Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: die Kunstfechter . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Hans Beislschmidt

Administrator

  • »Hans Beislschmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 163

Wohnort: Saarbrücken

Beruf: selbstständig

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 23. Mai 2018, 14:36

Tour Saarbrücken – Santiago de Compostella

Tour Saarbrücken – Santiago de Compostella

Die Route: Saarbrücken Orleans La Rochelle Bilbao Santander Vigo (Rückweg) Lugo Cangas del Dingsbums Bilbao Pamplona Jaca Lourdes Vichy Dijon Nancy Saarbrücken 4800km (in sechs Tagen)
Der Roller hat jetzt 77600 km auf dem Tacho und ist ohne Zicken marschiert.
Verbrauch ist ja bekannt – bei 6000 Touren (120kmh) Autobahn gönnt er sich 6L und bei 7000 Touren (130kmh) braucht er halt 7L

Gut bewährt haben sich:
Die neue große Givi Frontscheibe (bringt aber weniger Top Speed)
Der K&N Sportluftfilter (ist deutlich agiler)
Die vier Packtaschen von Moto-Detail (zwei als Rückenlehne für Sofafahren J)
Der Download „Here we go“ Navi auf dem Tablet

Weniger gut war:
Das alte Arival Navi (nicht upgedated – absoluter Mist)
Mein Samsung Handy gecrasht (beim Fahren runtergefallen)
Die französischen Mautstellen akzeptieren keine EC Karte

Nicht in Anspruch genommen:
ADAC Auslandskrankenversicherung und Auslandsrechtsschutz (Gott sei Dank)
Die 2 Reservekanister (aber war beruhigend sie dabei zu haben)
Die Hälfte der Klamotten J

Youtubewatch – Nordspanien auf den Alto del Marta (4mn)
https://www.youtube.com/watch?v=UoN2egTpAUI&feature=youtu.be

Foto – Die Route
http://diekunstfechter.de/wcf/images/pho…04-de5637df.jpg
Foto Santander
http://diekunstfechter.de/wcf/images/pho…05-04bc8b26.jpg
Foto - Ein Roller ein Zelt
http://diekunstfechter.de/wcf/images/pho…03-2be4d75a.jpg


Ein paar Eindrücke:

Die Atlantikküste oben bei Vigo. Richtiges Rivieragefühl mit Palmen und Straßen direkt am Meer. Kleine Orte mit Badebuchten und vielen Kneipen.

Die Autovia del Cantabrico durchzieht Nordspanien von Ost nach West und nach der Stadt Gijon hat man ein echtes Highway Fahrerlebnis. Die ausgebaute Schnellstraße geht am Meer entlang, überquert große Meeresbuchten, führt hinauf in die Berge bis zur Wolkengrenze – eindrucksvoll. Und vor allem … kaum Verkehr.

Bergtour über A Fonsagrada
Auf dem Rückweg hab ich mir die absolute Kurvenschlacht gegönnt. Von Lugo nach Fonsagrada und Cangas del Dingsbums Der Ort A Fonsagrada liegt ziemlich hoch oben und vom harten Winterwetter leicht mitgenommen. Als Ausgangpunkt für Touren ist er ideal. Da gäbe es einmal die breite Bergstraße – super ausgebaute Straße, vergleichbar mit der Schwarzwaldhochstraße. Ca 80km kaum Verkehr, kann man dort auch richtig heizen. Dann gehen von dort aus jede Menge kleinere Strecken ab aber Vorsicht. Ich hab gedacht ich fahr mir nen Drehwurm nach zwei Stunden Sepentinenfahren. Man wird aber durch riesige Wälder und Seen entschädigt. Kaum ein Auto ist dort unterwegs, ab und zu ein Lieferwagen.

Die Nordspanier sind freundlich und geschäftstüchtig. Alle 40 km gibt es kleinere Servicestationen mit Tankstelle und Cafeteria. Die verkaufen dort auch regionale Produkte wie Wein und Schinken und bei vielen gibt’s ne kleine Küche mit kleinen Gerichten im Angebot. Allerdings sind sie nicht auf Touristen eingestellt wie die Kollegen an der Costa Brava. Ein paar Brocken spanisch sollte man schon können. Das Land macht einen sauberen gepflegten Eindruck, keine Müllberge am Straßenrand.

Die Franzosen (liegt das am Mindestlohn?) sind da eher die Meister des Laisser faire. Wenn man sich in ländliche Gegenden wagt, sollte man schon einen Reservekanister dabei haben. Vor allem am WE sind viele Tankstellen geschlossen. Das Land der rot-weißen Absperrketten! Da kann man schon in’s Schwitzen kommen wenn die Tankanzeige anfängt aufzublinken.

Auf dem Rückweg hab ich auch die Pilger gesehen, nachdem ich am Vortag in Santiago de Compostela nur ausgelassene Kirmesbesucher mit Popcorn und Eistüten getroffen hatte. Auf der Landstraße von Santiago nach Lugo, denn da kreuzt der Jakobsweg oder verläuft parallel zur Straße. Es waren Hunderte und ich kann mich nicht erinnern jemals so viele „Wandersleut“ gesehen zu haben. Gleichzeitig hab ich mich gefragt, wo die alle übernachten sollen. Ich hatte mir die Pilger auch mit großem Hut und Wetterumhang vorgestellt, aber der moderne Pilger sieht anders aus. Sie gehörten meist zur Gruppe 50 Plus und kamen auf Trekkingschuhen und funktionaler Goretex Kleidung daher. Manche kämpften verbissen mit ihren Nordic Walking Stöcken, trotzdem winkten sie zurück, als ich vom Moped aus anerkennend "Daumen hoch" zeigte. Bemerkenswert war auch, dass sie in kleinen Gruppen unterwegs waren, manchmal auch zu zweit oder allein. Kommunikation war bei der Anstrengung wohl nicht möglich, jeder versuchte sein Tempo zu halten. Der Weg ist das Ziel.

Grüße Hans


Beiträge: 1 008

Wohnort: Völklingen

Beruf: RnTnR + Ringelroth-Double

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 29. Mai 2018, 16:30

Hallo lonely rider,

nach so ner Tour braucht man wahrscheinlich noch ne Woche Urlaub - zu Hause, auf Balkonien.
Könnte mir vorstellen, dass nach fast 5Tsd. Kilometer im Sattel Wirbelsäule und Steißbein die weiße Fahne schwenken.
Ich hoffe, dass du und deine Maschine noch lange ein Paar seid, und ihr noch viele Touren unternehmen könnt.

Viel Spaß dabei wünscht
Rolf
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

Chavali

Super Moderator

Beiträge: 342

Wohnort: in der Heimat

  • Nachricht senden

3

Montag, 4. Juni 2018, 16:34

Hallo Hans,

durch Zufall habe ich deinen Bericht hier gelesen.
Alle Achtung, das ist toll!
Hab mir auch das Video angeschaut. Ein echtes Abenteuer!

Grüße, Chavali :)
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Hans Beislschmidt

Administrator

  • »Hans Beislschmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 163

Wohnort: Saarbrücken

Beruf: selbstständig

  • Nachricht senden

4

Samstag, 9. Juni 2018, 16:15

vielen Dank für die Rückmeldungen,
es ist unproblematischer als man denkt. Die Honda ist superbequem, kein Muskelkater ... nix.
Eine Erfahrung reicher - der Weg ist das Ziel.
Man sollte Dinge, die man tun möchte tun, wenn man es noch kann. Diesen Monat werde ich 64 und das war auch eine Pilgerfahrt in das Innere eines Menschen. Den Kopf frei bekommen und sich selbst nicht mehr so wichtig nehmen. Andre Heller sagte einmal "jeder zählt nur das, was er wiegt". Ich werte das so, als sollte man den Augenblick wahrnehmen und nicht auf vergangene Taten schauen, denn die werden mit der Zeit verblassen. Like ...
all those moments will be lost in time - like tears in the rain

https://www.youtube.com/watch?v=HU7Ga7qTLDU
Gruß vom Hans

Beiträge: 1 008

Wohnort: Völklingen

Beruf: RnTnR + Ringelroth-Double

  • Nachricht senden

5

Montag, 11. Juni 2018, 14:28

Um das Fahrgefühl auf der Honda etwas erlebbarer zu machen:

https://www.youtube.com/watch?v=qZOGlgVldAs

First gear - it`s alright
Second gear - I lean right
Third gear - hang on tight
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)