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Donnerstag, 9. April 2015, 23:28

Die langen Arme des islamischen Staates

Die langen Arme des islamischen Staates


Die langen Arme des Islamischen Staates (IS) reichen bis nach Spanien. Da wurde jüngst eine Zelle islamischer Kämpfer von der Polizei zerschlagen. Sie wollten einen Anschlag wie in London 2013 verüben. Nun hat der spanische IS verknotete Arme.

Was bei dem verhinderten Plan der Terroristen erschreckt, ist ihre niedrige Hemmschwelle. Hätten sie Erfolg gehabt, wäre das Internet um ein weiteres Enthauptungsvideo reicher geworden.

Mit der Zerschlagung der IS-Terrorzelle steht einmal mehr der Islam und sein Umgang mit ihm auf der Tagesordnung.

Bisher ist Deutschland von IS-Anschlägen verschont geblieben. Das muss aber nicht so bleiben. Zu Beginn des Jahres löschte eine IS-Gruppe in Frankreich die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo aus und überfiel gleichzeitig einen nahegelegenen Supermarkt; insgesamt starben dabei fast 20 Menschen. Und nun dieser Versuch. Auch gibt es Videobotschaften, die zu Anschlägen bei uns aufrufen. Sagen wir es ruhig offen: Der IS schnappt nach uns.

In Spanien, wie in Deutschland, redet man über Toleranz unter den Religionen. Das klingt komisch und ist es auch angesichts der niedrigen Hemmschwelle der Täter. Der Islam erklärt uns den Krieg und wir reden von Dialog, Toleranz und Weltoffenheit. Das ist so, als streichle man eine Bestie, in der Hoffnung, sie würde zahm. Es erschreckt mich, dass kaum einer zur Kenntnis nimmt, was der IS in seinen Videobotschaften mitteilt: Er hält uns für Opfer. Mir scheint, er hat recht.

Bei uns predigt man, der Islam gehöre zu Deutschland, mal nebenbei, mich hat keiner gefragt, ob ich dem zustimme. Und selbst wenn der Islam zu Deutschland gehört – was dann? Wird der IS mit seinen Anschlägen aufhören? Der schlachtet doch sogar eigenen Bürger ab, etwa, wenn Ehepaare vor der Heirat miteinander Sex haben. Überlegt mal, was der IS für ein Kulturverständnis hat: Er wirft Schwule von Hausdächern, begräbt Kinder lebendig und steinigt und köpft auch sonst jeden, dessen Nase ihm nicht passt. Jeder halbwegs kluge Mensch erkennt hier ein Kulturgefälle. Wir können nicht auf die Errungenschaften unserer Kultur verzichten, nur weil der Islam noch in der Steinzeit lebt. Wir trennen Kirche und Staat, wir leben Meinungsfreiheit und Aufklärung. Sagt man der Islam gehöre zu Deutschland, setzt man hinter all diesen Errungenschaften ein Fragezeichen. So ein Verhalten toleriere ich nicht. Da hilft auch kein Toleranz- und Weltoffenheitsgeschwurbel. Mir scheint eher, das Problem, wie ich es sehe, liegt tiefer. Verhalten sich Menschen künstlich, muss das Ursachen in Kultur und Erziehung haben. Sie verwandelt Menschen in lebendige Opfer-Rollen.

Ich verstehe durchaus die Grundlagen dieser Opfer-Rolle. Deutschland ist christlich geprägt. Kinder hören Jesus sei für alle Menschen am Kreuz gestorben, und wenn jemand einen auf die linke Wange haut, soll man ihm auch die rechte hinhalten. So verhält sich kein Mensch, sondern Opfer. Insofern mag der Islam zum christlich geprägten Deutschland gehören, ich aber bin Atheist. Haut mir einer auf die linke Wange haue ich ihm in die Fresse. Und Gott stehe ihm bei, wenn er mich noch einmal anzufassen versucht! Die Welt will erkannt werden ohne weltanschauliche Brillen. Lasst uns nicht religiösen Idealen nachrennen, sondern wissenschaftliche Ideale leben. Religionen sind Vorurteile, die uns unserer Menschlichkeit berauben, indem wir unsre natürliche Veranlagung beschneiden. Wir leben nicht, wir spielen Rollen, von denen wir uns dafür im Himmel Applaus versprechen. Lasst uns stattdessen herausfinden, was das Leben bietet und uns daran halten. Die Erfordernisse des Lebens sind wichtiger, als das, was wir als richtig vermuten. Oder anders ausgedrückt: Ich spreche von dem angenommenen Leben auf der einen Seite und der Realität auf der anderen.

Die Terrorzelle ist für ein solch angenommenes Leben ein Paradebeispiel. Sie imitierte Verbrechen zum Wohle ihres Glaubens. Im Grunde offenbaren sie aber nur eine kranke Veranlagung, die sich in Ihrer niedrigen Hemmschwelle zeigt. Wir müssen weg, weg von einem gedachten Leben und hin zur Realität. Einen ersten Schritt dahin sehe ich in einem Glauben ohne Gott und ohne Hoffnung auf ein Leben nach dem Leben. Das mag für manche schaurig klingen, auf der anderen Seite: je weniger Hoffnungen man sich hingibt, desto mehr ist man genötigt, das Leben ganz auszufüllen.

Lasst uns die Opfer-Rolle ablegen und Menschen werden!

Einen hätte ich noch!

Zynisch kann man anmerken: Der Glaube versetzt Berge von Leichen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang« (11. April 2015, 04:13)


2

Freitag, 10. April 2015, 20:37

Zitat:
"Gelöscht."


So ist sie, die Jugend von heute;
und das, was sie Kunst nennt.

Heisenberg

Fortgeschrittener

Beiträge: 336

Wohnort: Görlitz/Riga/Deutz

Beruf: Freie Künstlerin.

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3

Freitag, 10. April 2015, 21:06

Zitat:
"Gelöscht."


So ist sie, die Jugend von heute;
und das, was sie Kunst nennt.


Wolfgang ist kein Teil einer Jugendbewegung,
er hat seinen Zenit überschritten.