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Doro

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1

Mittwoch, 22. August 2018, 13:10

Unterwegs

Sattgrünes Tal
unter lichtem Weißblau -
Sehnsuchtsfarben
zerschnitten
von Straße und Schiene.

Gegen den Blick gezogen
sind Erkennen
und Verlassen eins,
unsichtbar das Ziel,
und doch gewiss genug
die Ankunft.

2

Mittwoch, 22. August 2018, 16:01

Schön.

Doro

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3

Mittwoch, 22. August 2018, 16:39

Danke. :)

4

Mittwoch, 22. August 2018, 17:09

Hast Du über die abstrakten Gedanken weiter nachgedacht? Ich habe mal ein Gedicht gelesen, weiß leider nicht mehr von wem, es ging darin um Frieden. Da wurde beschrieben, was Frieden bedeutet, es war mehr ein Katalog an Bildern, die aneinandergereiht wurden. Und immer ging es darum, was Frieden bedeutet. Das Gedicht endete mit einer Pointe. Wenn ich es finde, poste ich es mal. Aber so in der Art kann man abstrakt schreiben. Man könnte in der Art über Gerechtigkeit, Glück usw. dichten.

Doro

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5

Donnerstag, 23. August 2018, 10:44

In diesem konkreten Fall habe ich gar nicht so viel nachgedacht. Ich saß im Zug und zwar gegen die Fahrtrichtung. Draußen zog eine schöne Landschaft unter klassisch blauem Himmel vorbei. Plötzlich ging mir der Gedanke durch den Sinn, dass ich ein Objekt draußen, z.B. einen Kirchturm, erst sehen kann, wenn ich schon daran vorbei gefahren bin. In dieser Situation gilt dann tasächlich

Zitat

sind Erkennen
und Verlassen eins,
Das ist gleichzeitig ein Bild für die existentielle Situation des Menschen, der oft erst im Rückblick wesentliches seiner Biographie versteht.
Generell denke ich, dass Lyrik immer auch existentiell Bedeutsames, Abstraktes zu transportieren versucht. Aber es funktioniert nur in starken Bildern bzw. Metaphern. Ansonsten müsste man ein Essay oder eine philosophische abhandlung schreiben.

Chavali

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6

Donnerstag, 23. August 2018, 16:40

Hallo Doro,

das gefällt mir sehr gut!
Die Betrachtung der Landschaft mit ihren Konsequenzen und die persönliche Schlussfolgerung
hast du in wunderbare poetische Worte gekleidet.

LG Ch. :)
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Doro

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7

Donnerstag, 23. August 2018, 18:04

Hallo Chavali,

herzlichen dank für die freundliche Rückmeldung!
LG Doro

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