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  • »Rolf Ronck« ist der Autor dieses Themas

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Donnerstag, 28. September 2017, 15:06

Ich fahr so gerne Rad...

Zeit : 11 Uhr vormittags, Montag, der 11. September 2017, 5. Urlaubstag
Ort: Campingplatz „Aquarius“, Sant Pere Pescador, Bucht von Rosas, Katalanien, Spanien
Wetter: sonnig, 21 Grad Celsius

Meine Frau nach dem Frühstück:
„Ich gehe gleich an den Strand. Und du?“

„Ich mache mit dem Rad eine kleine Tour und komme dann nach. Du weißt, ich bin gern am Meer,
muss aber nicht unbedingt rein und danach in der Sonne braten.“

Sant Pere Pescador ist ein kleines Städtchen in der Nähe der Mündung eines kleinen Flusses mit dem originellen Namen „ El Fluvià“.
Vom Campingplatz aus sind es mit dem Rad geschätzte 6 Kilometer bis zum Stadtkern. Will mich dort mal ein wenig umschauen, außerdem hab ich keine Fluppen mehr, und die bekommt man in Spanien nun mal nicht an jeder Ecke, schon gar keine Rillos.
Ich also das Leihrad geschnappt und ab geht`s.
Das Rad ist nur mit den nötigsten Utensilien ausgestattet, so wie es schon die ersten Kulturträger, die Römer und die Mauren in diesem Teil Europas mit jenem Fortbewegungsmittel hielten. Eine Vorderrad- und eine Hinterradfelgenbremse, die Stelle, wo mal ne Klingel war, kein Rücktritt, keine Lampe und schon gar keine Gangschaltung.
Dafür kostets ja auch nur acht Euro jeden Tag.

Als ich gegen 16 Uhr an unserer gemieteten Hütte auf dem Campingplatz vom Sattel krieche, freue ich mich.
Meine Frau sorgt sich: „Wie siehst du denn aus? Warst du die ganze Zeit über in der Sonne?“
„Wieso? Sieht man's?“
„Dein Gesicht, deine Glatze, dein Nacken, deine Arme, sogar deine Knie... alles knallrot! Sonst rennst du immer mit Mütze rum, nur wenn's mal drauf ankommt, haste keine. Wo warst du überhaupt? Ich dachte, du wolltest heute morgen noch nachkommen.“
Ja, sie war schon sehr besorgt.
„Moment!“
Erst nachdem ich eine Literflasche Stilles Wasser in mich geschüttet hatte, konnte ich antworten.
„Ja, das wollte ich auch. Nur leider muss ich irgendwo falsch abgebogen sein. Übrigens, in L'Escala ist mehr Tourismus, als uns gefallen würde.“
„Lenk nicht ab! Wieso L'Escala? Sag nur, du bist bis zum Ende der Bucht und wieder zurück? Du spinnst doch! Willst du dich umbringen?“
„Ach, so heiß ist es heute doch gar nicht.“
„Zum Verbrennen hat's bei dir aber gelangt. Ich hatte dich angerufen, hast du dein Handy nicht dabei gehabt?“
„Doch, aber in der Hosentasche, da höre ich es nicht.“
„Warum hast du unterwegs nicht mal jemanden gefragt, wie du wieder nach Hause kommst?“
„Hab ich, aber erst der Achte verstand etwas Saarländisch und danach kam ich auf direktem Weg hierher.“
„Du hast noch nicht mal Internet auf deinem Smartphone, man könnte dich im Ernstfall nicht mal orten.“
„Stimmt! Und im Portemonnaie nur noch 3 Euro 28. Aber so ein alter Pirat wie ich findet immer nach Hause.“
„Wie viele Kilometer waren das?“
„Tja, die moderne Technik an meinem stylischen Bike hat mich kläglich im Stich gelassen, aber meinem schmerzenden Hintern nach zu urteilen, geschätzte 35, 40.

Jetzt, wieder zu Hause, hab ich mir Internet, Community, Flatrate, GPS, WLAN und WiFi mit allem Schnickschnack aufs Handy geklatscht.
Ich fahre ja fast täglich im Völklinger Wald rum, und wer weiß, was passiert, wenn ich da mal falsch abbiege?





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Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

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