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Samstag, 23. Juni 2018, 13:05

Forenbeitrag von: »Doro«

Ein teuflischer Tinitus

Der Floh im Ohr, ein teuflischer Tinitus, den man nicht los wird und der zu allem stets nur negativ Makabres zu bemerken hat. Herabsetzendes, Destruktives, Spöttisches ohne jede Ausnahme. Das ist wahrlich eine höllische Lebensmusik und kann zu keiner wirklichen Beziehung befähigen. Ein gelungenes Gleichnis über den Teufel, der auch heute nicht als allzu harmlos eingestuft werden sollte. Wenn ich mir die lebens- und fremdenfeindlichen Äußerungen mancher Zeitgebossen anhöre, scheint mir, sie haben...

Samstag, 23. Juni 2018, 12:41

Forenbeitrag von: »Doro«

Bei Dir

Bei Dir sind Augenblicke heller Freude, die nicht gebunden sind an Können und Besitz, die ohne Dauer sind und ohne Reue, und deren Schwerelosigkeit den Tod verschmitzt.

Freitag, 22. Juni 2018, 16:59

Forenbeitrag von: »Doro«

Was wird uns schmücken?

Designertextilien? Im Gesicht ArtDeko? Ein Hauch zarter Lilien? Straffer Busen und Po? Trotz Siegerallüren ein schlichtes "vergib" Ein zartes Berühren, wo zu sagen nichts blieb.

Freitag, 22. Juni 2018, 16:51

Forenbeitrag von: »Doro«

Gespräch über den Tod

Der Tod kommt bei uns nicht vor war einst Meister in Deutschland wird abgewohnt im Pflegeheim darf allabendlich ins Fernsehen geht über Los, aber nie ins Gefängnis wird jeden Sonntag gefeiert hinterbleibt den Lebenden

Dienstag, 19. Juni 2018, 13:26

Forenbeitrag von: »Doro«

Von Steinen und Lachsen

Sehr eindringlicher Text, der die existientiell bedrängende Situation der Protagonistin glaubwürdig schildert. Gefällt mir sehr gut, bis auf "Herzkotze", aber das ist wohl meiner gutbürgerlichen Erziehung geschuldet. Gruß, Dorothea

Dienstag, 19. Juni 2018, 09:44

Forenbeitrag von: »Doro«

Reden ist Silber, Zuhören Gold

Den Weg zum Bahnhof genoss er immer. Im jahreszeitlich passenden Outfit, jedoch nicht im Freizeitlook, unterschied er sich schon auf den ersten Blick von den flippigen Unterwegslern, die nie gelernt hatten, dass Aussehen und Auftreten unmittelbar zum Erfolg beitragen. „Kleider machen Leute“, hatten sie wohl nie gehört, und erst recht nicht gelesen. Unterwegs hatte er viel mehr Zeit als früher, die vorbeigleitende Landschaft zu bewundern. Die Tische waren wegen der Stromanschlüsse für Laptops all...

Dienstag, 19. Juni 2018, 09:33

Forenbeitrag von: »Doro«

Die Welt gewinnt immer

Hallo Hans, Verse über unsere entfremdete Welt, in der wir oft das Gefühl haben, Getriebene zu sein statt Suchende oder fröhlich Wandernde. Deine Reime sind teilweise sehr kreativ. auf die "rostigen Sextanten" muss man auch erst einmal kommen. Habe ich gerne gelesen. Gruß, Doro

Dienstag, 19. Juni 2018, 09:27

Forenbeitrag von: »Doro«

Über 50 arbeitslos

Hallo Hans, Danke für die Rückmeldung. Respekt, mit 58 noch mal ganz neu anfangen, das schafft nicht jeder. Deine Arbeit im Altenheim kenne ich ein wenig aus meiner ehrenamtlichen Hospizarbeit. Eine enorm wichtige Arbeit mit oft extrem schweren Rahmenbedingungen. Viel Freude und viel Kraft wünsche ich dir dazu. Doro

Montag, 18. Juni 2018, 16:43

Forenbeitrag von: »Doro«

Schweigen

Hallo zusammen, es gibt zweierlei Schweigen. Das Schweigen der Feigheit, wenn eigentlich geredet werden müsste. Aber auch das Schweigen der Kontemplation oder Meditation. Das letztere kann sogar Klarheit und Kraft geben um das Schweigen der unguten Art zu überwinden. Gedichte über das Schweigen finde ich wichtig! Gruß, Dorothea

Montag, 18. Juni 2018, 12:54

Forenbeitrag von: »Doro«

Fortschritt?

Wenn auch in China jedes Kleinkind sein Heimkino quält und selbst in Nepal jeder Kuli sein Drittauto hält wenn gar in Lappland keinem Iglu ein Swimmingpool fehlt und man zum Jetset nur Durchquerer von Sternenstaub zählt - wird dann der Rücktritt vom Wachstum zum Fortschritt erwählt?

Montag, 18. Juni 2018, 12:46

Forenbeitrag von: »Doro«

Über 50 arbeitslos

Keine Arbeit mehr für Dich seit Du über fünfzig bist. Deine Kraft wird nicht vermisst und Dein Können wandelt sich in ein Muster ohne Wert. Deine Werte sind entthront, Vorleistungen falsch verbucht. Arbeit findet, wer sie sucht! Tüchtigkeit wird stets belohnt! So hat man Dich einst gelehrt. Daher hast Du inniglich Dich dem Arbeitsplatz vermählt, Überstunden nie gezählt und den Leistungsdruck für Dich stetig und massiv vermehrt. Du hast Maßstäbe gesetzt, weil Du jede Arbeitslast schonungslos bewä...

Montag, 18. Juni 2018, 12:37

Forenbeitrag von: »Doro«

Besitz

Hallo Hans, herzlichen Dank für die Rückmeldung. Verzeih meine späte Antwort. Habe letzte Woche in Hamburg gearbeitet und stand etwas unter "Strom". Nun zu Deiner Textkritik: Ja, wenn es für dich kryptisch ist, dann ist es mir nicht gut gelungen, das Anliegen des Textes rüber zu bringen. Die letzten Zeilen waren nicht wörtlich gemeint. Dahinter steckt nicht der Wunsch, diejenigen zu finden, die Hilfe benötigen, eher das Gegenteil. Wer würde nicht einem Verwandten, Freund, Kumpel, ... helfen, wen...

Sonntag, 10. Juni 2018, 20:08

Forenbeitrag von: »Doro«

Besitz

Hallo Hans, herzlichen Dank für die Rückmeldung. Hab nur ein klitzekleines Problem damit. Als Ratschlag finde ich Deinen Hinweis alles Überflüssige auf die Straße zu stellen durchaus bedenkenswert. Aber was hat das mit einer Interpretation bzw. Kritik des Textes zu tun? Noch einen schönen Sonntagabend. Doro

Samstag, 9. Juni 2018, 13:47

Forenbeitrag von: »Doro«

So einfach ist es nicht

die wachsen nach wie Unkraut.

Samstag, 9. Juni 2018, 11:30

Forenbeitrag von: »Doro«

Besitz

Angehäuftes. Manches kaum benutzt. Aber ich sitze darauf. Ich könnte es brauchen - einmal. Die es benötigen zum Überleben, kenne ich nicht.

Freitag, 8. Juni 2018, 17:10

Forenbeitrag von: »Doro«

Sommerträgheit

Acht Zeilen, die ein stimmiges Bild malen. Rhythmus und Reime sind gelungen. Wenn mir dabei etwas fehlt, dann das Mehr, das große Dichtung ausmacht: Metaphern, die über das Beschriebene hinaus auf Existientielles, oder Transzendentes verweisen. Meine Lieblingsdichter für solche Metaphorik: Rilke, Hilde Domin. Aber auch ohne solch hohen Anspruch - habe ich gern gelesen.

Freitag, 8. Juni 2018, 15:15

Forenbeitrag von: »Doro«

Auf öffentlichen Plätzen

Auf öffentlichen Plätzen sind die Menschen bunt. Sie sitzen vor alten Fassaden, selten unter Bäumen; meist beschirmt von Brauereien oder CocaCola. Viele haben ein Gerät am Ohr. Auf ihren Tischen treffen sich Biergläser mit Kaffeetassen. Wenige Sektgläser pochen auf Exklusivität. Mit bedruckten Tüten senden sie einander Nachrichten zu. Ihre Augen, behindert durch ein Objektiv, betrachten alte Kirchen ebenso gerne wie pinkelnde Brunnenmännchen.

Freitag, 8. Juni 2018, 14:46

Forenbeitrag von: »Doro«

Um die Sechzig

Das Gdicht gefällt mir gut. Die Frage, ob die Rechnung mit dem Leben aufgeht, ist eine, die sich nicht leicht beantworten lässt, und die auch niemand ungestraft beständig verdrängen kann. Ob das wahrhaft glückerfüllte Leben mit der Begrenzung auf das Konfome ("ganz so, wie es sich bürgerlich gehört"), zu erreichen ist, schwebt als Frage in all diesen Zeilen mit, ohne dass den Lesenden eine billige pauschale Antwort aufgeschwatzt wird.

Freitag, 8. Juni 2018, 14:34

Forenbeitrag von: »Doro«

Unbegreifliches Blühen

Ohne Einfluss auf die Wurzeln. Hinein geboren in fremde Aufgaben. Entscheidungen treffen uns. Versagen, verbrämt und vergessen vor Zeiten, treibt Unkraut unter den Samen unserer Anfänge. Unbegreifliches Blühen.