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Hans Beislschmidt

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  • »Hans Beislschmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 149

Wohnort: Saarbrücken

Beruf: selbstständig

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1

Montag, 20. Februar 2012, 11:56

Schachspieler

Bei manchen Schachspielern sehe ich rot!
In ihrem Kopf spuken tausend Partien
und schickst du sie morgens um ein Pfund Brot,
dann kaufen sie Wurst! - Vergebliches Mühen!
Dies nur als Beispiel für den Fach-Idi-ot.

Sie denken und träumen nur in schwarz/weiß,
sie rochieren und opfern die Bauern,
sie spielen sadistisch und zum Beweis
schlagen sie Damen, ohne Bedauern.
Ich frag mich, welche Frau steht auf so’n Scheiß?

Die Fortpflanzung ist bis heut nicht bewiesen,
doch welch Wunder, sie sterben nicht aus.
Ihr Interesse an Damen lässt schließen:
Holz geht vor Fleisch – was lernt man daraus?
Wer nur auf „Matt“ spielt, kann Lust nicht genießen.

2

Dienstag, 21. Februar 2012, 17:48

Hallo Hans,

ich spiele gerne Schach, habe sogar mal gegen meinen Schachcomputer gewonnen! Deshalb lese ich Dein Gedicht mit Interesse.

Dass Schachspieler seltsame Gewächse sind, ist hinlänglich bekannt. Man denke nur an solche Größen wie Bobby Fischer, der für sein exzentrisches Verhalten berühmt war.

Die Frage in der zweiten Strophe ist wohl mehr rhetorisch gemeint? Ansonsten könnte man antworten: Masochistinnen.

Was den Schluss betrifft: man kann dieser Meinung sein, viele Partien sind aber gerade darum berühmt geworden, weil mit aller Härte auf Matt gespielt wurde. Man denke nur an die unsterbliche Partie zwischen Anderssen und Kieseritzky. In diesem Duell besiegte der Deutsche Anderssen, als Weißer, den Polen Kieseritzky, als Schwarzer.

Ob man Schachspieler pauschal als Sadisten und Masochisten bezeichnen kann, entzieht sich meiner Kenntnis.

Dir geht es aber eher darum, dass man Schach nur als Spiel begreifen soll und nicht mehr. Es sollte nicht der einzige Inhalt des eigenen Lebens werden. Und dagegen kann man nichts einwenden.

LG

Wolfgang

3

Samstag, 18. April 2015, 22:12

e 2 - e 4


Schach ist wie das Leben -
nur ohne Wûrfel

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