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  • »Ringelroth« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 19. Februar 2014, 20:45

Das Töten von Tyrannen

Aus gutem Grund ist das vorsätzliche Töten von Menschen in zivilisierten Ländern nur unter sehr strengen Auflagen und in nur ganz wenigen Ausnahmen erlaubt.

Gilt dies auch für das Töten von Tyrannen?
Um vorsorglich ein absehbares, größeres Unheil von den Bewohnern eines Landes zu abzuwenden.

Es wurde schon oft darüber nachgedacht, was denn geschehen wäre, wäre von Stauffenbergs Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 erfolgreich gewesen.

Und so ist es legitim, darüber nachzudenken, wie viel Leid Hunderttausenden erspart bleiben würde, wenn die Despoten des 21. Jahrhunderts in Nord-Korea, Ukraine, Kasachstan usw. einem Anschlag zum Opfer fallen würden.

Im Zeitalter von Drohnen dürfte ein solches Vorhaben wesentlich leichter sein, als es noch für z. B. von Stauffenberg war.

Also, worauf wird noch gewartet?
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2

Donnerstag, 20. Februar 2014, 16:54

Ist halt die Frage, nach welchen Kriterien der Festlegungsbefugte jemanden zum "Tyrannen" erklaert, zum Abschuss freigibt.
G.W. Bush beispielsweise deklarierte nach Gutduenken "Schurken", "Boese", etc.; ausreichend fuer solche grobschlaechtigen Schubladisierungen war eine von seiner abweichende Meinung, was bereits massenhafte Toetung Unbeteiligter heiligte.
Auf die gleiche Art starb anno dazumal der Tyrannosaurus aus.

Hans Beislschmidt

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3

Freitag, 21. Februar 2014, 10:27

Zitat

Es wurde schon oft darüber nachgedacht, was denn geschehen wäre, wäre von Stauffenbergs Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 erfolgreich gewesen.

Und so ist es legitim, darüber nachzudenken, wie viel Leid Hunderttausenden erspart bleiben würde, wenn die Despoten des 21. Jahrhunderts in Nord-Korea, Ukraine, Kasachstan usw. einem Anschlag zum Opfer fallen würden.


eigentlich ist es doch einfach ....

Es gibt die zwei Seiten der Medaille.

Da wäre als erstes „der Staat“ im Sinne von Rechtsstaat. Dies ist eine übergeordnete Instanz und hat nicht darüber zu befinden, wer lebt und wer nicht. Will sagen – eine Moralität, die über den Einzelinteressen steht und ein „Todesurteil, wie auch den Vollzug der Todesstrafe“ aus humanitären Gründen ablehnt und dies auch verfassungsmäßig garantiert.

Auf der anderen Seite steht die individuelle Unrechtseinschätzung, die von dem persönlichen Schicksal und Bezug geprägt ist. Hier gilt: - eine Täterschaft, die sich durch Mord oder Lynchjustiz ins Unrechtshandeln stellt, hätte zwar mein persönliches Verständnis, kann aber nicht gesetzeskonform sein und muss geahndet, also unter Strafe gestellt werden.

So wäre Oberst Stauffenberg, stünde er unter heutiger Rechtsprechung, zwar nicht freigesprochen worden, wäre aber doch unter mildernden Umständen verurteilt worden. Bestes Beispiel für demokratischen Umgang mit Recht, ist das Beispiel Schweden und der Fall des Anders Breiwik. Hier hat der Staat bewiesen, dass es zwar schwieriger ist rechtsstaatliches Handeln zu beweisen aber gerade in diesem Umgang mit einem sensiblen Thema hat die schwedische Bevölkerung wie auch der Rest der Welt verstanden, was Demokratie im Rechtsstaat heißt und bedeutet.

Für mich persönlich hat diese gedankliche Konklusion ergeben, dass ich grundsätzlich keine Folterstaaten bereise, wie auch Staaten mit der Todesstrafe. Das fällt mir bei den meisten Staaten leicht, denn es zieht mich nicht in die muslimische Welt, bei Amerika aber tut es mir leid, denn früher habe ich für dieses Land geschwärmt.

  • »Ringelroth« ist der Autor dieses Themas

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4

Freitag, 21. Februar 2014, 13:45

Hallo Kain, lieber Hans,
Man könnte dieses Problem auch aus der Sicht der Notwehr sehen, die doch wohl in allen Staaten der Welt anerkannt wird.
Irgendwo auf der Welt schlachtet ein Despot tausende seiner Landsleute hin, er foltert und lebt in auffälligem Wohlstand, während sein Volk zum großen Teil hungern muss.
In solchen Fällen hätte jeder „finale Rettungsschuss“ meine vollste Zustimmung, obwohl auch ich im Allgemeinen gegen die Todesstrafe bin.
Was dein Beispiel A. Breivik angeht, so muss ich dich erstens korrigieren, denn Breivik ist Norweger und wurde demnach in Norwegen verurteilt; zweitens ist mir nicht ganz klar, was du mit diesem Beispiel sagen willst.
Meinst du die Art und Weise der Prozessführung?

Dass du muslimische Länder meidest, ebenso wie Staaten, die die Todesstrafe ausüben, hat meine vollste Zustimmung, aber nur dies zu tun, lässt uns vielleicht mit reinem Gewissen am Abend einschlafen – aber wir müssen LAUTER werden!
Wir müssen außer etwas NICHT zu tun, vor allen Dingen etwas TUN!
Und weil wir nicht wie Superman und Tim Bendzko schnell die Welt retten können, sollten wir in Deutschland laut werden und für Unruhe sorgen, denn nichts ist in einer Demokratie schlimmer, als Ruhe!
UNRUHE IST DIE ERSTE BÜRGERPFLICHT!
Gruß
Ringelroth
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Hans Beislschmidt

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5

Freitag, 21. Februar 2014, 16:02

Zitat

Meinst du die Art und Weise der Prozessführung?

genau das meine ich

Zitat

Irgendwo auf der Welt schlachtet ein Despot tausende seiner Landsleute hin, er foltert und lebt in auffälligem Wohlstand, während sein Volk zum großen Teil hungern muss.

die Umkehr - sprich Revolution muss vom Volk selbst ausgehen. Die Badische Revolte 1848 ist in Deutschland zwar auch fehlgeschlagen, der Gedanke an Freiheit ließ sich aber nicht mehr aufhalten. Jedes Volk muss sein Hambacher Fest selbst finden. Wie man gerade in der Ukraine sehen kann, sind die Tage des Diktators gezählt.

Zitat

vor allen Dingen etwas TUN!

Wir können lediglich unsere Meinung äußern. Im Geschäft um die Freiheit (Beispiel Syrien) mischen zu viele mit und man weiß gar nicht wer Bock und Gärtner ist. Werden die Oppositionellen den Sieg erringen, dann haben die Fundamentalisten das Sagen und wer weiß - vielleicht denkt dann mancher an einen "gemäßigten" Assad zurück.

  • »Ringelroth« ist der Autor dieses Themas

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6

Freitag, 21. Februar 2014, 17:33

Ich denke, wir machen es uns zu einfach, wenn wir sagen: macht das mal unter euch aus. Und eventuell dann noch hinzufügen: so wie wir es 1848 getan haben.
Ich weiß, es gibt und gab in allen Revolutionen und Umsturzversuchen nicht nur schwarz und weiß, nicht nur die Guten und die Bösen.
Und es gibt auch keine Weltpolizei (auch wenn sich die Regierenden in den USA dafür halten), die die Bösen der Welt fangen und bestrafen.
Aber ich finde, unsere westlichen Führungskräfte sollten früher und härter alles dafür tun, damit solche Volksaufstände möglichst erst gar nicht notwendig werden.
Aber was tun sie? Sie verkaufen Ländern wie Saudi-Arabien Waffen in rauen Mengen ohne mit der Wimper zu zucken. Und sollten dort die Straßen brennen, zeigen sie wieder mit dem Finger auf die, die mit genau diesen Waffen auf ihr eigenes Volk zielen.
Wenn ich die Merkels, Gabriels, Seehofers, die Kohls, die Schmidts und diese ganze verlogene und machtgeile Mischpoke im TV sehe kriege ich Mordgedanken.
Mein Arzt sagt, damit muss ich leben, er kann mir nichts dagegen verschreiben.
Wenn wir auch, wie ich bereits erwähnte, außer z. B. bei unseren täglichen Einkäufen, nicht viel für die Welt tun können, so bin ich nach wie vor der Meinung, wir sollten wenigstens vor unserer eigenen Haustür kehren und LAUT und VERNEHMLICH gegen die tägliche Korruption, Vetternwirtschaft und das unmögliche Machtgebaren unserer Politiker vorgehen, die total vergessen haben, dass sie DIENER und nicht HERRSCHER dieses Staates sind.

Nur zwei von gefühlten tausend Beispielen für schändliches Verhalten deutscher Politiker in den letzten Tagen:
Wowereit, seines Zeichens Fürst von Berlin, schert sich einen Dreck um Anstand und Ehrlichkeit. Er wusste seit langem vom verwerflichen Verhalten seines Kultursenators. Das ist ihm aber so was von egal. Als dessen böse Tat ruchbar wird, schweigt Schnitzel-Klausi. Nun der Gipfel der Unverschämtheit. Der feine Herr Kulturschleimbeutel merkt, dass ihm viele, viele schöne Euronen durch die Lappen gehen, wenn er zurücktritt, also tritt er vom Rücktritt zurück und lässt sich entlassen, sodass er wieder Anrecht auf das schöne Steuergeld hat. Und der Senat gibt seinen Segen dazu. Wenn das nicht Bananenrepublik ist, was dann?

Als zweites Beispiel die beispiellos dreiste Diätenerhöhung um 10 Prozent.
Außerdem gehen viele der ach so beschäftigten Volksvertreten eifrig ihren „Nebenjobs“ nach.
Überall in diesem angeblich so reichen Lande, muss gespart werden: unsere Straßen sind Sarotti, es wird im kulturellen und sozialen Bereich gespart, dass man heulen könnte, aber unsere Politclowns greifen in die Kasse und weigern sich zudem Abgeordnetenkorruption unter Strafe zu stellen.
Diese Speckfresser empfehlen uns Zwieback und erzählen uns während und zwischen den Neujahrsansprachen, wie hart die Zeiten sind und dass gespart werden muss, aber sich selber stopfen sie die Taschen voll und verhindern, dass der „Souverän“ in dieselben schauen kann.

Wir müssen endlich LAUT werden, bevor wir von den Millionen Leisetretern dieses Landes mundtot getrampelt werden!
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Doro

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Wohnort: Burglengenfeld

Beruf: SAP Consultant ABAP Development,aber jetzt im Ruhestand

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7

Samstag, 9. Juni 2018, 13:47

So einfach ist es nicht

die wachsen nach wie Unkraut.

  • »Rolf Ronck« ist der Autor dieses Themas

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8

Montag, 11. Juni 2018, 14:40

und trotzdem höre ich nicht auf, es auszurupfen
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