: Diese Anleitung funktioniert nur bei einem Teil der bekannten Varianten des Trojaners. Sollten Sie damit keinen Erfolg haben, identifizieren Sie über www.bka-trojaner.de die Variante und folgen Sie dort den Anweisungen.


BKA-Trojaner ohne Systemwiederherstellung entfernen
Können oder wollen Sie keine Systemwiederherstellung durchführen, besteht die Möglichkeit, den Windows-Explorer (explorer.exe) über den Taskmanager zu aktivieren und den PC mit einem Virenentfernungs-Programm vom Ukash-Trojaner zu säubern.

Computer-VideoSo vermeiden Sie üble Passwort-Pannen
Hilfreiche Tipps: So erstellen Sie ein hackersicheres Passwort, das Sie sich auch merken können. zum Video
Laden Sie sich über das Anti-Botnet-Beratungszentrum "botfrei.de" den kostenlosen DE-Cleaner von Avira herunter, installieren den Virenjäger auf einen USB-Stick und starten das Programm am infizierten PC – nach dem Suchlauf sollte die Ukash Vorschaltseite des BKA-Trojaner sowie die ausführende Datei entfernt sein. Windows funktioniert wieder. Eine detaillierte Anleitung darüber, wie Sie den BKA-Trojaner via USB-Stick vom PC entfernen, finden Sie auf der Ratgeber-Seite von botfrei.de.

BKA-Trojaner ohne Admin-Rechte am PC entfernen
Gelangt der Ukash-Trojaner oder BKA-Trojaner auf einen mit eingeschränkten Benutzerrechten ausgestatteten Arbeitsplatzrechner, befreien Sie Ihr Benutzerkonto wie folgt von den nervigen Störenfried:

1.Starten Sie unmittelbar nach der Anmeldung mit der Tastenkombination [Steuerung] + [Alt] + [Entfernen] den Taskmanager.


2.Beenden Sie den Prozess jashla.exe bzw. eloxor.exe.


3.Löschen Sie die ausführende Datei. Sie finden diese unter Windows 7 und Vista im Verzeichnis C:\Users\[Ihr Benutzername]\AppData\Roaming (in Windows XP unter C:\Dokumente und Einstellungen\[Ihr Benutzername]\Anwendungsdaten). Wichtig: Damit Unterordner wie AppData und Anwendungsdaten sichtbar sind, müssen Sie zuvor in den Ordneroptionen unter "Ansicht" den Punkt "Ausgeblendete Dateien und Ordner anzeigen" aktivieren.


Im Anschluss säubern Sie die Windows Registry von den Start-Einträgen des Ukash-Trojaner (BKA-Trojaner). Sollte kein Systemreiniger auf dem PC installiert sein, laden Sie sich die portable Version von CCleaner über das Internet auf Ihren Computer herunter. Sie erhalten den kostenlosen Registry-Reiniger über die Herstellerseite www.piriform.com/ccleaner/builds. Das Programm benötigt keine Installation. Nach der Säuberung vom Ukash-Trojaner (BKA-Trojaner) sollte Windows wieder funktionieren.

Virenschutz: Vollprüfung nicht vergessen
Sobald Sie wieder Zugriff auf Ihren PC haben, starten Sie mit Ihrem Virenschutzprogramm eine Vollprüfung Ihres PC. Greifen Sie dabei auch auf bootfähige Virenscanner wie beispielsweise der DE-Cleaner Rettungssystem CD zurück. Fehlt Ihrem Betriebssystem ein Virenhintergrundwächter für den laufenden Betrieb, sollten Sie diesen schnellstens installieren, zum Beispiel einen kostenlosen wie avast Free Antivirus oder Avira Free Antivirus. Das Virenschutzprogramm sollte immer eingeschaltet sein. Eine Auswahl geeigneter Antivirenprogramme finden Sie auf Softwareload. Darüber hinaus sollten Sie überprüfen, ob Ihr System samt Zusatzsoftware wie Java, Adobe Reader etc. auf dem aktuellen Stand ist, da Trojaner immer wieder auch über Sicherheitslücken in installierter Software auf den PC gelangen. Dazu eignet sich das Gratis-Prüfprogramm Secunia Personal Software Inspector.

Berry Rose

unregistriert

2

Donnerstag, 14. Januar 2010, 17:11

Hui, einer der's wagt!

Dann hoff ich mal, dass du Erfolg hast! Schadet ja nie, einen Verleger zu kennen ;)
Viel Glück!

Gruß
Berry

norbert

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3

Donnerstag, 14. Januar 2010, 20:37

klasse, hans,
ich bin absolut davon überzeugt, dass man lyrik erfolgreich verkaufen kann, wenn man sich einfach mal vor augen hält, was der leser überhaupt will.
momentan herrscht auf dem markt eine mafia von vers-libre-vertretern, die große verlage sich als hobby halten - ich hatte gelegenheit, etwas hinter die kulissen zu blicken: dort herrschen arroganz und elitebewusstsein, kurz: DUMMHEIT.
man kann zwölftonmusik einfach nicht kommerziell vertreiben...
bin gerne bereit, mit meinen fertigkeiten bei dir mitzuarbeiten (auch layout, illus etc.).
liebe grüße
norbert

Hans Beislschmidt

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4

Samstag, 16. Januar 2010, 16:46

Hey, vielen Dank, für die Rückmeldung (und das Angebot dich einzubringen Norbert). Wir werden in der Folge sehen, wie sich das Projekt entwickelt. Ich habe bis zur Erstellung des ersten Buches vier Monate eingeplant. Gruß Hans

BKA Virus


Seit über 2 Jahren stehen die Experten des Anti-Botnet-Beratungszentrums tausenden betroffenen Endanwendern im eigens dafür eingerichteteten Support-Forum hilfreich zur Seite. Über 90% aller Support-Cases beschäftigen sich hier mit der Bereinigung von Endsystemen, die mit der Ransomware BKA-Trojaner bzw. GVU/GEMA-Trojanern befallen sind und den Zugriff auf den Desktop auf unterschiedliche Weise verhindern. Wohingegen sich einfachere, harmlosere Erpressungsversuche lediglich mittels Hinweisfenster äußern, die bei jedem regulären Windowsstart erscheinen und nicht geschlossen werden können, werden in schwereren Fällen auch Dateien des Benutzers verschlüsselt oder gelöscht, welches gerade technisch weniger versierte Anwender vor scheinbar “unlösbare Aufgaben” stellt.

Damit ist jetzt Schluss: SurfRight & botfrei.de sagen diesen Schädlingen den Kampf an!

Die botfrei.de-Edition von HitmanPro.Kickstart (Download: HitmanPro) lässt sich vom USB Stick booten um Windows bereits während der Startsequenz auf Malwarebefall zu untersuchen und diese zu entfernen. Zur Umgehung des Master Boot Records (MBR) bringt HitmanPro.Kickstart einen eigenen Bootloader mit, der zunächst Windows startet, um dann vor der Benutzeranmeldung den auf Cloud-Technologie basierten Malware-Scanner zu starten. Dies hat den Vorteil, dass auch Schädlinge, die sich im MBR festsetzen, aussen vor bleiben und ein sauberer Windows Start gewährleistet werden kann.

Im nachfolgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie mit HitmanPro.Kickstart Ihr System zurückerobern:

Für dieses Vorgehen wird ein USB-Stick vorausgesetzt. Dieser darf durchaus sehr klein ausfallen, da das Programm an sich lediglich 20 MB benötigt. So kann man es auch auf einem älteren USB Stick installieren und diesen als Rettungs-Stick verwenden. So bleibt sogar auf einem betagten 500 MB Stick noch genügend Platz um einige zusätzliche Tools zu installieren.

Nach dem ersten Start von HitmanPro erscheint folgender Bildschirm :


HitmanPro.Kickstart. Installiert man das Tool auf Festplatte so sieht man in der Fussleiste den Kickboxer, über den man zur Erstellung eines bootbaren USB Sticks gelangt.
Beim unregistrierten Programm ist noch der „jetzt kaufen“ Button sichtbar – dieser verschwindet sofern man eine Lizenz erworben hat. Aber auch ohne erworbene Lizenz ist das Programm 30 Tage lang uneingeschränkt lauffähig, was ausreichen sollte um einen akuten Schädlingsbefall zu beseitigen.

Durch Klick auf den kleinen Kickboxer gelangt man zur Erstellung des USB-Sticks.

In einfachen Schritten wird man durch die Erstellung eines USB-Sticks geleitet, das Programm listet alle am PC angeschlossenen USB-Speichergeräte auf und bietet an, auf diesen HitmanPro.Kickstart zu installieren.


Installation von HitmanPro.Kickstart auf einen bootfähigen USB Stick
Selbstverständlich wird darauf hingewiesen, dass bei der Erstellung des USB Sticks alle eventuell auf diesem gespeicherten Dateien verloren gehen – hier bleibt noch eine letzte Gelegenheit den Vorgang abzubrechen, falls man doch den falschen Stick erwischt haben sollte.

Vor dem ersten Starten von USB Stick, sollte man sich vergewissern, dass im BIOS des Rechners das Booten von USB aktiviert ist, eventuell muss man auch die Startreihenfolge im BIOS anpassen. Das geht auf zwei Arten: Entweder Sie stellen die Bootreihenfolge im BIOS dauerhaft um oder Sie nutzen eine BIOS-Option, um einmalig den Start von einer anderen Quelle anzustoßen. Meist gelingt die Abkürzung über [F12], bein manch einem BIOS ist es aber auch [ESC], [F8] oder [F10]; achten Sie dazu bitte auf die Anzeige auf dem Bildschirm, die beim Starten des Rechners kurz eingeblendet wird.
Bootet man nun vom Stick, so erscheint zunächst ein Auswahlmenü:


Boot von USB Stick – dazu sollte im BIOS das starten von USB Medien erlaubt sein
Hier kann man wählen, ob HitmanPro.Kickstart den MBR übergehen, oder der originale MBR verarbeitet werden soll (wichtig wenn man z.B. alternative Bootloader wie GRUB installiert hat).

Windows bootet nun bis zur Benutzeranmeldung. Nach kurzer Wartezeit erscheint das Hauptfenster von HitmanPro.Kickstart.


Durch den Kickstart von USB Stick, kann sich HitmanPro bereits vor der Benutzeranmeldung starten
Noch bevor sich ein Benutzer anmeldet und damit bevor z.B. ein Sperrbildschirm eines Trojaners aktiv wird, startet hier HitmanPro und ermöglicht es so, das System auf Schadsoftware zu untersuchen und eventuell gefundene Schadsoftware in Quarantäne zu schieben oder zu löschen.


HitmanPro scannt nach Bedrohungen – bisher wurden nur unschädliche Tracking cockies erkannt, für welche HitmanPro vorschlägt sie zu löschen.
Sollte HitmanPro Schadsoftware finden, so meldet er die gefundenen Infektionen und bietet auf Wunsch auch eine genauere Erläuterung der gefundenen Schadsoftware an.


HitmanPro hat Bedrohungen endteckt und zeigt diese an. Durch Klick auf die einzelnen Befunde lässt sich eine detaillierte Beschreibung des Fundes aufrufen.
Damit ist der Scan abgeschlossen, es wird eine Zusammenfassung gezeigt und der Rechner kann neu gestartet werden:


Eine Statistik zum Scanende
Ein weiterer Scan ergibt dann im Normalfall folgendes Resultat:


Das sieht man gerne : alles sauber !
HitmanPro.Kickstart ist ein sehr empfehlenswertes Tool zur Bekämpfung von Ransomware.

In unseren Tests konnten eine Vielzahl von Schädlingen erkannt und von HitmanPro gesäubert werden. In besonders harten Fällen ist es hilfreich, den Start von Windows im abgesicherten Modus mit Netzwerkunterstützung vorzunehmen, damit HitmanPro ungestört arbeiten kann. Wenn der Scan von HitmanPro.Kickstart abgeschlossen ist, empfiehlt es sich nach dem Neustart des Rechners einen Scan mit der lokalen Installation von HitmanPro durchzuführen.

Ist der Rechner durch Ransomware gesperrt, bietet ein solches Tool oftmals den letzten Ausweg um den Rechner zu starten und einen Virenscan durchführen zu können. Natürlich kann man hier auch mit einer Linux Boot CD wie z.B. der AntiBot CD arbeiten, die gewohnte Windows Umgebung bietet aber gerade dem unversiertem Anwender einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil. Desweiteren benötigt HitmanPro.Kickstart keinerlei Tools um sich bootfähig auf einen USB Stick zu installieren, man ruft das Programm nach dem Download auf einem sauberen Rechner auf und kann innnerhalb weniger Augenblicke einen USB Stick erstellen, mit welchem man den infizierten Rechner starten und untersuchen kann.

Genau das, was man benötigt, wenn die Windows Oberfläche gesperrt ist – mit dem bootfähigem USB Stick und HitmanPro.Kickstart kann der Rechner wieder lauffähig gemacht werden. Dabei können die Ergebnisse beim Beseitigen von Ransomware und Schädlingen überzeugen. Der Download von HitmanPro (Special-Edition) wird automatisch als 32- oder -64-Bit Version erfolgen, je nach dem auf dem Rechner verwendeten Betriebssystem.

Mit der Software HitmanPro hat der niederländische Hersteller SurfRight ein Tool vorgestellt, mit welchem man seinen Rechner schnell auf einen möglichen Malware-Befall untersuchen kann. HitmanPro (Special-Edition) dient hier als „second Opinion“ Scanner, man kann sich mit seiner Hilfe sozusagen eine zweite Meinung einholen, falls man den Verdacht hegt, die auf dem PC installierte Antiviren habe etwas übersehen.

Hier gehts zu den Workshops zu HitmanPro.Kickstart :
HitmanPro.Kickstart – Workshop Teil 1 : USB-Stick erstellen
HitmanPro.Kickstart – Workshop Teil 2 : Rechner untersuchen
HitmanPro.Kickstart – Workshop Teil 3 : Die Sidekick CD

5

Samstag, 16. Januar 2010, 19:28

dort herrschen arroganz und elitebewusstsein, kurz: DUMMHEIT.
man kann zwölftonmusik einfach nicht kommerziell vertreiben...



mit solchen aussagen wäre ich lieber ein wenig vorsichtig, norbert.


a) weil immer die frage ist, WER von außen WAS als betrachter als arrogant empfindet und was nicht. es wär doch gut möglich, dass auch von uns und dem, was wir so tun, jemand exakt das gleiche hält.

b) du durch deine aussage haarscharf dasselbe mit den kleinen verlagen und den ihnen affinen lyrikern/autoren/künstlern machst.
"mir san mir" bleibt - egal von welcher seite aus betrachtet - immer eine form von abgrenzung und herausstreichung. also elite-denken.

c) "zwölfton-musik"-lyrik definitiv eine andere liga ist, als die, in der du zu spielen gedenkst, wie ich dich verstehe.
warum also musst du dann das "weniger zugängliche" und nicht so nah an der unterhaltung angesiedelte, das eben nicht auf breite masse abzielt (sondern ein ganz spezielles publikum mit etwas, das "sperriger" ist in seinem zugang und mehr vom leser verlangt als anderes), schlecht machen?



die "elite" hast du durch deine eigene aussage hier doch letztendlich und genaugenommen selbst zu einer solchen gemacht.

lass die doch ihr ding machen, wenn deins ohnehin ein gänzlich anderes und anders motiviertes ist. ganz ohne zu werten. genau DAS nämlich ist auch arrogant.


sorry, aber das MUSSTE ich hier loswerden. (als jemand, der sich als kunstschaffend und kunstvermittelnd versteht und berufen sieht, als jemand, der über das wesen von kunst und den künstler in seiner psyche einiges studiert und der gelernt hat an wissen und als jemand, der sich keinem "wir" zuordnen muss, um sich in seinem tun bestätigt zu fühlen).

die einen verlage sind klein, die anderen groß. zwölfton-musik ist kompliziert und daher für die einen zu anstrengend (was man auch mit gutem recht sagen darf), für die anderen genau das, was stimuliert, WEIL es eben fordert, und für wieder andere ein mysterium, das sie sich durch abwertende bemerkungen möglichst kleinmachen und vom leib halten müssen, um sich zu arrangieren....

letztendlich möchte sich doch jeder kunstschaffende (und wir sind hier ausdrücklich ein forum für künstler!) als "einzigartig" und "besonders" wahrgenommen sehen. JEDER!

und zwar egal in welcher disziplin.
wenn man sich also seines eigenen schaffens und der zuordnung des eigenen werkes zu einer bestimmten "empfänger-gruppe" sicher ist - warum dann sich-vergleichen mit etwas, das gar nicht vergleichbar ist? (das wirft kein besonders gutes licht auf jemanden, der von sich als kunst-schaffendem (und somit anzunehmend auch kunst-verständigem) spricht).


du verstehst also, dass ich mich an dem wort "DUMMHEIT" stoße (und warum), denke ich.



gruß,

keinsilbig

norbert

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6

Sonntag, 17. Januar 2010, 09:08

hallo keinsilbig,

nimm mich mal nicht so ernst, ich will hier keine kunstheoretischen thesen anschlagen.
ich äußere nur meine meinung nach meiner erfahrung.
kunst mag so frei sein, wie sie will, fragt sich nur, welche art von kunst erfolgreich ist und warum."letztendlich möchte sich doch jeder kunstschaffende (und wir sind hier
ausdrücklich ein forum für künstler!) als "einzigartig" und "besonders"
wahrgenommen sehen. JEDER!"
ist jeder damit auch automatisch ein "wahrnehmenswerter künstler"? - meine katze möchte auch wahrgenommen werden, meine nachbarin auch, wenn sie sich die haare blond gefärbt hat.
es ist natürlich schwer, dinge zu werten.
zur musik: der mensch hat jahrhunderte gebraucht, um endlich die schwingungsverhältnisse herauszufinden, mit denen die harmonieverbindungen möglich sind, die als erster wohl j.s. bach mit seiner wohltemperierten stimmung bringen konnte. das ließ spielräume etwa bis chopin, danach war es ausgereizt, vollendet. mit 12tonmusik zerstöre ich bewusst diese harmonie, der musiker will grenzen überschreiten, das ist verständlich und man kann es historisch intellektuell einordnen - aber der direkte zugang ist nicht mehr gegeben.
was wahrheiten angeht, such ich mir die eher in der philosophie, kunst vertritt nur postionen.
ich weiß, das sind weite felder...
liebe grüße
norbert

7

Sonntag, 17. Januar 2010, 09:36


nimm mich mal nicht so ernst, ich will hier keine kunstheoretischen thesen anschlagen.
ich äußere nur meine meinung nach meiner erfahrung.
....


kunst vertritt nur postionen.
ich weiß, das sind weite felder...




sehr weite felder, norbert,


allerdings. :)


wo würdest du denn dann gerne ernst genommen werden und wo nicht? ;)


lieber gruß zurück,


keinsilbig

norbert

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8

Sonntag, 17. Januar 2010, 10:42

wo würdest du denn dann gerne ernst genommen werden und wo nicht? ;)


...in meinem bemühen, form und inhalt unter einen hut zu bekommen.
liebe grüße
norbert

9

Sonntag, 17. Januar 2010, 11:01



...in meinem bemühen, form und inhalt unter einen hut zu bekommen.



diese kunstfertigkeit beherrschst du doch bereits längst, norbert. :)


wohin soll es auf dieser basis also weitergehen?
wann kommt also die zeit für die eigenen, individuellen wege (die sich ja bereits abzeichnen) auf einem solchen fundament?
darauf bin ich schon jetzt gespannt. denn dort wird es "kunst".


lieber gruß,

keinsilbig

norbert

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10

Sonntag, 17. Januar 2010, 12:16

...du scheinst mich schon länger zu kennen - kenne ich dich auch unter einem anderen nick?
"wann kommt also die zeit für die eigenen, individuellen wege (die sich ja bereits abzeichnen) auf einem solchen fundament?


darauf bin ich schon jetzt gespannt. denn dort wird es "kunst". "

...welche eigenen wege erwartest du denn? wann wird es denn "kunst" - und woher weißt DU eigentlich so genau, was denn kunst ist?

fragt ratlos
norbert

11

Sonntag, 17. Januar 2010, 13:40

ich habe (bildende) kunst und kunstvermittlung an sich studiert, norbert.


vor nunmehr ca. 20 jahren an einer hochschule und mit abschluss und somit diplom.
und ca. 20 jahre lang bin ich auch in diesem metier berufstätig.

um als kunstvermittler tätig sein zu können, gehört dazu, das wesen der kunst studiert zu haben und es erkennen und - wo möglich - zuordnen zu können, die techniken der verschiedenen disziplinen zu erlernen und bis zu einem gewissen grad auch selbst halbwegs zu beherrschen (wichtiger ist jedoch fast, deren wesen zu verstehen, als es bis zur perfektion anzuwenden), über die psychologie der rezensionsäthetik und die psychologie von wahrnehmung und des künstlers an sich bescheid zu wissen und all das anhand von betrachtung und studium möglichst vieler kunstwerke, deren urheber und deren entstehungsepochen samt deren gegebenheiten, die im werk immer ablesbar sind, zu vertiefen, um es erkennen und vergleichen zu können, um bezüge zwischen kunstwerk und der welt, in der es entstanden ist und der welt, in der es aktuell wahrgenommen wird, herzustellen.

die dabei gültigen gesetzmäßigkeiten, die "fassbar" sind (sowie die nicht einorden- und fassbaren) unterliegen in sämtlichen bildnerischen kunstdisziplinen - also auch in der literatur - zu einem großteil den gleichen wahrnehmbaren regeln und wirkungsweisen. etwas, das ich persönlich sehr faszinierend finde und mit großem interesse vergleiche und verfolge.

daher kann ich mir - natürlich immer nur für mich ganz persönlich sprechend - ein bild machen aus dem, was du von dir als autor zeigst. aus der art, wie du es zeigst.

und ich bleibe bei meiner aussage: du hast für dich den weg, form und inhalt unter einen stimmigen hut zu bekommen, gefunden.
parallel zur vertiefung der technik (in richtung perfektion) sollte sich aber ab einem gewissen zeitpunkt auch die individuelle intention des autors/künstlers mit-entwickeln können. hintereinander geht das nicht, ohne, dass das eine zu sehr die überhand über das andere gewinnt, weil es bereits die sicht zu stark auf den einen aspekt, der schon mehr "ausgebildet" wurde, einengt.

irgendwann also sollte man, wenn man sich als kunstschaffender vom kunsthandwerklich begabten und fast perfekten abheben möchte, die individuellen wege erforschen. experimentieren. herausfinden, worin die ganz persönliche eigenart dessen liegt, was man erschafft. und wie man es erschafft.

sich die frage stellen: welchen unterschied will ich mit meinem werk machen?

und DAS ist teil des wesens von kunst. sich zu unterscheiden.



ich hoffe, ich habe damit deine fragen zur zufriedenheit beantwortet, norbert.


lieber feen-gruß vom künstlerischen asphalt,

keinsilbig

norbert

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12

Sonntag, 17. Januar 2010, 16:57

danke für deine bemühungen, keinsilbig,
kunst habe ich auch studiert, sogar als hauptfach neben mathematik und physik.
es hat mich aber kaum geprägt, es ist mir zu subjektiv - wenn mich an kunst etwas fesselt, dann ist es die FREIHEIT, ausüben zu können, was mich interessiert.
in meinen texten - ich dichte erst seit drei jahren - bin ich mal wortspieler, mal (zeit)philosoph, mal leidender - je nach stimmung, lust und laune. ich überlege mir nicht, ob ich mich unterscheide, ich habe viel zu wenig ahnung von lyrik, für mich habe ich meinen eigenen stil entwickelt.
warum MUSS ich experimentieren, warum denn?
liebe grüße
laienbert

13

Sonntag, 17. Januar 2010, 17:44


..., für mich habe ich meinen eigenen stil entwickelt.



wir reden subjektiverweise anscheinend aneinander vorbei, stilbert.

genau DAS meinte ich doch auch.
deinen eigenen stil lese ich schon länger und gerne.
ich habe mich auf deine aussage

Zitat

in meinem bemühen, form und inhalt unter einen hut zu bekommen.
bezogen.

und deine frage beantwortet (durchaus allgemein gemeint und nicht als versuch, dich zu missionieren), woher ich meine zu wissen, was kunst ist.


und ja - es ist immer eine subjektive sache.
das mag nicht jeder. und das ist auch legitim.
ich behaupte jedoch - wieder ganz allgemein gemeint - dass dieses unbehagen gegenüber dem subjektiven nicht sein müsste, wenn die kunstvermittlung schon in der grunschule diesem kunst-typischen aspekt gerechter werden würde.... dann wäre das "subjektive" nicht so leicht-negativ belegt, wie es das eben meistens dann ist, wenn man versucht mit kriterien der bewertbar- und messbarkeit an kunst heranzugehen.


so. aus.
bevor hier noch der eindruck aufkommt, ich würde hier belehren wollen. (das steht mir nicht zu und liegt mir fern).
ich teile lediglich - so wie du, wo es ums kleinverlags-wesen und deine erfahrungen und dein wissen darüber geht - mit, was ich darüber weiß und meinen standpunkt dazu.



lieber gruß,


keinsilbig