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  • »Kirvenhannes« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 19. Februar 2010, 20:17

Gedanken

Gedanken sind wie kleine Vögel,die von Ast zu Ast
hüpfen; manchmal verweilen sie länger, manchmal nicht.
*****
Seid großzügig in Dingen, die nicht wichtig sind und
seid nicht kleinlich in Dingen, die wichtig sind.
*****
Nur wer es schafft, seinen Geist von schlechten
Gedanken zu reinigen, dessen Körper wird frei sein von
Krankheiten.

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2

Samstag, 20. Februar 2010, 17:54

Hey Kirvenhannes,

ich mag Aphorismen sehr gerne und deine Gedanken kommen dem ja ziemlich nah.

Zitat

Gedanken sind wie kleine Vögel,die von Ast zu Ast
hüpfen; manchmal verweilen sie länger, manchmal nicht.
Besonders gut gelungen finde ich den Vergleich zwischen Gedanken und Vögeln, der Naturbezug hat etwas Leichtes. Die Formulierung klingt sehr ungezwungen und ermöglicht eine ruhige Atmosphäre, die zum Nachdenken anregt.

Zitat

Seid großzügig in Dingen, die nicht wichtig sind und
seid nicht kleinlich in Dingen, die wichtig sind.
Auch wenn in diesem Satz Wahrheit steckt, finde ich ihn nicht besonders herausragend. Es ist die einfachste Art einen Aphorismus zu bauen, indem man eine Aussage im zweiten Teil genau entegengesetzt beschreibt als im ersten. Das wirkt weniger innovativ als z.B. dein erster ;)

Zitat

Nur wer es schafft, seinen Geist von schlechten
Gedanken zu reinigen, dessen Körper wird frei sein von
Krankheiten.
Dies ist wohl eine umgekehrte Version des Spruches von Juvenal "mens sana in corpore sano" - ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Du spielst hier besonders auf psychische Krankheiten an, die es in der heutigen Zeit ja immer mehr gibt. Dennoch kann mich auch dieser Spruch nur bedingt überzeugen, da leider auch Menschen ohne schlechte Gedanken oft sehr krank sind.

Das waren meine Gedanken zu deinen, ich hoffe, du kannst mit ihnen etwas anfangen!

Viele Grüße, die Nachtspinnerin

  • »Kirvenhannes« ist der Autor dieses Themas

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3

Sonntag, 21. Februar 2010, 07:16

Hallo, sehr ausführlich, danke!

Mit schlechten Gedanken meine ich nicht, wenn man schlechte Dinge über andere Menschen denkt, auch, aber auch z.B. das kann ich nicht, ich bin nicht gut genug, warum passiert das immer mir, typisch für mich etc.

Man soll sein Seelengefäß davon reinigen und nur gute Gedanken hineinlassen. Das kann ich, ich schaff das, ich bin gut, so wie ich bin.

Was die Gegensätze angeht, ich arbeite gerne damit, selbst bewußt geworden ist mir das aber erst, als ich meinen ersten Gedichtband in Händen hielt. Vorher war mit das gar nicht so klar geworden, aber als ich dann alle Gedicht oder Aphorismen hintereinander gelesen habe, ist es mit aufgefallen. ^^

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4

Dienstag, 23. Februar 2010, 09:52

Hallo Kirvenhannes,

ich poste noch mal Dein Gedicht als Zitat, dann muss ich nicht so viel scrollen *smile*:

Zitat

Gedanken sind wie kleine Vögel,die von Ast zu Ast
hüpfen; manchmal verweilen sie länger, manchmal nicht.
*****
Seid großzügig in Dingen, die nicht wichtig sind und
seid nicht kleinlich in Dingen, die wichtig sind.
*****
Nur wer es schafft, seinen Geist von schlechten
Gedanken zu reinigen, dessen Körper wird frei sein von
Krankheiten.
Ich finde es zwar ganz nett, aber nicht so, dass ich sagen würde *Boah-ey, wie toll!*
Und zwar bin ich sehr kritisch gegenüber solchen 'Lehrpoesien', solchen Weisheiten. Sie sind nicht authentisch und wollen - finde ich - so was wie 'missionieren', und dagegen hab ich generell was. Und wenn ein Schreiber meint, seine für sich gewonnenen Leitsätze unter's Volk bringen zu müssen, dann sträuben sich mir persönlich die Haare.
1. Strophe: Vom Stil her empfinde ich daran auch wenig lyrisch und das Bild von den Vögeln mag sich mir nicht auf meinen mentalen Ast zu setzen :), weil ich es nicht stimmig finde (von Ast zu Ast, verweilen...) da denke ich: Wie? Wo? Woher? Wohin? Sind da mehrere Leute unterwegs mit den Gedanken oder springen die über, die Gedanken? Hab' ich es hier mit übersinnlichen Kräften - Gedankenübertragung - zu tun???
2. Strophe: Ganz schlimm, klingt religiös und moralisierend und ist tausendfach gehört und gelesen, daran ist nichts Phantasievolles oder Besonderes - es ist für mich (mit Verlaub) leicht nervig.
3. Strophe: Das hat so was von Inspirationssprüchlein und osteopahtischen Ansichten oder fernöstlichen Weisheiten ... das ist schön und gut, aber auch wenig lyrisch, eher belehrend.
Und über das Belehrende hab ich mich ja schon ausgelassen.
Vielleicht ist es nicht das beste Gedicht gewesen als Einstieg hier, deshalb werde ich Dich und Deine Texte 8| mal im Auge behalten :D
Alsdann ... sei erst mal herzlich willkommen und nimm meine
Grüße
Bermudara

Chavali

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5

Freitag, 26. Februar 2010, 09:34

Hallo Kirvenhannes,

ich las die Sprüche schon vor Tagen. Schon da wollte der Funke nicht überspringen.
Sie sind einfach nicht innovativ genug - so oder ähnlich schon hundertfach gelesen.
Eine ausführliche Begründung würde ähnlich ausfallen wie die von Bermudara.

Vielleicht gefällt mir ja ein anderer Text von dir besser, mal schauen ;)

Lieben Gruß,
Chavali
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
(Marie von Ebner-Eschenbach)