Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: die Kunstfechter . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 25. Juni 2018, 08:55

Wahlsiege in undemokratischen Ländern

Was nicht in den Zeitungen steht: „Wahlen in der Türkei: Präsident Erdogan siegt mit absoluter Minderheit“. Das ist natürlich ein Scherz von mir, aber ist er so verkehrt? Die Parlaments-und Präsidentenwahlen lockten Massen von Wählern an Wahlurnen. Laut Präsident Erdogan war das Ergebnis bereits vorher klar. Er würde mit „überwältigender Mehrheit“ gewinnen. Ist diese Einschätzung Wahnsinn oder Wahrheit? Erdogan ist ein Mann, der auf Demonstranten schießen lässt und kritische Journalisten aus dem Land jagt. Auch sonst drückt er, mit eisernem Stiefel, die Nacken seiner Landsleute in den Staub. Aber jeder Despot, so auch Erdogan, hat seine Anhänger. Leute, denen er zu Brot und Karrieren verhilft. Und natürlich alle jene, die so denken wie er. Aber genügt das für einen Wahlsieg? Ausländische Medien gaben an, dass ausländische Wahlbeobachter das Land nicht betreten durften. Zudem gab es „Unregelmäßigkeiten“ bei der Wahlabgabe und im Südosten kam es zu „Übergriffen“. Dazu Zeit Online: „Im Bezirk Suruc (…) laufen bewaffnete Personen ganz offen herum und bedrohen die Wahlatmosphäre.“ Somit ist die Wahlprognose Erdogans ein Ergebnis, dass er sich bestellt hat. Mit anderen Worten: Erdogan hat gewonnen, indem er die Minderheit des Volks hinter sich brachte. Was ist ein Wahlsieg in undemokratischen Ländern? Mit Erfolg die Opposition von den Wahlurnen fernzuhalten.