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Sonntag, 20. November 2016, 17:14

Der Ekelweihnachtsmann

Die Horrorclowns werden, nachdem Halloween dieses Jahr Geschichte ist, weniger. Das offenbart einen gewissen Konformismus dieser Spezies.
Überhaupt Halloween: Ich habe nie verstanden, warum sich Senioren darüber aufregen. Nicht meckern, sondern einen Gegenschlag ausführen, sollte die Devise sein. Warum rotten sich ältere Mitbürger nicht an einem bestimmten Tag zusammen, um dann ihrerseits Leute zu belästigen? Herumkrakeelen und an Türen klingeln, um dann „Hochprozentiges oder Dünnflüssiges“ zu schreien, wenn jemand öffnet. Diese Drohung wäre dann doch so substanziell, dass die Leute die Forderung nicht abschlagen würden. Ich bin eigentlich noch nicht im Seniorenalter, könnte aber aussehensmäßig ohne weiteres mithalten. (Siehe Hobbys weiter unten)
Ich bin nicht gerade der Schnellste und so habe ich den Horrorclown-Trend verschlafen. Dabei hätte ich gerne mitgemacht, denn neben Rauchen und Trinken zählen sozial deviante Verhaltensweisen zu meinen Hobbys. Nun gut, mit dem Rauchen habe mal Schluss gemacht, habe aber dann wieder begonnen als die Sammelbilder auf den Packungen aufgedruckt wurden. Man kann mich leicht ködern.
Ich könnte jetzt als verspäteter Horrorclown oder als verfrühter Horrorweihnachtsmann durch die Gegend ziehen. Aber schocken hat irgendwie seinen Reiz verloren. Es ist inflationär geworden. Es gibt Schockwahlen und Schockpräsidenten, die aus selbigen hervorgehen. Als Horrorclown wäre man heutzutage zu einem traurigen Schattendasein verdammt. So habe ich beschlossen ein Ekelweihnachtsmann zu sein. Jemand, der mit wirrem Haar, vollgesabbertem Bart und mit vollgekotzter Weihnachtsmannkleidung durch die Gegend schlurft. Warum ich das mache? Das weiß ich nicht. Ich will mich auch gar nicht ergründen. Ich verlagere mich ins Außen. Sollen doch andere Menschen Theorien aufstellen. Sollen glauben, ich sei ein frustrierter, einsamer Mann, der auf diese Weise Rache an glücklichen Menschen nehmen will, oder sollen glauben, ich sei jemand der gegen die kommerzielle Ausbeutung des Weihnachtsfestes protestiert. Oder sollen sie doch glauben ich sei geisteskrank. Vielleicht ist das richtig. Ich mache gerne sinnlose Sachen. Erst gestern trat ich an der Supermarktkasse jemandem mit einem randvoll gefüllten Einkaufswagen mit den Worten „Ich habe nur ein Teil. Bitte gehen sie nach vorne!“ meinen Platz ab. Ich musste zwar lange warten, bis ich dann zum Bezahlen kam, aber die Verblüffung, die ich damit auslöste, war es mir wert.

Beiträge: 1 035

Wohnort: Völklingen

Beruf: RnTnR + Ringelroth-Double

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Montag, 21. November 2016, 13:05

Hallo Streusalzwiese,
prima Text, hat mir meine Lachfalten noch tiefer eingegraben - obwohl - ich bin mir nicht sicher, ob das von dir beabsichtigt war.
Wenn nicht - entschuldige.
Bei deinem Ekelweihnachtsmann sah ich sofort Billy Bob Thornton in "Bad Santa" vor meinen geisten Dings-
Ich finde auch, dass Donald T. für uns alle ein großes Vorbild werden könnte.
Bomben werfen kann jeder, aber im Alltag "trump sein", erfordert Mut und Härte sich und anderen gegenüber.
Vielleicht wird ja "trump sein" das nächste Jugendwort des Jahres.
In diesem Sinne: es lebe die Überraschung
Gruß
Rolf
http://www.lulu.com/spotlight/tetracolor
Ich bin ein Ver-Rückter. Aber ich mag mich. 8)

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Montag, 21. November 2016, 17:18

Hallo Rolf,
die Komik war schon von mir beabsichtigt.

"Trump sein" hat echt Chancen. Vielleicht kannst Du dich in einem Jahr als Prophet feiern lassen.

4

Samstag, 26. November 2016, 10:50

Vom Clown zum Huhn

Zitat von Streusel: "...Ich könnte jetzt als verspäteter Horrorclown oder als verfrühter Horrorweihnachtsmann durch die Gegend ziehen. Aber schocken hat irgendwie seinen Reiz verloren. Es ist inflationär geworden. Es gibt Schockwahlen und Schockpräsidenten, die aus selbigen hervorgehen. Als Horrorclown wäre man heutzutage zu einem traurigen Schattendasein verdammt..."





Clowns sind intelligent und haben Humor. Das passt nicht zum Schockpräsidenten. Der ist eher ein Schockhuhn, Rolf.

Wochenendgruß!

5

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 16:38

Trump gibt es jetzt auch als katalonische Krippenfigur.
http://www.tt.com/panorama/kurioses/1238…-katalonien.csp

Zitat

In den Krippen Kataloniens fällt bei genauerem Hinsehen eine Figur auf, die so gar nicht zu Maria, Josef und dem Jesuskind passen will: Ein Männlein in Hockestellung mit heruntergelassenen Hosen, das gerade in Seelenruhe sein Geschäft verrichtet.