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Doro

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1

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19:18

"Urteilt nicht"

Fragt sich kein Baum,
ob schöner er blüht
als andere.

Argwöhnt kein Schaf,
ob's saftiger grünt
nur anderen.

Quält sich kein Weg,
ob nützlich das Ziel
dem Wandernden.

Begleitet nur uns
der eherne Zwang
zu urteilen.

2

Freitag, 5. Oktober 2018, 18:22

Die Idee ist gut. Aber ehrlich: Das Gedicht ist - unfreiwillig - komisch, denn ein Weg kann sich nicht quälen und ein Schaf würde kein Gedanke an grüneres Gras verschwenden, es würde einfach zum grüneren Gras pilgern.

Lass mich überlegen: Wenn man die Überschrift ändert, etwa in: Fragen eines Mystikers, dann hätte das Gedicht eine andere Richtung. Mystiker fragen sich ja allerhand - und gelten darum als verschroben - insofern könnte man das dann gelten lassen. Aber selbst dann wäre es kein Gedicht für die breite Masse. (Weil einfach keiner solche Fragen stellt.)

Doro

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3

Montag, 8. Oktober 2018, 13:45

Hallo Wolfgang,

herzlichen Dank für Deinen Kommentar!

Zitat

kein Gedicht für die breite Masse. (Weil einfach keiner solche Fragen stellt.)
Ich gebe dir Recht; nur wenige stellen (sich) solche Fragen, müssen aber darum nicht schon Mystiker sein. Das Gedicht würde ich auf derselben Ebene ansiedeln wollen wie "Vergleiche nicht".
Es geht um die "Krankheit" unserer Gesellschaft beständig Urteile fällen zu müssen, ob jemand besser, schöner klüger ist. Aber auch, ob immer die anderen die besseren .... haben.
Die Metaphern findest Du unfreiwillig komisch. Ok, damit kann ich gut leben.
Freundliche Grüße, Doro.

4

Dienstag, 9. Oktober 2018, 00:55

Wäre gut, wenn auch andere ihre Meinung sagen würden. So könnte man vergleichen. Ich zum Beispiel verstehe nicht, warum sich ein Baum fragen stellen sollte. Ich verstehe Dein Gedicht so, als ob Du ein Selbstgespräch führst, aber anstatt zu sagen: Ich frage mich, sagst Du: Der Baum fragt sich... Daher kam ich auf die Idee mit dem Mystiker.

Doro

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5

Dienstag, 9. Oktober 2018, 11:36

Gerade in Gedichten, denke ich, darf man ganz andere Sachen "machen" als in anderen Texten.Natürlich kann sich kein Baum eine Frage stellen. Indem das Gedicht diese Fragen quasi verfremdet, will es den Leser provozieren sich die richtigen Fragen zu stellen statt der allgemeinen gesellschaftlichen Prägung nachzugeben.

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6

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 15:09

Ich sach mal so:

Die Meinungen sind verschieden.
Ihre Beisetzung erfolgt in Kürze mit Toleranz.
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)