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  • »Doro« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 4. Juli 2018, 13:33

Wolken pflücken

Wer wird zukünftig Wolken pflücken,
wer sich zur Erde nieder bücken
für ein zartblau besterntes Kraut?

Wer wird noch Sternenlieder singen,
wer sich dem Mond für nichts verdingen,
als dass er steten Wandel schaut?

Wer wird im Brot noch Segen schmecken,
im Glas das Abendrot entdecken,
das sich in Wein gewandelt hat?

Wer wird zur Nacht des Leids gedenken,
das wir einander schamlos schenken,
als ob das Recht gehandelt hat.

Chavali

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2

Freitag, 6. Juli 2018, 21:06

Hallo Doro,
liest sich schön und gefällig, wenn ich auch nicht ganz dahinter steige, was du mit diesem Text aussagen willst?
Wenn das die Sorge um Mutter Natur ist, wärs ok.
Gern gelesen!
LG Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

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3

Sonntag, 8. Juli 2018, 11:21

Hallo Chavali,

herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Das, was du da heraus liest, ist auch drin. Es ist ja nicht möglich mit einem Gedicht die Rezeption vorzugeben. Das Gedicht trifft immer auf einen Leser mit ganz eigenem Lebenshintergrund, der die Interpretation beeinflusst. Man könnte durchaus sagen, der Leser "macht" das Gedicht.

Aus meiner Sicht wollte ich noch mehr durch die Zeilen transportieren: Eine Nachdenklichkeit, eine Schwermut über unsere entfremdeten Existenzen, die dem Zweckdienlichen, dem Erfolg, dem Zwang zu funktionieren untergeordnet sind.

Einen schönen Sonntag noch, Doro.

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