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Gestern, 18:27

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Die goldene Armbanduhr

Uwe Johnson und Martin Walser mochten sich nicht. Trotzdem respektierten sie einander. Einmal trafen sich beide zu einem Freundschaftsessen in einem Frankfurter Restaurant. Bei der Gelegenheit führte Walser seine neue, goldene Armbanduhr vor. „Die war echt teuer!“ Johnson zündet sich seine Pfeife an, nimmt ein paar Züge, und sagt: „Echte Schönheit protzt nicht.“ „Da wäre ich vorsichtig“, sagt Walser und deutet auf Johnson, der wirklich kein Adonis ist. Johnson wird feuerrot im Gesicht und will a...

Gestern, 18:22

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Der beleidigte Bernhard

Siegfried Unseld ist Lektor Thomas Bernhards, eine Arbeit, die viel Nervenstärke erfordert. Einmal schickt Unseld Bernhard das Manuskript zurück, aber voll korrigierter Stellen. Tags darauf bekommt er einen Anruf von Bernhard: „Wie können Sie es wagen, mich so zu beleidigen?“ Später soll Bernhard das Manuskript eines befreundeten Autors korrigieren. Nach den ersten paar Seiten ruft er den Freund an und sagt: „Wie kannst Du Vollidiot so einen Mist verzapfen und glauben, ein Verlag würde den Schei...

Gestern, 18:20

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Unter Kollegen

Marcel Reich-Ranicki und Peter Handke, zwei wie Feuer und Wasser. Nachdem Reich-Ranicki wieder einen Roman von Handke zerreißt, ruft der ihn nachts um drei an, schreit: „Sie sind das übelste Monstrum, das je die deutsche Literaturgeschichte durchkrochen hat!“, und knallt den Hörer auf die Gabel. Jahre später verteidigt Handke Serbien für seinen Völkermord im Balkankrieg. Er meint: „Kein anderes Volk musste so leiden wie die Serben.“ Als sich Handke und Reich-Ranicki danach auf der Frankfurter Bu...

Sonntag, 19. August 2018, 18:44

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Regenbogen

Ist dieses Gedicht mit der "Nacht" verwandt? Es erinnert mich daran. Ich sage jetzt nicht, welches Gedicht besser oder schlechter ist, aber der Regenbogen spricht mich an und ich kann mit diesen Bildern mehr anfangen.

Sonntag, 19. August 2018, 18:42

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Auf der Suche nach dem Geist

Der Text ist eine Parodie. Wir hatten letztens über Satire gesprochen, das hat mich angestachelt. Unabhängig davon: dass Menschen sich etwas vormachen, ist mir schon lange aufgefallen - an mir und anderen. Daraus ergibt sich ein Zwiespalt aus Illusion und Realität. Ein Zwiespalt, den ich - als Thema - als nutzbringend empfinde. Was ich noch erwähnen kann: Diogenes war ein Säufer und ein Exhibitionist. Man hat sich aber daran gewöhnt, ihn immer nur als Denker zu beurteilen. Sagen wir so: Er war k...

Sonntag, 19. August 2018, 18:34

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Nächte

Ich sage mal meinen Standpunkt: Wenn jemand kryptisch schreibt, kann das - in einer Diktatur etwa - sinnvoll sein. Weil man sich vor Strafen schützen muss. Aber in einer Demokratie? Soweit ich weiß, hat Celan den Bildbruch eingesetzt, weil er über die "Brüche" des Lebens geschrieben hat (Tod, Vertreibung, Vergasung, Heimatlosigkeit). Das hat was Gewaltsames und da kann ich verstehen, dass jemand Bilder bricht, weil er so die Gewalt, die dahinter steht, besser darstellen kann. Zwar dienen Bildbrü...

Sonntag, 19. August 2018, 18:26

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Der Tod

Der Tot als Täter? Irgendwann ist es mit jedem aus. Auch wir, die wir hier schreiben, sind spätestens in 100 Jahren Geschichte. Ich denke mir immer, dass der Tod sowieso irgendwann kommt und das es vielleicht besser ist, wenn man es vorher nicht weiß. Wüsste ich, wann genau ich sterben muss (Tag, Ort, Uhrzeit), ich würde verrückt.

Sonntag, 19. August 2018, 18:22

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Von den großen Dichtern lernen

Rainer Maria Rilke (* 4. Dezember 1875 in Prag, Österreich-Ungarn; † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz; eigentlich: René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke) war Lyriker deutscher Sprache. Mit seiner in den Neuen Gedichten vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten Dinglyrik gilt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne. Quelle: Wikipedia Der Panther Im Jardin des Plantes, Paris Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden...

Sonntag, 19. August 2018, 17:56

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Auf der Suche nach dem Geist

Diogenes galt als geistreicher Mann – und wo er nur konnte – suchte er den Geist. Vornehmlich in geistigen Getränken. Weshalb er stets einen großen Weinkrug mit sich führte. Einmal besuchte ihn Alexander der Große und fragte: „Gratulierst Du mir, dass ich zum Oberfeldherrn aller Griechen gewählt wurde? Dein Lob, das Lob eines großen Denkers, würde mir viel bedeuten!“ Diogenes fühlte sich geschmeichelt und wollte Alexander gratulieren, stattdessen entfuhr ihm ein Rülpser. Alexanders Gefolge war e...

Samstag, 18. August 2018, 15:33

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Elsa und Hanne über Ehefrieden

Elsa zu Hanne: „Die Fra Behringer muss ihr`n Gatte wirklisch extrem hasse.“ „Die Behringer? Abba die hat doch ihr`m Mann s` Lebe grettet. Sie hat ihn aus` m brennende Haus auf`m Rücke naus trage.“ „Siehst es – sie gönnt ihm ka bissl Frieden. Net mal vorzeitigen.“

Samstag, 18. August 2018, 15:02

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Spitznamen der Kanzler

Deine Einschätzung stimmt. Ich weiß aber nicht, wie ich das ändern soll. Muss weiter überlegen.

Samstag, 18. August 2018, 15:01

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Nächte

Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Nächte begatten fruchtlose Mühen ... Und dann mit lichten Träumen ... Und all das soll zeigen, woher sie ihre Barmherzigkeit nehmen. Selbst wenn die Botschaft einfach ist, versteckt sie sich zu sehr hinter den Bildern. Ich sage jetzt mal was, das zeigt, dass ich wenigstens etwas Ahnung von Poesie habe. Wenn Nächte Mühen begatten, ist das ein Bildbruch, denn Nächte können nichts begatten. Bildbrüche werden in der Satire als Stilmittel verwendet, in...

Samstag, 18. August 2018, 14:43

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Pflegestufe 3

Verstehe. Wenn ich noch einmal über das Gedicht nachdenke, wirkt es schlüssiger. Anfangs wusste ich nicht, auf was genau ich mich konzentrieren soll.

Samstag, 18. August 2018, 14:40

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Tier und Mensch

Das ist gut. Du sprichst über ein abstraktes Thema in Bildern und Gefühlen.

Samstag, 18. August 2018, 14:38

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Anders unterwegs

Das ist auch mein Eindruck. Ich habe mir oft gedacht, der Unterschied zwischen Prosa und Poesie liegt in der Verwendung von Bildern und Gefühlen. Bei Erzählungen braucht man auch Bilder und Gefühle, aber da zählt mehr die Handlung. Die Figuren müssen etwas sagen und tun, damit die Handlung ans Ende getrieben wird. Eine solche Handlung gibt es bei Gedichten nicht. (Abgesehen von der Balladen, die eine Mischung aus Gedicht und Erzählung ist.) Ich selbst habe auch mal Gedichte versucht, aber ich ne...

Freitag, 17. August 2018, 21:08

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Gefühle sind Gefühle und Revolution ist Revolution

Danton, der führende Politiker der französischen Revolution, wird verhaftet und soll auf dem Fallbeil enden. Im Nationalkonvent herrscht gespaltene Stimmung. Da tritt Robespierre auf: „Danton hat viel getan für die Revolution“, sagt er, „zudem ist er mein Freund. Aber Gefühle sind Gefühle und Revolution ist Revolution!“ Darauf entstehen Tumulte im Saal, die Robespierre mit den Worten beendet: „Ich behaupte, dass wer immer in diesem Augenblick zittert, schuldig ist ...“

Freitag, 17. August 2018, 21:07

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Frauen sind nicht Tugendhaft!

1793 beginnt in Frankreich die Zeit des Terrors. Robespierre, ihr stärkster Befürworter, behauptet: „Wer von Euch Franzosen Tugendhaft ist und sich im Besitz der Wahrheit befindet, hat nichts zu befürchten!“ „Warum soll dann Olympe de Gouges sterben, die für die Rechte der Frauen kämpft?“, fragt Saint-Just, Robespierres Freund und Chefankläger. Darauf Robespierre: „Hör doch zu: Ich sprach über Wahrheit und Tugend auf der einen Seiten und auf der anderen ...“

Freitag, 17. August 2018, 21:05

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Spitznamen der Kanzler

Jeder Kanzler bekommt den Spitznamen, den er sich verdient!“, lautet Volkes Meinung. Tatsächlich sind die Spitznamen nicht willkürlich, sondern enthalten immer ein Körnchen Wahrheit. So hieß der volksnahe Willy Brandt (Willy), der starke Esser Helmut Kohl (Kohlkopf) und über Merkel, die sich für alternativlos hielt, sagte man: „Alternativlos, trostlos, Merkel“.

Freitag, 17. August 2018, 21:04

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Kanzlerin Alternativlos

„Meine Politik ist alternativlos!“, erklärt Kanzlerin Merkel vor der Bundestagswahl 2016. Trotzdem kann sie gewinnen. Als sie im Bundestag ihr neues Regierungsprogramm vorstellen will, streikt das Mikro. Da ertönt aus der Opposition der Zwischenruf: „Kurz und treffend erklärt!“

Freitag, 17. August 2018, 21:03

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Snobs über Klassiker

Warum verstauben Klassiker im Bücherregal? Das ist jetzt nicht die wichtigste Frage der Welt, aber ich denke oft darüber nach. Ich kenne noch das Gefühl aus der Schule, als wir lesen mussten. Das hatte immer zu tun mit Noten und Klassenarbeiten. Aus dem Grund habe ich die Klassiker gehasst. Später dachte ich neu darüber nach, ich fragte mich, was die Klassiker für die Lehrer können, die uns Schüler quälen? Ich behaupte nicht, dass man alle Klassiker gelesen haben muss, das ist auch eine Frage de...