Sie sind nicht angemeldet.

Suchergebnisse

Suchergebnisse 1-20 von insgesamt 1 000. Es gibt noch weitere Suchergebnisse, bitte verfeinern Sie Ihre Suche.

Heute, 02:56

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Augenblicke

Mir ist schon vor Jahren aufgefallen, dass Stille anders klingt, je nachdem, wo man ist. Ich habe Stille im Wald anders erlebt, als an einem Sonntagnachmittag auf meinem Sofa. Eines muss ich aber doch erwähnen: das "Nichts" am Ende stört mich. Das Gedicht beschreibt und alles bleibt klar, und dann kommt, wie ein Schlag aus dem Nichts, das Nichts. Besser fände ich ein Beispiel für "Nichts". Darüber könnte ich nachdenken. So aber sagt mir das Nichts nichts.

Heute, 02:49

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Anima Dekubita

Mir fällt auf, dass das Gedicht realistisch bleibt. "Malstrom der Zeit" und Die "fressende Leere" sind natürlich pathetisch, da es aber um einen Bekannten geht, erklärt sich das ausreichend. Ich vermute das ist als Kontrast zum Banalen des Sterbealltags gemeint. Der lateinische Titel klingt aber hochgestochen: Wenn die Seele sich (zum Sterben) niederlegt. Sterben ist selten "schön". Vor allem, wenn man die Kontrolle über seinen Körper verliert und die Körperfunktionen sich verselbständigen. Ich ...

Heute, 02:33

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Gute und schlechte Dichter

Ein Bewunderer fragte Herrn Sinnig: „Was ist beim Dichten das Wichtigste?“ „Gestern, zum Beispiel, habe ich zwei Aphorismen geschrieben.“ „Und heute sicher wieder zwei?“ „Nein, ich habe einen gestrichen.“ „Das tut mir leid.“ „Warum? Ich habe mich von meiner Euphorie gelöst und verstanden, welcher gut und welcher schlecht ist.“

Heute, 02:32

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Der Kratzer an der Uhr

In einer Mannheimer Kneipe: „Neger-Karl“ hält den Verdächtigen fest; er sagt zu Rosie, die hinter der Theke steht und bedient: „Ruf die Bullen. Der hat `ne Uhr geklaut.“ Verdächtiger: „Lass misch! Die Uhr geht disch `nen Scheiß an!“ „Schon gut. Gelegenheit macht Diebe. Des könnt mir a passiern.“ „Warum dann Bullen?“ „An der Uhr is` an der Seit ein Kratzer. Da – siehst es? Der is` von ei`m Streit, den ich g`habt hab.“

Heute, 02:31

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Gute Frage

Nachdem sich Kanzlerin Merkel und Innenminister Seehofer wieder versöhnt haben, unterhalten sich zwei Reporter miteinander: Sagt der Ältere zum Jüngeren: „Beide haben sich nichts zu sagen, aber sie reden wieder miteinander.“ Entgegnet der Jüngere: „Warum streiten sie dann?“

Heute, 02:28

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Bosies Selbstverständlichkeit

Oscar Wilde reizt mich zu Anekdoten. Ich weiß nicht, wie viele ich über ihn schon geschrieben habe. Er war skurril. Meine Lieblingsgeschichte ist die, als er vor dem Gefängnis wartet, in das er eingewiesen werden soll und es regnet und er zu seinen Mithäftlingen sagt: Wenn Königin Victoria so ihre Gefangenen behandelt, dann verdient sie keine!

Dienstag, 17. Juli 2018, 20:21

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Hetze und Satire

Dumm, wer Hetze mit Satire verwechselt; schlimm, wer beide nicht unterscheidet.

Dienstag, 17. Juli 2018, 20:19

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Gebete

So genau hat mich das Thema bisher nicht berührt, aber das muss nicht so bleiben. Jedenfalls solltest Du am Thema bleiben.

Dienstag, 17. Juli 2018, 20:18

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Bosies Selbstverständlichkeit

Oscar Wilde blieb schlagfertig, selbst nach einem Streit. Einmal krachte es zwischen ihm und Bosie, mit dem er ein Verhältnis hatte. Daraufhin sagte ein Bekannter von Oscar Wilde zu ihm: „Ihr versteht euch ja prima.“ „Ja, ich verstehe ihn und er versteht sich.“

Montag, 16. Juli 2018, 18:53

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Die Laus

Gute Idee, das "hoch hinaus" wörtlich zu nehmen.

Montag, 16. Juli 2018, 18:51

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Arthur Schnitzler

Darüber müsste ich weiter nachdenken. Ich vermute, das Thema ist nicht erschöpft und enthält viele Pros und Contras, die man abwägen müsste. Schön, dass Du keine Scheu vor eigene Gedanken hast.

Montag, 16. Juli 2018, 18:49

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Gebete

Danke für das Lob. Ging es mir ums Beten oder um die Charakterisierung eines Menschen? Was fällt Dir zum Thema beten ein?

Montag, 16. Juli 2018, 18:47

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Kann Literatur die Welt bessern?

Die Frage, ob Literatur die Welt ändern kann, halte ich für überspannt. Literatur kann den eigenen Geist anregen, Literatur kann neue Standpunkte vermitteln, meinetwegen auch emotional aufrütteln, aber eben nicht die Welt ändern. Dem zweiten Punkt würde ich gerne zustimmen, allein mir fehlt der Glaube ... (Schiller hat in seinem Aufsatz über die Bühne als moralische Anstalt zugegeben, dass Stücke einen Mörder nicht von seiner Tat abbringen können. Ich vermute, auch hier sollten wir die Aufgabe d...

Montag, 16. Juli 2018, 18:41

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Keine Heimat mehr

Schön.

Montag, 16. Juli 2018, 18:34

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Spirituelle Lyrik

Gute Frage. Ich selbst mag Klassik, etwa die Nussknacker oder Bilder einer Ausstellung, kommt mir aber jemand mit Bachs Fugen oder Mozarts Opern, wird mir grün im Gesicht. Ich glaube, wenn ein Gedicht ansprechend ist, wird es immer seine Leser finden. Wer kann wirklich vorher sagen, ob ein Text die Massen anspricht oder nicht?

Donnerstag, 5. Juli 2018, 20:51

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Wirklichkeit

Passt zum Gedicht mit dem gezeichneten Gesicht.

Donnerstag, 5. Juli 2018, 20:49

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Arthur Schnitzler

Kritik ist mir willkommen. Kurz dazu, wie ich zu meiner Behauptung kam: Ich habe Schnitzlers "Buch der Sprüche und Bedenken" gelesen. Hätten mich die Texte nicht angesprochen, hätte ich mir keine Antwort überlegt. (Mein Spruch ist eine Antwort auf sein Buch.) Und ja, ich fand seine Texte klug und anregend, aber auch lyrisch, fast schon wie Prosagedichte. Damit wir uns recht verstehen: dagegen habe ich NULL! Problem: Er philosophiert und dazu müsste er umfassender schreiben und - so leid es mir t...

Donnerstag, 5. Juli 2018, 20:36

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Kriterien echter Kunstwerke

Gute Frage. Sagen wir so: Kunst sollte ansprechen; Kunst kann auch erschüttern - aber was dann? Ich meine: was kommt nach der Erschütterung? Für meine Begriffe: Hoffnung. Brecht ließ Schilder in seinen Theatern anbringen, auf denen stand: Glotzt nicht so dumm! Brecht war auch gegen Shakespeare, weil der ihm zu emotional war. Kunst soll den Verstand, die Ratio, ansprechen. Reden wir aneinander vorbei?

Donnerstag, 5. Juli 2018, 20:30

Forenbeitrag von: »Wolfgang«

Falten - Meditation über ein alt gewordenes Gesicht

Zum Glück meditiere ich über mein Gesicht nie - es wäre ein kurzes Gedicht und nicht zu meinem Vorteil. Aber ja, das Leben hinterlässt Spuren im Gesicht und auf dem Körper. Im Grunde redet das Gedicht nicht über oberflächliche Schönheit, Du meinst eher das Leben und was Leben bedeutet. Vielleicht so: Schönheit ohne Kontakt mit dem Leben ist wie eine glatte Straße, die schön aussieht, die aber keiner befährt. Andererseits: War das Leben jemals glatt?